SolarEdge zu klein dimensioniert

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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon smoker59 » 11.07.2018, 21:18

Flash-D hat geschrieben:Ich bin bei der SE3000H (wegen Leistung/ Effektivität, auch wenn DC Leistung 3,4KW beim SE2200H ausreichend wäre)

Das widerspricht sich aber irgendwie :?

Denn egal wie du es drehst, bei 3 verschatteten Modulen in einem 8er String steigt der SE3000H auch mit den P404 wegen zu geringer Spannung aus während der SB 2.5 noch lange nicht "schlafen geht".
Und selbst bei "nur" 2 verschatteten Modulen läuft das SE-System dann auf der letzten Rille was den Wirkungsgrad angeht während der SB 2.5 noch "voll im grünen Wirkungsgradbereich" ist.

Da braucht man nicht lange rechnen was nun "effektiver" wäre.

Rein rechnerisch würde die Spannung von 5 Modulen bei SE noch ausreichen aber ich denke der Hersteller hat sich was dabei gedacht als er ins Datenblatt geschrieben hat, daß 6 Module im String das absolute Minimum sind. :idea:

Wie das mit SE Compact aussieht kann ich mangels Erfahrung mit dem Gerät nicht sagen aber dafür haben wir ja @eba :wink:
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon eba » 11.07.2018, 22:04

Ich gehe davon aus, das zumindest ein Modul angeschlossen sein muss. (Klar, ganz ohne Module gehts nicht)
Die Eingangspannung des SE-compact Wechselrichter reicht von 75V-480V
Gehe daher davon aus, dass nicht mit einer Festspannung wie bei den anderen SE-WR gearbeitet wird
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon passra » 11.07.2018, 22:09

Wo steht den eigentlich, dass der SE bei 3 verschatteten Modulen "schlafen geht"? Es müssen zwar 6 Module angeschlossen werden, aber wo liegt den die Mindestspannung des WR, wenn die Nominalspannung von 350V nicht gehalten werden kann??? Und wie weit kann der Strom nach unten gezogen werden?
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon eba » 11.07.2018, 22:25

passra hat geschrieben:Wo steht den eigentlich, dass der SE bei 3 verschatteten Modulen "schlafen geht"? Es müssen zwar 6 Module angeschlossen werden, aber wo liegt den die Mindestspannung des WR, wenn die Nominalspannung von 350V nicht gehalten werden kann??? Und wie weit kann der Strom nach unten gezogen werden?


Wann schaltet ein Optimizer ganz ab? Wenn es so dunkel ist, dass das Modul überhaupt keine Leistung mehr bringt, also in der Nacht.
Selbst in der Verschattung produziert das Modul Strom durch diffuse Einstrahlung. Die Vorstellung vom kompletten Abschaltung kommt doch nur vom String-WR. Es müssen von den Optimizern die Stringspannung von 370V (1-ph) erreicht werden.
Auch wenn vom Modul nur 1 Watt kommt reicht das aus den Optimizer zu aktivieren, der macht seine 60V bzw. 85V mit 0,02A.

Dass es mind. 6 Optimizer bei 85V sein müssen, liegt einfach daran, dass genug Masse vorhanden sein muss, damit die Optimizer ihre Arbeit tun können, nämlich optimieren. Dazu muss die Optimierer-Spannung auch schwanken können um sich den unterschiedlichen Leistungen der einzelnen Module anpassen zu können.
Auch wenn alle 8 Module verschattet sind, produziert der String noch Leistung, ist halt auf ein erheblich niedrigeres Niveau und das einzelne Modul das womöglich noch voll besonnt ist wird u.U. seine volle Leistung nicht mehr los.
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon passra » 11.07.2018, 22:41

Ist aber ein Modul noch besonnt, so müssten doch die anderen ihren Strom nach oben ziehen, damit der Stringstrom gesamt möglichst hoch wird. Damit geht dann ja die Spannung der "schwachen" Optimierer nach unten. Wie weit aber geht das nach unten, bis der WR aussteigt? Wo liegt die Mindestspannung?
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon Flash-D » 11.07.2018, 23:07

passra hat geschrieben:Ist aber ein Modul noch besonnt, so müssten doch die anderen ihren Strom nach oben ziehen, damit der Stringstrom gesamt möglichst hoch wird. Damit geht dann ja die Spannung der "schwachen" Optimierer nach unten. Wie weit aber geht das nach unten, bis der WR aussteigt? Wo liegt die Mindestspannung?


Bei dem Leistungsoptimierer P404 liegt die MPPT Betriebsbereich 12,5-80 V, sagt aber nichts aus , welche Spannung er raus gibt bzw geben kann, da habe ich nichts gefunden.
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon Flash-D » 11.07.2018, 23:48

smoker59 hat geschrieben:
Flash-D hat geschrieben:Ich bin bei der SE3000H (wegen Leistung/ Effektivität, auch wenn DC Leistung 3,4KW beim SE2200H ausreichend wäre)

Das widerspricht sich aber irgendwie :?


Sorry bessere Formulierung SE3000H arbeitet effektiver (laut Datenblatt) als der SE2200H vom Wirkungsgrad her.

Mal einen kleinen Vergleich in der Tabelle und da kommen wir auch wieder zu meiner Ausgangsfrage, ob der SE2200H ausreichend ist. Ich denke durch den DC Eingangsstrom halt nicht....auch wenn der Wahrscheinlich nicht erreicht wird....

Bild

Leider habe ich die minimale Eingangsspannung vom Wechselrichter SE nicht im Datenblatt gefunden
Dateianhänge
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon smoker59 » 12.07.2018, 00:44

Flash-D hat geschrieben:Sorry bessere Formulierung SE3000H arbeitet effektiver (laut Datenblatt) als der SE2200H vom Wirkungsgrad her.

Aber was nutzt das wenn der Wirkungsgrad bei beiden Geräten derart in den Keller fällt weil beide selbst bei Verschattung von nur 2 Modulen in die Knie gehen :?:
Flash-D hat geschrieben:Mal einen kleinen Vergleich in der Tabelle und da kommen wir auch wieder zu meiner Ausgangsfrage, ob der SE2200H ausreichend ist. Ich denke durch den DC Eingangsstrom halt nicht....auch wenn der Wahrscheinlich nicht erreicht wird....

Wenn es darum geht ob die Leistung ausreicht muss man erstmal schauen wieviel man überhaupt einspeisen darf :idea:
da hilft ein Blick ins EEG §9:
https://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/__9.html
Ein RSE (gem. §9, Absatz (2) , Satz 2a) lohnt bei einer solch kleinen Anlage schon rein finanziell nicht.
Es kommt also lediglich die 70% Regelung infrage. Und da reicht für die "harte" 70% Regelung bei 2,56 kWp nunmal eine Wechselrichterleistung von 1,792 kW aus.

Flash-D hat geschrieben:Leider habe ich die minimale Eingangsspannung vom Wechselrichter SE nicht im Datenblatt gefunden


Du kannst SE-Wechselrichter und Stringwechselrichter nicht so einfach miteinander vergleichen, das sind 2 völlig verschiedene Konzepte.
Schon der Vergleich der Wirkungsgrade ist Nonsens weil der Wirkungsgrad vom SB 2.5 auch der tatsächliche Wechselrichterwirkungsgrad ist, zum Wirkungsgrad des SE-Wechselrichters aber immer der Wirkungsgrad der Optimierer hinzugerechnet werden muss. Und die Optimierer arbeiten bei 8 Modulen auf jeden Fall schon ganz hart an der Grenze des Möglichen, da ist der Spielraum schon sehr weit ausgeschöpft. Weit weg von seiner idealen Eingangsspannung bringt auch kein Optimierer mehr den im Datenblatt angegebenen Wirkungsgrad von 98,8 %.
SE Wechselrichter arbeiten mit einer Festspannung (einphasige SE-WR i.d.R. mit 350 Volt), die angeschlossenen Optimierer müssen quasi "im Verbund" sicherstellen, daß diese Festspannung immer erreicht wird und jeder Optimierer den gleichen Strom liefert (Reihenschaltung).

Bei Stringwechselrichtern gibt es einen Eingangsspannungsbereich in dem der Wechselrichter arbeitet. Beim SB 2.5 wären das 50 Volt bis 600 Volt.
Und für 50 Volt reichen schon 2 Module ohne Schatten, das wurde ja oben schon erwähnt.
mit freundlichem Gruß
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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon eba » 12.07.2018, 06:31

Beim SE muss man doch nur rechnen können. Beim SE2200H müssen es 350V sein, der P404 liefert max. 85V, damit müssen 4 Module ihre volle Spannung liefern. Das schwächste dieser 4 Module bestimmt die Gesamtleistung, da das schwächste dieser 4Module den Stringstrom bestimmt. Es kann keinen höheren Strom liefern, dazu müsste es mit der Spannung runter, kann aber nicht, da sonst die Stringspannung von 350V nicht mehr erreicht ist.


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Re: SolarEdge zu klein dimensioniert

Beitragvon smoker59 » 12.07.2018, 08:14

eba hat geschrieben:Beim SE muss man doch nur rechnen können. Beim SE2200H müssen es 350V sein, der P404 liefert max. 85V, damit müssen 4 Module ihre volle Spannung liefern. Das schwächste dieser 4 Module bestimmt die Gesamtleistung, da das schwächste dieser 4Module den Stringstrom bestimmt. Es kann keinen höheren Strom liefern, dazu müsste es mit der Spannung runter, kann aber nicht, da sonst die Stringspannung von 350V nicht mehr erreicht ist.


Genau und deshalb ist der SB 2.5 hier überlegen denn der MPP-Tracker hat selbst bei 4 Modulen immer noch genug "Masse" (so hast du es weiter oben ausgedrückt) um den optimalen Arbeitspunkt anzufahren. Bei 6 Modulen funktioniert das natürlich noch besser während bei SE dann gerade mal genug "Luft" ist damit der WR überhaupt noch läuft.
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