SolarEdge - eure Meinungen dazu

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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon einstern » 10.11.2018, 22:36

Cobra427 hat geschrieben:Mich würden eure Meinungen interessieren und bitte nur von denen die SE auch im Einsatz haben :danke:

Um nochmals zum Thema zu kommen...
Ich bin mit meiner SE Anlage 3 WR zufrieden. Das bezieht sich auf die ersten gut 4 Jahre. Nun habe ich aber noch gut 15 Jahre (Rest vom EEG Vertrag) vor mir. Darüber kann ich noch nichts sagen.

Besondere Ereignisse:

Ein PO ausgefallen. War sofort lokalisiert. Garantie. Auswechseln unproblematisch.

Einen weiteren PO habe ich durch Nachlässigkeit gehimmelt. Ich hatte 20 PV Module mit POs auf die Terassenüberdachung gelegt, nur provisorische Befestigung. Die Nacht überraschte dann mit Windstärke 11. Eine Handvoll PV Module segelte durch den Nachthimmel, gehalten von einer Drachenschnur aus POs. Interessant: die POs haben die PV Module mechanisch entlastet. Alle PV Module blieben heil. Dennoch waren die Kräfte so gewaltig, dass ein PO ein Kabel ausgerissen bekam. Glück im Unglück, minimalster Schaden.

Nach dem Sturm habe ich die Module wieder auf die Plätze gebracht und die Strings zusammen geschaltet. Hoppla, da habe ich die falschen String Enden zusammen geschaltet? Den 17k und 8k WR mit 2 kV im String gegeneinander wirken lassen...führt zum Defekt. Interessanter Weise waren nicht die 60 POs defekt sondern nur die 2 WR. SE zeigt sich mitfühlend. Die WR wurden kulanter Weise ersetzt. Dass der Solateur 4 Wochen für den Ersatz benötigte ist in diesem Zusammenhang war verschmerzlich.

Ich habe die Anlage im Nachhinein mehr als einmal verändert, da ich eine große Auswahl an individuellen Dachflächen habe und nachträglich optimiert habe. Mit SE ist das relativ einfach. Die Anlage ist nun effektiver als zur Inbetriebnahme.

Wenn du ein unproblematisches Dach hast, dann kannst sowohl SE als auch eine Standardlösung wählen. Ist der Preis spielentscheidend, dann nimm eine günstige Standardlösung. Wenn du Wert auf Einzelüberwachung legst, dann SE mit einem kleinen Aufpreis. Für das Spielkind im Manne stellt dies den höchsten Grad der PV Vollendung dar.

Einen Vorteil möchte ich noch anfügen: extra Wünsche, eine PV Haustürüberdachung o.ä. lässt sich i.d.R. problemlos integrieren mit einem zusätzlichen PO.
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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon sonnenversteher » 11.11.2018, 06:35

hallo.
ich habe neine anlage auch mit diversen modulen erweitert, einfacher gehts nicht mit SE. Habe ebenfalls 4 ausrichtungen, würde SE imner weiterempfehlen

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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon open source energy » 11.11.2018, 09:09

eba hat geschrieben:OSE wo ist der Beweis für deine Behauptung zum Gesamtwirkungsgrad Standard WR gegen SE


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Einfach die beiden Wirkungsgrade anschauen, das ergibt sich dann automatisch. Von den zusätzlichen Steckern und Kabel will ich jetzt mal nicht reden.
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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon Stenis » 11.11.2018, 13:56

Kein Problem, dann mach ich das. Eine MC4 Verbindung hat einen Übergangsgangswiderstand von ca. 0,5 mOhm, nehmen wir mal an, wir haben 50 Module mit Optimierern, dann sind das 4 mal 50 Verbindungen = 200 * 0,5 mOhm => 100 mOhm

Angenommen, wir haben einen guten Tag und erzeugen über den String 12 KW (das ist jetzt ein bißchen viel, aber nur eine Annahme zum leichter rechnen) - SE hat eine feste Spannung von 750V, es fließen also 16A

Der Einfachheit denken wir mal, daß im Modulzweig ebenfalls 16 A fließen.

Um die Verlustleistung zu berechnen nehmen wie P = I*I*R und setzen ein: 16A* 16A * 100 mOhm = etwa 26 W

Nun braucht ein normaler WR ja nur die Hälfte an Verbindungen, es entsteht also 50% weniger Verlustleistung oder anders
gesagt, bei einem SE System haben wir eine um satte 13 Watt höhere Verlustleistung - wir ignorieren jetzt einfach mal, daß ein normaler WR deutlich kürzere Strings hat, also entsprechend mehr Kabel benötigt und damit auch ein paar Verbindungen mehr hat.

Rechnen wir mal mit 13W auf 12KW macht das knapp 1 Promille aus. Ist das viel? Nö, muss man wirklich nicht drüber reden.

Schauen wir uns mal die WG an, der SE-WR hat irgendwas um 98%, ein Top-Standard WR hat irgendwo auch um 98%. Die Optimierer haben natürlich auch einen Wirkungsgrad, zusammengenommen kommt bei SE dann vielleicht noch irgendwie was bei 95% raus. Bei unseren 12KW kämen dann 600W Verlust bei SE und beim anderen nur 240W raus. Oje, wie schlimm...
Allerdings sieht das im Teillastbereich wieder ganz anders aus und noch ganz anders bei komplexen Schatten, Ausrichtungen, Modulmismatch durch Fertigung, Temperatur, Degradation etc. Zur Not baller ich mir noch ein Modul mehr rauf, die kosten ja nix mehr und bei SE kann man`s machen, also so what?
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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon open source energy » 11.11.2018, 14:40

Wenn es Prozent gewesen wäre hätte ich es ja auch aufgelistet. Was aber spannend wird ist gerade der Teillastfall, denn die DC DC Wandler senden ja Daten und haben auf jeden Fall einen Grundverbrauch. Dazu findet man relativ wenig. Auswertungen aus Side by Side installationen zeigen, dass gerade der Teillast und der Vollast Bereich ein Nachteil darstellen können.

Je nach Stranglänge und Verschattung kann der Missmatch der Spannung extrem groß zur Festspannung des WR werden. Da fährt der Wirkungsgrad der DC DC Wandler mal schnell in den Keller.
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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon smoker59 » 11.11.2018, 15:20

Stenis hat geschrieben:... wir ignorieren jetzt einfach mal, daß ein normaler WR deutlich kürzere Strings hat, also entsprechend mehr Kabel benötigt und damit auch ein paar Verbindungen mehr hat.

Kannst du mal erklären weshalb kürzere Strings an Stringwechselrichtern zu mehr Verbindungen und mehr Kabel führen :?:
Ich denke das ist genau andersherum, das "mehr" an Verbindungen entsteht nur bei SE wenn externe Optimierer verwendet werden. Die Kabel vom String-Ende zum Wechselrichter sind genauso lang wie bei SE, da gibt's keine Unterschiede.
mit freundlichem Gruß
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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon open source energy » 11.11.2018, 15:31

Wenn man nur einen String hat und eine Festspannung dann steigt der Strom mit zunehmender Leistung natürlich an. Wo da jetzt mehr oder weniger Verlust sein soll kann ich mir gerade nicht erklären außer dass man irgendwann so weit weg von der Festspannung liegt, dass die DC DC Wandler auf dem Dach sich verbieten müssen um die feste Spannung zu fahren.
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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon Stenis » 11.11.2018, 15:52

smoker59 hat geschrieben:
Stenis hat geschrieben:... wir ignorieren jetzt einfach mal, daß ein normaler WR deutlich kürzere Strings hat, also entsprechend mehr Kabel benötigt und damit auch ein paar Verbindungen mehr hat.

Kannst du mal erklären weshalb kürzere Strings an Stringwechselrichtern zu mehr Verbindungen und mehr Kabel führen :?:
Ich denke das ist genau andersherum, das "mehr" an Verbindungen entsteht nur bei SE wenn externe Optimierer verwendet werden. Die Kabel vom String-Ende zum Wechselrichter sind genauso lang wie bei SE, da gibt's keine Unterschiede.


Deswegen ignoriere ich das ja :) Aber durch die kürzeren Strings brauche ich davon mehrere und muss diese natürlich vom WR zum Feld führen. Abgesehen vom mehr an Kabeln ist das vom Widerstand her natürlich pille-palle. Und ich will jetzt auch gar nicht den Fall betrachten, daß man die Kabel dann ja eigentlich entweder außen oder in einem feuersicheren Kabelkanal führen müsste. Gar nicht zu reden vom Feuerwehrschalter, der ja dann auch noch irgendwo dazwischen müsste...
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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon Stenis » 11.11.2018, 16:19

open source energy hat geschrieben:Wenn man nur einen String hat und eine Festspannung dann steigt der Strom mit zunehmender Leistung natürlich an. Wo da jetzt mehr oder weniger Verlust sein soll kann ich mir gerade nicht erklären außer dass man irgendwann so weit weg von der Festspannung liegt, dass die DC DC Wandler auf dem Dach sich verbieten müssen um die feste Spannung zu fahren.


Ja. In der Tat kann bei einer ungünstigen Dimensionierung der Fall eintreten, daß einzelne Optimierer nach oben fahren müssen und dann irgendwann außerhalb des Regelbereiches liegen. Je mehr in einem String liegen, desto besser. Obwohl es dafür auch Grenzen gibt.

Im Endeffekt gibt es aber unterschiedliche Optimierer mit verschiedenen Ausgangsspannungen und auch unterschiedliche WR mit 350V oder 750V, so dass man im Regelfall genügend Auswahl für eine optimale Konfiguration hat. Erst denken, dann handeln schadet hier auch nicht.
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Re: SolarEdge - eure Meinungen dazu

Beitragvon open source energy » 11.11.2018, 16:47

Wie schon gesagt, das SE System hat seine Daseinsberechtigung. Es bietet gerade bei komplexen Dächern eine einfache Lösung um sie zu erschließen. Ob und wie ein versprochener Mehrertrag aussieht muss sich dann zeigen.

Bei vier Modulen hier und drei Modulen da würde ich das auch so machen! Man darf aber wie schon gesagt nicht vergessen dass bei unterschiedlicher Ausrichtung in einem Strang es zu erheblichen Beeinträchtigungen der nicht verschatteten oder besser ausgerichteten Module kommen kann.
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