Polystring vs Einzelstring


Ich habe - um es mal auszuprobieren und: weil ich es kann - die Verstringung an meinem Wechselrichter geändert.

Der Grund dafür ist folgender: Verstringt sind 2x12 Module - also 12 Module in Serie parallelgeschaltet zu (noch) einmal 12 in Serie.


Es ergibt sich dadurch eine Verzwölffachung der Modulspannung und eine Verdoppelung des Stromes (Die Srienschaltung erhöht die Spannung und der Strom bleibt gleich, durch die Anschließende Parallelschaltung verdoppelt sich dann der Strom).

Die Module sind alle gleich ausgerichtet, also alle nach SSW.


Im Sommer ergibt sich folgendes Problem:


12 Module(siehe unten) liefern so ungefähr 360Volt unter Last, bei Wärme etwas weniger. An warmen bis heißen Tagen geht die Spannung dann auf 300-320Volt zurück und der Wechselrichter bekommt erkennbar Schwierigkeiten noch einen Arbeitspunkt zu finden, außerdem fällt auf einen Teil der Module Schatten vom Schornstein, zumindest in der Theorie sollte das Ergebnis von 1x24 Modulen besser sein, als von 2x12 (der Wechselrichter nimmt die Spannung zurück, wenn auf ein Modul Schatten fällt, da zwei Strings parallel angeschlossen sind werden also 2 Module ausgeblendet).


In der Grafik oben ist der 01. Juni 2020 dem 01.07 2018 gegenüber gestellt, der NNO String dient mir als Vergleichsgrundlage, also ob annähernd ähnlich Bedinungen geherrscht haben. Wie man sieht, ist ein leichter Unterschied zu sehen, der aber wohl mehr auf Unterschiede in der Modultemperatur zurückzuführen ist, als durch die Umverstringung.




Hier sind jetzt zusätzlich nochmal die Spannungen aufgeführt. Unten gestrichelt, 2x12 Module, so ca. 320Volt obere gestrichelte Linie ca. 670Volt.


Erwartet hatte ich, dass der Ertragssprung beim Schatten stärker zu sehen ist, aber wahrscheinlich fällt durch den Schornstein-Schatten nicht immer gleich ein ganzes Modul aus sondern immer nur ein bzw zwei Substrings der Wechselrichter scheint das in jedem Fall sehr gut hinzubekommen. Interessant wäre es noch zu schauen, wie sich das Ganze an einem sehr heißen Sommertag auswirkt, aber auch hier vermute ich, dass der "Messeffekt" eher im Grundrauschen untergeht.

Da die Verstrinung mit 1x24 sowieso nicht zulässig ist (im Winter bei unter -9 Grad steigt die Spannung auf über 1000Volt DC an) wird demnächst wieder umverstringt.


Auf der NNO Seite hängt noch ein String mit 13 Modulen, die zumeist im Schatten hängen, dieser String wird aufgelöst und die vorhandene Verstringung auf 2x17 geändert.








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Die Module:


Modul-Typ NeMo 60P265 (5BB) 2.0

Hersteller Heckert Solar AG

Nennleistung 265 Watt

Modulwirkungsgrad 15.77 %

Spannung im MPP 31.23 Volt

Strom im MPP 8.49 Ampere

PV Anlage(n): 2x 9,9kWp und ein Energievernichter mit 7,6kWh von BYD

Kommentare 3

  • Da die Verstrinung mit 1x24 sowieso nicht zulässig ist (im Winter bei unter -9 Grad steigt die Spannung auf über 1000Volt DC an) wird demnächst wieder umverstringt.


    ich wuerds auf den realen wert ankommen lassen. du hast ja bestimmt mehrjaehrige messwerte der maximalen stringspannung bei 12 modulen, oder?

    wenn dieser wert x2 nicht annaehernd an 1000V herankommt, dann sollte es kein problem sein...

    • Nein, denn das Problem ist die Leerlaufspannung, sobald der Wechselrichter Leistung "abruft" sinkt die Spannung weit genug. Da aber weder die Eingangselkos, noch die (?)Transistoren(?) [oder was auch immer da verbaut ist] auf mehr als 1000Volt ausgelegt sind, wäre das keine gute Idee. Der "Mehrertrag" hält sich ja auch in Grenzen (der ist nicht messbar).

      Mit 2x 17 müsste es dann eh besser laufen, auch im Sommer

    • selbstredend die leerlaufspannung! selbige kommt bei mir bei winterlichsten temperaturen nicht annaehernd an die berechnete zahl bei der jeweiligen temperatur heran. ich koennt noch 4 module mehr in den string haengen.