Solaranhänger für 48Volt eBike

Moderatoren: Rainbow, sundevil, Mod-Team

 

0.00 (0 Bewertungen)

Re: Solaranhänger für 48Volt eBike

Beitragvon cephalotus » 22.05.2018, 16:25

Tommmi hat geschrieben:Die Energiedichte bei Lifepo zu Lithium wird aber ausgeglichen durch die Zyklenfestigkeit. Bei so ner großen Gondel spielt das Gewicht eh kaum ne Rolle...


Never ever.

Die meisten für Endverbraucher am Markt verfügbaren LFP Zellen sind ziemlicher Müll, die guten Referenzen kommen im wesentlichen von der M1 Zelle von A123 und das ist über 10 Jahre her. (mit den Qualitätsprobleme der 20Ah Pouch Zelle hat sich A123 in einem Jahr die Insolvenz katapultiert)

Früher z.B. waren die LFP Akkupacks von "Ping" für Pedelec Eigenbauten mal populär. Wieviel hört man von denen heute noch? Die haben sang- und klanglos den Geist aufgegeben (was eh schon besser ist als befürchtet), oder die unsäglichen zylindrischen LFP von "Headway". Das Zeug hat Qualitsstreuungen und driftet (vom Hörensagen) wie die Hölle.

Eine gute wie z.B. die LG HG2 18650er NMC Zelle schafft heute 600-1000 Vollzyklen im Labor und das bei hoher Belastung und 100% DOD. Sie kostet dabei deutlich weniger als eine LFP mit halber Energiedichte.
Nutzt man nur 50% der Energiedichte schafft man auch mehr als 1.000 Zyklen und selbst dann sind die Zellen immer noch besser als nagelneue LFP. Warum also sollte man sich LFP fürs e-Fahrrad kaufen?

Dazu kommt, dass bei modernen Pedelec der Spannungsabfall nicht sonderlich tragisch ist und sehr einfache Ladesysteme und ein sehr einfaches ermitteln des SOC erlaubt.
Aus der Leerlaufspannung einer NMC oder NCA Zelle bekomme ich die ladezustand fast aufs Prozent genau, eine LFP mit 3,25V kann fast leer oder fast voll sein.
Gerade bei einem Solarpedelec ist es doch übel, wenn man den Ladezustand seiner Akkus nicht kennt.

Zum Gewicht: Meiner Meinung nach ist das sogar noch wichtiger als bei einem normalen Fahrrad.

Der "normale Weltreisende Radler" hat ein 20kg Fahrrad und 30kg Ausrüstung und somit ein 50kg Gefährt, das sich durchasu noch handhaben lässt, z.B. beim Transport im Zug o.ä. oder auch wenn es mal in den 5. Stock eines Hotels geht.

Beim Pedelec kommen grob 10kg dazu, mit Erstazakkus, Schnellladegeräten und minimalen Ersatzteilen eher 15kg

Das macht dann schon 65kg, wobei das eigentliche Rad Richtung 30kg aufwärts geht, das trägt sich dann schon nicht mehr locker flockig an einem Arm mit dem Gepäck am anderen. Das heißt am Bahnhof irgendwo in Indien bleiben dann entweder das Fahrzeug oder die Packtaschen unbeaufsichtigt stehen, viel Glück.

Mit dem leistungsfähigen 200W Solaranhänger kommen nochmal mindestens 15kg dazu, wenn man viel Geld ausgeben will und kann, in der Billigversion eher 20kg aufwärts.
Da sind wir dann also schon bei einem 80kg Gespann, das sich in vielen Situationen schlichtweg nicht mehr händeln lässt.

Das kann was banales sein, dass man sich verfährt und auf die falsche Straße gerät und da irgendwei über Leitplanken, Gräben und Zäune wieder zurück muss.

Und jetzt kommen die, die sagen, das Gewicht ist eh schon wurscht und dann mit 100kg aufwärts los ziehen wollen.

Ganz abgesehen davon, dass irgendwann auch die Fahrradtechnik an ihre Grenzen stößt bei solchen Gewichten.

MfG
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
Benutzeravatar
cephalotus
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3968
Registriert: 06.04.2006, 23:07
PV-Anlage [kWp]: 4,92
Info: Betreiber

Re: Solaranhänger für 48Volt eBike

Beitragvon cephalotus » 22.05.2018, 16:40

Tommmi hat geschrieben:Das muß jeder selber wissen wie weit er kommen muß.
Ich sehe es auch auf meinem Display 25km/h bin ich so bei 7-10Wh pro km.
Die Watt Anzeige pendelt sich bei 45km/h bei 500-700W ein...


7-10Wh/km bei 25km/h bedeutet eine durchschnittliche Leistung von 175-250W.

Es fällt mir schwer vorstellbar, dass dasselbe bei 25km/h offenbar eher ineffiziente Gefährt bei 45km/h plötzlich zum hoch effizienten Rennrad mutiert und dort nur 500-700W benötigt, also nur knapp Faktor 3 mehr.

Durch Eigenleistung verschiebt sich das noch mehr, oder fährst Du jeweils Mofa ganz ohne selber zu treten?

(Mit z.B. 100W Eigenleistung wären es dann sehr hohe 275-300W bei 25km/h und eher moderate 600-800W bei 45km/h)

Der Leistungsbedarf zur Überwindung des Luftwiderstands (der beim aufrechten Fahrrad jenseits der 20km/h dominiert) steigt mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit, (45/25)^3 bedeutet somit Faktor 5,8 mehr Leistung zur Überwindung des Luftwiderstands. Vereinfachend habe ich mal angenommen, dass der Rollwiderstand mit Eigenleistung erbracht wird.


Relevant ist das natürlich auch für die Tour- und Fahrzeugplanung. Jedes km/h mehr in der Ebene kostet auch mehr Motorleistung und erfordert somit mehr Solarfläche. Große Solarflächen hingegen erhöhen den Luftwiderstand und bergauf auch das dann relevante Gewicht des Fahrzeugs. Das führt dazu, dass man bei dem meisten Konstruktionen am Tag weiter kommt, wenn man eher langsamer fährt, sofern der Hintern und die Freude am stundenlangen Fahren das erlauben.

Btshet die Reise hingegen nicht nur aus Fahren und Schlafen, sondern auch aus Besichtigen und Verweilen können andere Strategien sinnvoll sein. Sobald man aber plant, in der Ebene schnell zu fahren sollte man sich auch Gedanken über die Aerodynamik machen.
Ich sehe wenig Sinn daran, bei 30km/h in der Ebene 100W Solarertrag zu haben und dann 100W an Luftwiderstand am Solaranhänger zu verlieren.

MfG
24x Sanyo 205 HIP = 4,92kWp
Benutzeravatar
cephalotus
Forumsinventar
Forumsinventar
 
Beiträge: 3968
Registriert: 06.04.2006, 23:07
PV-Anlage [kWp]: 4,92
Info: Betreiber

Re: Solaranhänger für 48Volt eBike

Beitragvon PV-Berlin » 22.05.2018, 19:19

an meinem leichten Stadtrad (, hatte ich je Seite schon 7 oder 8 Flaschen Rotwein ( Notkauf) Und ich habe die Bremsen auf Hydraulische Felgenbremsen umbauen lassen, weil es selbst in Berlin nicht anders funktioniert hat.

Am Schutzblech mache ich ganz sicher keine Satteltaschen fest! *fg

Aber die Konstruktion ist eben sau stabil.

Bleiben wir bei deinen Werten:

80 Kg + 80 kg Mensch = 160 kg! Niemals nicht, kommst du so einen Berg runter, ohne richtige Bremsanlage (Scheibenbremsen)

Auf Bosch stehe ich eigentlich auch nicht ! aber irgendwann werden ich uns e_Bikes kaufen . Denn z.B. für die Toskana bin ich dann doch zu alt! bzw. dann doch nicht genug im Training! :oops:

Wahrscheinlich sollte man sich etwas bauen lassen , für eine Weltreise! Aber dann sind wir bei ca. 10 bis 15 K?
Also in etwa dem, was man benötigt, um von Berlin nach Rom zu kommen (billiges Auto) :D
Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation.
Benutzeravatar
PV-Berlin
PV-Forum Einstein
PV-Forum Einstein
 
Beiträge: 15284
Registriert: 30.06.2010, 13:27
Wohnort: Berlin & Rügen
PV-Anlage [kWp]: 1
Info: Betreiber

Re: Solaranhänger für 48Volt eBike

Beitragvon Erna P » 22.05.2018, 19:56

Kapier ich nicht...
Der Carlacargo-Trailer wär dir wohl zu billig :ironie:
Den gibts mit Motor + Akku + Scheibenbremse für ~3,5k :wink:

Zum Fahrrad-Umbau: warum keinen Motorkit zB von EBS? kostet ca.1100€ + Akku - ist aber dafür unverdongelt :)
3,2 kWp PV mit 7kWh LiMn + 11kWh Blei
Erna P
Fleißiges Mitglied
Fleißiges Mitglied
 
Beiträge: 410
Registriert: 04.06.2013, 01:59
Info: Betreiber

Vorherige

Zurück zu Zweiräder und Quads



Ähnliche Beiträge


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste