PV-Forum Initiative von Betreibern zur 50,2 Hz Problematik

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PV-Forum Initiative von Betreibern zur 50,2 Hz Problematik

Beitragvon Elektron » 23.11.2011, 09:16

PV-Forum unterstützt Initiative von PV-Anlagenbetreibern zur 50,2 Hz Problematik

Die Bundesministerien BMWi und BMU arbeiten aufgrund des sog. 50,2 Hz-Problems (Selbsttätige Schaltstelle nach VDE V 0126-1-1:2006-02) an einer Verordnung zur Umrüstung von ca. 315.000 PV-Bestandsanlagen. Neben der Umlage der Nachrüstkosten auf die Netzentgelte oder über das EEG steht auch zur Diskussion, dass PV-Anlagenbetreiber die Kosten selbst tragen sollen.

Der Kostenaufwand beläuft sich laut der sog. 50,2 Hz-Studie (ecofys zusammen mit dem IFK der Uni Stuttgart) zwischen ca. 110-220 € (nur Änderung der WR-Software) bis etwa dem Doppelten bei Austausch von Teilen der Steuerungselektronik. Diese Kosten dürfen nicht den Anlagenbetreibern aufgebürdet werden!

Anlagenbetreiber folgten beim Netzanschluss von PV-Anlagen den damals gängigen VDE-Normen sowie den Richtlinien der Netzbetreiber (VDEW-Richtlinie, TAB...) und können deshalb nicht im Nachhinein dafür zur Kasse gebeten werden. Bei den neuen Anforderungen an den Netzanschluss, auch von kleinen PV-Anlagen mit ein paar Kilowatt, handelt es sich zunehmend um Netzdienstleistungen. Die Kosten könnten entweder über das EEG oder das EnWG übernommen werden. Das PV-Forum präferiert hierbei die Umlage über das EnWG auf Netznutzungsentgelte.
Im Sinne einer reibungslosen Abwicklung ist zudem zu berücksichtigen, dass die PV-Anlagenbetreiber bei alleiniger Kostenübernahme wenig Anreiz hätten, die Umrüstung zügig durchzuführen. Es ist in diesem Fall zu befürchten, dass ein "Bummelstreik" die Entschärfung der 50,2-Hz-Zeitbombe deutlich verlangsamt.

In diesem Zusammenhang wurden entsprechende Musteranschreiben entworfen.
Anlagenbetreiber können sich diese Vorlage herunterladen unter

Musteranschreiben in Word (doc) Format zum Download bilder/50Komma2Hertz_WORD.zip

Musteranschreiben in OpenOffice (odt) Format zum Download bilder/50Komma2Hertz_OOffice.zip

Versendet werden sollten die Briefe an das BMWi, BMU, die BNetzA sowie an die zuständigen Bundestagsabgeordneten aus den jeweiligen Wahlkreisen
(Erststimme) bzw. dem Bundesland (Zweitstimme). Die Schreiben sollten als Brief ausgedruckt, unterschrieben und abgeschickt werden, da ihnen auf diese Weise erfahrungsgemäß mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird als per Email.

Die Kontaktdaten der MdBs unter:
http://www.bundestag.de/bundestag/abgeo ... /index.jsp bzw.
http://www.abgeordnetenwatch.de/abgeordnete-337-0.html

Diskussion im Forum unter
eeg-einspeisevertraege-f32/musterschreiben-50-2-hz-kosten-nachruestaktion-t71719.html

Gruß Jürgen Haar
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