SolarEdge zu klein dimensioniert

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SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon Flash-D » 05.07.2018, 23:37

Hallo Zusammen, ich möchte Euch was Fragen,
da ich totale Bauchschmerzen haben und nicht weiß warum.

Eine kleine Anlage (für den Schuppen) 8 Module (keine Erweiterung möglich und nötig), möchte einfach testen
und mit der Materie befassen.

8x Q-Cells Q Peek Duo-G5 320 W = 2,56KW Leerlaufspannung = 320V Strom 9,6A laut Datenblatt
Jedes Modul soll einen Leistungsoptimierer von SolarEdge bekommen
8x P404 Eingangsleistung 405W Voc=80V ISC=10,1 A

Ab hier fangen jetzt die Bauchschmerzen an 
Mir wurde empfohlen eine SolarEdge SE2200H zu nehmen. Maximaler Eingangsstrom 6,5A

Ich finde der ist viel zu klein, Leistungsbedingt und Strom mässig. Es müsste schon der
SE3000H mit 9A
SE3500H mit 10A
oder
SE3560 mit 10,5A
sein.

Auch wenn sicherlich der Maximale Ausgangstrom nicht erreicht wird, hätte ich gesagt, ich brauche
einen der letzten beiden Wechselrichter, oder vergleiche ich die falschen Zahlen?
Ich denke auch nicht das die Wirkungsgradverluste (so wie früher) größer sind, durch die Überdimensionierung des Wechselrichters zur Nennleistung (Optimierter Lauf des Wechselrichters, Kennlinie) oder bin ich da komplett auf dem Holzweg. Gibt es da Erfahrungswerte ?

Erst wollte ich gerne ein 3 phasen Wechselrichter SE4k haben, aber im Forum wird ja erklärt, was man über den saldierende Zähler wissen sollte. Also bleibe ich bei dem Einphasigen und muss diesen Zweiwegezähler installieren lassen. (der automatisch salidierend ist?)
Besonderheit: Habe zurzeit noch einen Wärmepumpenzähler und Normalstromzähler.

Vielen Dank im voraus :danke:
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon qualiman » 05.07.2018, 23:57

Willkommen hier im Forum!

Bitte noch dazu Dachneigung und Himmelsausrichtung hier angeben.

Der P404 ist sowieso falsch, weil er nur max. 6 Module im String erlaubt. Der P350 wäre hier der richtige Leistungsoptimierer, wobei dies ein alter Typ ist. Neuer Typ wäre P370.

Wie Du schreibst, müßte es im ersten Ansatz der SE3560 wegen dem max. Modulausgangsstrom von 10,23A bei -10 °C sein. Da ich keine Datenblatt zum SE3560 fand, kann ich dies nich abschließend bewerten.

Nachfrage: Du willst unbedingt einen WR von SE wegen Schatten?
WSW Dach 70°: Gauben 20x HIT-N240SE10 DN 25°, String auf A1+A2 STP8000TL-10; First 10x HIT-N240SE10 DN 45° auf SB3000TL-21
ONO Dach -110°: First 10 x HIT-N240SE10 DN 45° teilverschattete Strings auf B STP8000TL-10
Solar-Log 300, 70% Begrenzung fest
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon Stenis » 06.07.2018, 08:05

qualiman hat geschrieben:Der P404 ist sowieso falsch, weil er nur max. 6 Module im String erlaubt. Der P350 wäre hier der richtige Leistungsoptimierer, wobei dies ein alter Typ ist. Neuer Typ wäre P370.

Problem ist mit 8 Modulen auf 350V Stringspannung zu kommen.
Mit den P370 benötigt man Minimum 8 Module und hat keine Reserven.
Da der P404 eine Ausgangsspannung von 85V hat, benötigt man da nur 6 (als Minimum, nicht als Maximum!) und könnte auch bis zu 25 anschließen.

qualiman hat geschrieben:Wie Du schreibst, müßte es im ersten Ansatz der SE3560 wegen dem max. Modulausgangsstrom von 10,23A bei -10 °C sein. Da ich keine Datenblatt zum SE3560 fand, kann ich dies nich abschließend bewerten.


Ist ja auch ein SE3680H. Leistungsmäßig ist der SE SE2200H völlig ausreichen. 8 x 320 Wp => 2560 Wp und davon 70% wären 1792 Wp - passt also. Man könnte auch den nächst höheren nehmen, also den SE3000H um dann ggf. die 70% weich zu machen, vom Wirkungsgrad ist das egal.

Die Irritation mit den Strömen kommt wohl daher, daß der Eingangsstrom vom WR und die Ströme aus den Modulen nicht viel mit einander zu tun haben. Die Stringspannung bleibt konstant bei 350V, bei 2200W fließen ergo 6,28 Ampere, während am Modul auch höhere Ströme auftreten können. Die Spannung wird ggf. hochtransformiert, der Strom geht entsprechend runter.

Dreiphasig ist bei der geringen Modulanzahl nicht möglich, da dreiphasige SE-WR's eine Spannung von 750V erreichen müssen. Die Zähler sind im übrigen sowieso saldierend, insofern ist das egal.

Du kannst das also so machen wie ursprünglich vorgeschlagen, alles gut.
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon smoker59 » 06.07.2018, 08:10

qualiman hat geschrieben:Der P404 ist sowieso falsch, weil er nur max. 6 Module im String erlaubt.

Laut Datenblatt bis zu 25 Optimierer/Module, 6 Module sind die minimale Stringlänge bei P404.

8 Module sind die minimale Stringlänge mit P350/370 und einphasigem SE-Wechselrichter. :idea:
https://www.solaredge.com/sites/default ... eet-de.pdf

Bei nur 8 Modulen hat man mit SE also keinerlei Schattentoleranz, mit P404 auch nur 2 Module/Optimierer. :!:

Ich würde bei 2,56 kWp und einem solch kurzen String einen SMA SB 2.5 einsetzen, der wäre für die 70% Regelung sogar noch massig zu groß. Mit einer min. PV-Spannung von 50 Volt ist der aber deutlich besser geeignet wenn Schatten ein Thema ist.
mit freundlichem Gruß
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon Flash-D » 06.07.2018, 08:52

qualiman hat geschrieben:Der P404 ist sowieso falsch, weil er nur max. 6 Module im String erlaubt. Der P350 wäre hier der richtige Leistungsoptimierer, wobei dies ein alter Typ ist. Neuer Typ wäre P370.

smoker59 hat geschrieben:Laut Datenblatt bis zu 25 Optimierer/Module, 6 Module sind die minimale Stringlänge bei P404.

8 Module sind die minimale Stringlänge mit P350/370 und einphasigem SE-Wechselrichter. :idea:
https://www.solaredge.com/sites/default ... eet-de.pdf


oha. das mit der Minimalen Stranglänge ist mir untergegangen und verstehe ich nicht - nur bedingt.
Ich wollte für jedes Modul einen eigenen Leistungsoptimierer 1Modul = 1 P404 (weil teilweise verschattung drauf ist)
8 Module = 8x P404 Stringlänge insgesamt 8 Module (das bedeutet mindestens 6 und max 25 -
wären die Anforderungen erfüllt ? )

Würde das aber bedeutet, wenn 3 Module beschattet werde, laufen die Optimierer nicht mehr, da der String kleiner 6 ist?
Eignetlich ist es doch die Aufgabe vom Leistungsoptimierer entsprechend zu arbeiten....

Flash-D hat geschrieben:Nachfrage: Du willst unbedingt einen WR von SE wegen Schatten?

Japp, leider kommt ein Schatten auf 2 Module für 0,5-1h deshalb auch die P404, damit die Leistung nicht direkt
in den Keller gehen.


Stenis hat geschrieben:Ist ja auch ein SE3680H. Leistungsmäßig ist der SE SE2200H völlig ausreichen. 8 x 320 Wp => 2560 Wp und davon 70% wären 1792 Wp - passt also. Man könnte auch den nächst höheren nehmen, also den SE3000H um dann ggf. die 70% weich zu machen, vom Wirkungsgrad ist das egal.


Ich dachte ich wäre aus der 70% Nummer raus: Da ja mein Eigenverbrauch abgezogen wird, ich von der Höhe des Wechselrichters ausgehe 3500*0,7 = 2450WP , nächster Denkfehler von mir ?
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon Flash-D » 06.07.2018, 08:57

qualiman hat geschrieben:Bitte noch dazu Dachneigung und Himmelsausrichtung hier angeben.


Sorry ganz vergessen...

Himmelsrichtung südlich S10
Dachneigung ca 15°
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon Stenis » 06.07.2018, 09:01

Flash-D hat geschrieben:Würde das aber bedeutet, wenn 3 Module beschattet werde, laufen die Optimierer nicht mehr, da der String kleiner 6 ist?
Eignetlich ist es doch die Aufgabe vom Leistungsoptimierer entsprechend zu arbeiten....

Tun sie doch, zaubern können die aber auch nicht...

Flash-D hat geschrieben:Ich dachte ich wäre aus der 70% Nummer raus: Da ja mein Eigenverbrauch abgezogen wird, ich von der Höhe des Wechselrichters ausgehe 3500*0,7 = 2450WP , nächster Denkfehler von mir ?

ja, nicht die Leistung des WR's ist entscheidend sondern die der Module.
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon Stenis » 06.07.2018, 09:06

Flash-D hat geschrieben:Würde das aber bedeutet, wenn 3 Module beschattet werde, laufen die Optimierer nicht mehr, da der String kleiner 6 ist?
Eignetlich ist es doch die Aufgabe vom Leistungsoptimierer entsprechend zu arbeiten....

Es kommt darauf an. Bei harten Schatten, d.h. drei Module wären wirklich flächig dicht, ist natürlich kein Fleisch mehr am Knochen..Im Regelfall wird das aber so nicht auftreten.
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon eba » 06.07.2018, 09:29

Eine preiswerte Alternative könnte auch der neue SolarEdge SE2000M mit dem SE2640M sein.
An diesem lassen ich bis zu 8 Module mit max. 2700W Eingangsleistung anschließen.
Das gesamte Paket kostet weniger als ein SE2200H alleine.
Die max. 2000W Ausgangsleistung ist völlig ausreichend.

https://www.solaredge.com/de/products/pv-inverter/single-phase-inverter-with-compact-technology#/
https://www.solaredge.com/sites/default/files/se_compact_residential_solution_ds_de.pdf
Tesla P85+ seit 8/13 >365.000km gefahren. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon smoker59 » 06.07.2018, 10:29

Flash-D hat geschrieben:Eignetlich ist es doch die Aufgabe vom Leistungsoptimierer entsprechend zu arbeiten....

Das tun sie auch wenn die Herstellervorgaben eingehalten werden. Bei weniger als 8 bzw. 6 Modulen (je nach verwendetem Optimierer) ist das aber nicht mehr der Fall.

Stenis hat geschrieben:
Flash-D hat geschrieben:Würde das aber bedeutet, wenn 3 Module beschattet werde, laufen die Optimierer nicht mehr, da der String kleiner 6 ist?
Eignetlich ist es doch die Aufgabe vom Leistungsoptimierer entsprechend zu arbeiten....

Es kommt darauf an. Bei harten Schatten, d.h. drei Module wären wirklich flächig dicht, ist natürlich kein Fleisch mehr am Knochen..Im Regelfall wird das aber so nicht auftreten.

Beim SB 2.5 reichen 3 unverschattete Module damit der noch läuft, es dürfen also bis zu 5 von 8 vollständig verschattet sein. Genau deshalb hatte ich den vorgeschlagen. :wink:
mit freundlichem Gruß
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