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    Viele stellen sich bei der Planung einer Photovoltaikanlage die Frage, ob sie die Anlage mit einem Batteriespeicher versehen sollen oder nicht. Wie so oft im Leben kann man diese Frage nicht so einfach mit ja oder nein beantworten. Die Erwartungen an eine solche Anlage und die Vorstellungen, was man damit bezwecken will, sind so verschieden wie die Menschen selbst. Um die richtige Entscheidung zu treffen, ist es wichtig, im Vorfeld alle Informationen, die eine solche Entscheidung beeinflussen zusammenzutragen. Einige Aspekte, die häufig bei der Entscheidung für oder gegen einen Batteriespeicher eine Rolle spielen, habe ich an dieser Stelle mal etwas näher betrachtet.


    Ökonomische Aspekte

    Ich bin davon überzeugt, dass sich bis heute kein einziges Batteriespeichersystem wirtschaftlich gerechnet hat und dass auch in den nächsten 10 bis 20 Jahren Batteriespeichersysteme wirtschaftlich ein Verlustgeschäft bleiben werden. Die Anschaffungskosten sind viel zu hoch gegenüber dem, was man

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    Hi,

    am 23.07.2019 kam ich aus dem Urlaub zurück und fand in der aufgelaufenen Post ein Schreiben meines EVU, ich möge doch bitte den Stromzähler im Keller zwecks Jahresabrechnung ablesen und das Ableseergebnis online im Portal eintragen.


    Habe ich gemacht und mich erschreckt. 3.985 kWh Verbrauch. Huch - 600 kWh mehr als letztes Jahr. Dabei habe ich kein einziges neues Elektrogerät gekauft, meine inzwischen erwachsene Tochter ist letzten Herbst ausgezogen und eigentlich hätte sich dadurch unser Verbrauch doch reduzieren müssen.

    Verflixt, wo kommt der erhöhte Stromverbrauch her?


    Ich habe mir dann für ein paar Euro ein Energiemeßgerät im Baumarkt um die Ecke geholt, und bei allen Elektrogeräten, die per Stecker in der Steckdose angeschlossen sind, gemessen. Die Geräte hatten alle einen Verbrauch, wie in der Bedienungsanleitung angegeben. Dabei ist mir aufgefallen, daß der Getränkekühler nur mit 5 Flaschen Bier befüllt war, aber die ganze Woche auf "Vollast" mit 5°C durchlief,

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    Bei den deutschen Verteilnetzbetreibern (VNBs) gibt es keine einheitliche Umsetzung der vereinfachten Anmeldung für "Steckerfertige Erzeugungsanlagen", auch "Balkonanlagen" oder "Plug-In PV" genannt. Aufgrund der unhandlichen offiziellen Bezeichnung wird nachfolgend der Begriff "Kleinanlagen" verwendet. Manche VNBs bieten (bislang) gar kein vereinfachtes Verfahren an. Ich möchte hier mit eurer Hilfe alle Erfahrungen mit den VNBs zusammentragen. Wer etwas beitragen möchte kann mir gerne eine Nachricht senden mit Infos oder einfach nur einem passenden Link.


    Allgemeine Infos zu Anlagen mit vereinfachter Anmeldung.


    Infos vom VDE


    Allgäuer Überlandwerk GmbH (AÜW) und AllgäuNetz GmbH (Stand 08/2019)
    Ein Erfahrungsbericht aus dem Forum.
    Der VNB bietet ein eigenes Formular für Kleinanlagen auf seiner Infoseite an.
    Der VNB stellt eigene Anforderungen für eine vereinfachte Anmeldung. Diese gelten vermutlich nicht zusätzlich, sondern anstatt der Anforderungen der Norm.:thumbdown:
    Das AÜW begrenzt die

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    Der Wechselrichter ist das Herz der Anlage, egal, ob diese netzgekoppelt, eine Inselanlage ist oder "nur" 12-Volt-Akkus geladen werden sollen.


    Ein einzelnes PV-Modul liefert je nach Sonneneinstrahlung, Temperatur und Aufstellungswinkel eine Spannung und einen Strom. Die Spannung die Du an einem(!) Modul messen kannst, kann durchaus schon 40 Volt betragen. Wenn das Modul mit Verbrauch belastet wird sinkt diese Spannung.


    Als Beispiel hier die STC-Daten eines China-Moduls (JA! Solar JAM60S09-310/PR):

    Nennleistung: 310 Watt

    Leerlaufspannung: 40.3 Volt

    Spannung bei max. Leistung: 32.60 Volt


    NOCT-Daten:

    229 Watt

    Leerlaufspannung: 37.95 Volt

    Spannung bei max. Leistung: 30.67 Volt


    Die NOCT-Daten entsprechen hier einer etwas schwächeren Strahlung, aber viel wichtiger ist die Temperatur der Zelle. Bei STC liegt diese bei 25 Grad Celsius, bei NOCT bei ca. 45 Grad - deshalb nimmt die Spannung so stark ab.


    Der Wechselrichter hat mehrere Aufgaben: Zum einen versucht er dem Modul die maximal

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    Zum Datum einer Inbetriebnahme (IBN) hat sich die Clearingstelle in der Vergangenheit mehrfach eindeutig geäußert.


    Nachfolgende Quellenangaben/Links und Zitate - unkommentiert, da für sich selber sprechend:


    https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/node/2803

    Ist für die Inbetriebnahme im Sinne des EEG der Netzanschluss, das Setzen der Messeinrichtungen oder der Einbau von Einrichtungen zum Einspeisemanagement erforderlich?


    https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/votv/2014/29

    Leitsätze der Clearingstelle EEG: § 3 Nr. 5 EEG 2012 in der seit dem 1. April 2012 geltenden Fassung erfordert für eine rechtswirksame Inbetriebnahme weder den Netzanschluss noch das Setzen der notwendigen Messeinrichtungen.


    https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/beitrag/672

    Es ist nach dem EEG grundsätzlich zu unterscheiden zwischen dem Zeitpunkt, ab dem der Förderanspruch besteht, und dem Zeitpunkt, der für die Bestimmung des Fördersatzes (also der Vergütungshöhe nach Abzug der Degression) maßgeblich ist:

    I.

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    Zusammenfassung


    Gemäß EEG muss bei der Einspeisung eine der folgenden Varianten vom Betreiber umgesetzt werden (man darf auch zwischen den Varianten wechseln):


    Variante 1: "70%-Regelung": Die Einspeise-Leistung (nicht Energiemenge!) wird auf 70% der PV-Nennleistung begrenzt.

    Beispiel: Die PV-Module haben eine Nennleistung von 5 kWp, also darf der WR nur maximal 5 kW * 0,7 = 3,5 kW in das Stromnetz einspeisen.

    Da PV-Anlagen nur an wenigen Stunden im Jahr ihre Nennleistung erreichen, entstehen durch die 70%-Abregelung nur geringe Verluste von maximal 2-5% des Jahresertrages (Detailbetrachtungen siehe unten).

    Nicht verwechseln: Die maximale Leistung (5 kW) wird auf 70% begrenzt (3,5 kW). Aber der Jahresertrag (5000 kWh) sinkt dadurch nur um wenige Prozent (auf z.B. 4800 kWh).


    Variante 1.a: "70% hart": Die Begrenzung auf 3,5 kW ist fest im WR eingestellt (egal, wie hoch der Eigenverbrauch im Haushalt gerade ist). Es genügt ein kleiner, günstigerer WR, da er niemals mehr als 3,5 kW

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    Best of Photovoltaik:

    Die Kunst ist, dich so über den Tisch zu ziehen, daß du die Reibungshitze als Nestwärme empfindest. 8)


    so lange die (heim-)Speicher in der Dunkelflaute leer sind, bleiben sie Spielzeug für Zeiten, wo eh "genug" Strom da ist.


    bidirektionale BEV als Regelleistung, Pumpspeicher kurzfristig und PtG zum rückverstromen als langfristiger Speicher

    sind da eine andere Hausnummer.

    Dazu noch regelbare Lasten, insbesondere Industrie und Wärmesektor werden das Bedienen können.



    Nur innerhalb der deutschen Grenzen zu denken, ist ökologisch und wirtschaftlich Kleinstaaterei. Nur bis zum eigenen Netzanschlusspunkt zu denken, ist Kleinstaaterei auf die Spitze getrieben.


    Ja das kommt

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    Wolken-Gemeinschafts-Speicher sind gut gemachtes Marketing für ein meist teuren Stromvertrag mit Volumentarif OHNE Mehrwert. Sieht günstig aus, ist es aber nicht. Die Bezeichnung "Flatrate" ist irreführend. Ich lasse die Finger davon.


    "Eine Cloud-Lösung ist im Grundsatz nichts anderes als ein Tarifmodell für einen Stromliefervertrag. Da wird Einspeisung, Speicherung, Bezug, Flatrate, Grundgebühr und Vergütung miteinader verquirlt, bis am Schluss jede Transparenz weg ist."
    Das Einzige was bei PV "Erträge erzielt ... ist der PV-Generator mit dem notwendigen WR. Alles andere sind Zecken, die von diesem Ertrag saugen und ihren Anteil daran haben möchten. Dafür gibt man vernünftigerweise nicht auch noch viel Geld aus." (Zitat 1 und 2  Monsmusik )


    "ich kann mich nicht erinnern, dass ich irgendwo die Aussage gelesen hätte, dass es eine Kombination mi[t] Speicher oder Cloud gäbe, die an die Wirtschaftlichkeit reiner PV-Anlage ran kommt." (Zitat @Ausmww)

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    Stromspeicher sind meist defizitär. Aus dem Akku kostet eine kWh Strom ca. 40 - 50 Cent (Stand Mitte 2019). Hochwertiger Ökostrom inkl. Förderbeitrag aus dem Netz für ca. 28 Cent je kWh ist wesentlich günstiger.


    "das war eine meiner dümmsten entscheidungen mir speicher anzuschaffen [...] allein für die anschaffungskosten hätte ich lässig zehn jahre lang entspannt strom vom netz beziehen können... plus die einspeiseverluste durch aufladen und erhaltungsladen des speichers... speicher kostet einfach noch viel zuviel [...] buche das einfach für mich unter lehrgeld ab weil ich zuwenig auf dieses forum gehört hatte damals... :x" (Zitat  hutschiwutschi )


    Nur wenige Systeme/Kombinationen können das Haus vom Stromnetz trennen (Inselbetrieb). Viele Systeme sind bei Stromausfall nutzlos!


    Spaßfaktor?

    Sachliche Speicher-Darlegungen

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