Erfahrungen Solarstromspeicher und PV-Akkus

Stromspeicher sind meist defizitär. Aus dem Akku kostet eine kWh Strom ca. 40 - 50 Cent (Stand Mitte 2019). Hochwertiger Ökostrom inkl. Förderbeitrag aus dem Netz für ca. 28 Cent je kWh ist wesentlich günstiger.


"das war eine meiner dümmsten entscheidungen mir speicher anzuschaffen [...] allein für die anschaffungskosten hätte ich lässig zehn jahre lang entspannt strom vom netz beziehen können... plus die einspeiseverluste durch aufladen und erhaltungsladen des speichers... speicher kostet einfach noch viel zuviel [...] buche das einfach für mich unter lehrgeld ab weil ich zuwenig auf dieses forum gehört hatte damals... :x" (Zitat  hutschiwutschi )


Nur wenige Systeme/Kombinationen können das Haus vom Stromnetz trennen (Inselbetrieb). Viele Systeme sind bei Stromausfall nutzlos!


Spaßfaktor?

Sachliche Speicher-Darlegungen

Erfahrungsbericht nach einem Jahr Akku

Warum Speicher NICHT unabhängig macht

  • Neuling - PV-Anlage mit Verschattung durch Edelstahlkamin
  • Notstrom in der Praxis: Erfahrungsbericht E3/DC bei Stromausfall
  • Widerlegung des Arguments der Selbstversorgung ("eigenen Strom verbrauchen")
    Eigener Strom kann ins Netz gehen während zur selben Zeit Netzstrom bezogen wird(!)
    Speichersysteme für den Privatbereich sind (zurecht) meist einphasig gebaut/angeschlossen. Die meisten Haushalte sind dreiphasig angeschlossen.
    Bei Verbrauch auf Leiter 3 wird dein gespeicherter PV-Strom (auf L2, da der Speicher dort angeschlossen ist) INS NETZ geschickt um den Bezug bilanziell auszugleichen (saldierende Messeinrichtung).
    Nur Verbrauch auf L2 ist eigener Strom - solange die begrenzte Spitzenleistung, die oft mit einem reduzierten Wirkungsgrad einhergeht, nicht überschritten wird.
    Nicht schlimm, technisch in Ordnung.
  • Abhängigkeit von einem Haufen Technik
    SoC, Tiefenentladung, Mindestspannung, Akkupflege, SoH, Laderegler, (bei Blei-Akkus Säure, Füllstand, Belüftung), Wirkungsgrad, Software-Updates sind ein paar wenige, beliebige Themen, die im Speicherbereich auftreten. Ist das deine Leidenschaft?
    Was nicht da ist kann nicht kaputt gehen.
  • "Es muß einem nur klar sein, daß man mit einem Speicher im häuslichen Bereich nichts an Geld sparen kann.
    Darum erachte ich ausnahmslos jeden Kollegen, der einem Kunden ein Speichersystem mit dem Argument andreht, er würde dadurch sparen, als unseriös." (Zitat Andre78 )
  • "Danke! Ohne euch hätte ich längst einen Speicher bestellt und wahrscheinlich viel zu teure Module..." (Zitat  leopatrus )
  • "Danke für Eure Meinung zum Speicher - er ist damit vom Tisch." (Zitat Gastein )

"Förder"programme NEIN! WARNUNG!

Bundesländer fördern die *Vernichtung* von Strom: Anlagen müssen auf 50% bzw. 60% der installierten Leistung abgeregelt (gedrosselt!) werden. Das ist als müsstest du ungefähr ein Drittel bis ein Viertel aller Module im Keller montieren.

Vermeintlich hohe Zuschüsse werden aus unser aller Steuergeldern finanziert, halten aber keiner neutralen Berechnung stand. Förderprogramme nutzen falsch Beratene (meines Erachtens Betrogene).


"Man wird durch das Gefasel der ganzen Vertrags-Berater so weich gespült in der Birne, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. o.O" (Zitat  j.foe )

"Danke nochmals ausdrücklich Pflanze, du hast mir die Augen geöffnet." (Zitat sun-power-plant )

"Danke 'Pflanze' ich bin geheilt worden. Der Speicher wird wegfallen. :D" (Zitat  KarinaS )


Speicher und Wärmepumpe

"Mit einer Wärmepumpe bleibt von Oktober bis März nur selten etwas zum Speichern über und den Rest der Zeit sind die Nächte zu kurz. Das Brauchwasser kann die Wärmepumpe in der Zeit optimal zur Mittagszeit bereiten". (Zitat  mdonau )
Tagsüber etwas mehr heizen, nachts weniger. Wenige °C Unterschied sind durch die Trägheit des Hauses kaum wahrnehmbar, führen aber zu weniger Netzbezug.

KfW40+

Bei diesem Programm gibt es einen Zuschuss in Höhe von derzeit 5.000 EUR brutto. Dafür wird eine geringe installierte Leistung und eine Mindestgröße für den Akku vorgegeben.


Die wenigen von der KfW vorgegebenen kWp sind auf 60%, der darüber hinausgehende Teil der PV-Anlage ist auf 70% (bzw. 100% bei RSE) abzuregeln. Hieraus ergibt sich in der Praxis ein gewichteter Wert von häufig ca. 67-68%, je nach Anlagengröße.


Der Akku sollte so klein wie nötig gewählt werden da zusätzliche Speicherkapazität meist defizitär ist.


Solange es um 40-50 Cent kostet, eine kWh ein- und wieder auszuspeichern, brauchen wir nicht weiter darüber zu diskutieren, wie Stromspeicher zu einer Strompreissenkung beitragen.


Und im Unterschied zu Speichern ist das Stromnetz bereits vorhanden, während für Lithium-basierte chemische Speicher Unmengen Ressourcen verschleudert und Umweltschäden in Kauf genommen werden. Solange die Alternativen verfügbar sind - einspeisen und durch andere verbrauchen lassen sowie P2X und ähnliche, die zwar einen noch schlechteren Wirkungsgrad haben als Batterien, dafür aber nahezu unbegrenzte Speicherkapazität, können wir das Argument "Speicher tragen zum Umweltschutz bei" auch ganz schnell wieder vergessen.

In vielen "Berechnungen" zur Wirtschaftlichkeit von PV-Akku-Systemen (Schönrechnungen) fehlen "die Speicher-Degradation, die dafür sorgt, dass dein idealisierter jährlicher Vorteil in Wirklichkeit von Jahr zu Jahr schmilzt. Es fehlen die durch erhöhten Eigenverbrauch ebenfalls erhöhten Steuern. Die Speicherverluste verschlechtern das Ergebnis weiter" (Zitat  Bastel ).


Speicher sind Nebelkerzen - der verlinkte Beitrag und die meisten der ca. 5-6 folgenden Beiträge sind lesenswert.