(zu) Langer vs Poly-String 1/2 Jahr im Winter.... oder Nachtrag zum PolyString

Im Beitrag String, String und PolyString habe ich meine SüdWest Seite vorgestellt. Hier sind 2 Strings à 12 Module als PolyString verschaltet.

Also 12 Module in Serie (Spannung erhöht sich) und dann parallel.


Je nach Verschattung ist der PolyString im Nachteil, weil fällt in String 1 ein Modul wegen Verschattung aus, dann regelt der Wechselrichter die Spannung entsprechend herunter und "irgendein" Modul in String 2 fällt mit aus. Wenn also ein Modul zu diesem Zeitpunkt 30Watt liefert, dann fallen 60Watt weg.


:ironie:Um das in der Praxis zu vergleichen muss ich "nur" zwei annähernd gleiche Tage finden und diese mniteinander vergleichen.


Ein Kurve aus 2019 eines nahezu perfekten Tages. Zwischen 09Uhr und 12 Uhr sieht man in der Spannungskurve einiges "gekrisel" dass ist Schatten vom Schornstein, der langsam über die Module wandert. Der Sprung sind 381Volt zu 296 Volt, etwa 86Volt, wenn wir die Daten der Module zu Grunde legen werden hier gerade 2,8-3,0 Module "ausgeblendet". Zur Erinnerung: Schatten auf dem Modul (komplett) bedeutet, keine Leistung bei dem Modul, der Wechselrichter erkennt, dass der String wenig Ertrag bietet und zieht die Spannung des Strings nach unten, bei dem verschattenten Modul werden dann die ByPass Dioden leitend und das Modul wird überbrückt.


Meine Idee war die Verstringung auf 24 zu ändern, der Theorie nach müsste das besser sein, die Spannungslage ist besser, der Wechselrichter kann mehr Module ausblenden, wenn ein Modul verschattet ist fallen nur noch 30Watt weg usw. usw.

Die Theorie hält der Praxis aber nicht stand:



Jetzt werde die Experten einwenden: Die Entrahlungsstärke war bestimmt unterscheidlich und mangels Strahlungsmesser kann ich das nicht mal abstreiten. Aber der Wechselrichter hat ja noch den Strang B, dort habe ich nichts geändert und siehe da:

Am Referenztag war sogar etwas weniger Leistung "unterwegs". Auf der rechten Seite des Diagramms sieht man, dass auch nachmittags die Einstrahlung nicht so hoch gewesen war.


Abends liefert die Anlage durch die Umverstringung etwas länger ein paar Watt mehr (im Bereich der Messungenauigkeit).


Zwischenfazit:

Der Wechselrichter macht durch die Umverstringung nicht mehr so viel Krach, wenn Sptizenleistung anliegt. Eigentlich hört man fast nix.


Fazit:

Das Schattenmangement des SMA scheint wirklich sehr gut zu funktionieren.

Außerdem hatten wir einen wirklich sehr milden Winter, die Spannung des 24er Strings ist nie über 820Volt hinaus gekommen. Ich weiß dass es in 2019 einige sehr kalte Nächte/Tage gab und ich habe einen Screenshot meines Auto-Thermoters aus 2018 - da steht im März eine -15.

Bei -15Grad hätte der 24er String über 1000Volt in der Leerlaufspannung, das wäre dann zu viel für den SMA.


Um endlich den Hauptnachteil der PV Anlage und den eigentlichen Showstopper zu beseitigen werde ich demnächst zehn Module von NO auf SW verlegen, mehr Platz ist im Moment nicht. Dann haben die Polystrings 17 Module und die Vergleichbarkeit wird endgültig dahin sein.

Der Nordosten wird aber nicht aufgegeben, die Module werden dort :ironie:"nur" dahin gelegt wo "gelegentlich" auch mal die Sonne scheint.

PV Anlage(n): 2x 9,9kWp und ein Energievernichter mit 7,6kWh von BYD

Kommentare 1

  • ich habe gelernt: zwei parallel aufgeschaltete strings bezeichnest Du als Polystring. Aha. An welchem Wechselrichter sind die denn parallel an einem Eingang angeschlossen?


    "Bei -15 Grad hätte der 24er String über 1000Volt" Aber Du hast doch gar keinen 24er string in Betrieb. Hätte, wäre, wenn passt für mich nicht in einen Beitrag in der Abteilung Wissen sondern gehört eher in den Bereich: "Meine Anlage" oder "Ertragsprobleme"...


    Die beiden 12er strings würden besser eigenständig an einem kleinen WR mit zwei MPPT laufen. Zum Beispiel ein Sunny Tripower 5.0, 2 x MPPT und Spannung pro string maximal 850V wintersicher.

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