zweite PV Anlage kompliziert

Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.

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zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon Duceno78 » 10.01.2018, 17:23

Hallo,
ich habe gesucht aber zu meinem speziellen Thema nichts gefunden.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich habe 2011 eine 9,2Kwp PV Anlage installiert. Einpeisevergütung 0,28€ mit Eigenverbrauchsvergütung.
Geplant ist eine weitere Anlage dieses Jahr mit Speicher. PV 9,6Kwp mit Hybridwechselrichter 45Kwh Bleispeicher.
Weiterhin eine Windkraftanlage mit 3Kw Leistung die nur die Batterien lädt und so geschaltet ist.

Anfrage beim Netzbetreiber: Antwort: einen zweiten Erzeugungszähler (da über 7Kwp), Einspeisevergütung wird vermittelt und die Eigenverbrauchsvergütung der Bestandsanlage verfällt.

Warum? verstehe ich nicht. wenn ein zweiter Zähler sein muss, kann es doch relativ genau abgerechnet werden oder nur ein Gesamtzähler für die Einspeisung. Oder?

Weiter habe ich noch ein Problem. Sollten zwei Erzeugungszähler kommen. Der Zähler der neuen Anlage mit Speicher würde jede ins Hausnetz abgegebene Kwh zählen. Auch die als Windstrom dort gespeichert wurde. Der Strom der Bestandsanlage der AC Seitig die Batterien lädt und dort ja schon als erzeugt gezählt wurde, wird nochmalig bei Abgabe von den Akkus gezählt. Kann das funktionieren oder habe ich einen Denkfehler.

Danke für eure Hilfe.
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Re: zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon KKoPV » 10.01.2018, 17:50

Hi,

Duceno78 hat geschrieben:Einspeisevergütung wird vermittelt

Das stimmt so nicht, die Einspeisevergütung wird für jede Anlage getrennt berechnet, der Eigenverbrauch wird nach Leistung der Anlagen verteilt.

Duceno78 hat geschrieben:die Eigenverbrauchsvergütung der Bestandsanlage verfällt

falsch, der Eigenverbrauch der ersten Anlage wird aber weniger werden.

Knut
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Re: zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon alterego » 10.01.2018, 18:12

Das Windrad braucht auch einen Zähler, dafür darfst du keine PV-Vergütung kassieren (ich sehe nicht, wie du 200%ig sicher sein kannst, daß kein Windstrom eingespeist wird...). Wie du das bei DC-Kopplung in den Speicher anstellst, ist deine Sache, daher würde ich es weglassen oder AC-Koppeln, das ist dann wenigstens rechtssicher.
Bei dem starken Vergütungsunterschied wird es sich rechnen die Einspeisung aus beiden Anlagen tatsächlich zu messen und keine Mischvergütung zu machen. Muß man aber nochmal mit geschätzten Zahlen ausrechnen. Zählerschema liegt bei, wobei der Speicher dahin kommt wo "Verbraucher" steht. Fürs Windrad käme noch eine Kaskade dazu, vermutlich kann der Erzeugungszähler da entfallen.

Wie hoch ist der erwartete Ertrag der neuen PV? Wenn deutlich unter 10000kWh/a könnte man damit argumentieren, daß, trotz des großen Speichers, doch kein Erzeugungszähler (im Bild Z3) für die Neuanlage nötig ist. Es ist immer noch deine Sache das einzuhalten und mit den Konsequenzen (Bußgeld) zu leben, nicht die des VNB.
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Re: zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon Bento » 10.01.2018, 22:12

KKoPV hat geschrieben:
Duceno78 hat geschrieben:die Eigenverbrauchsvergütung der Bestandsanlage verfällt

falsch, der Eigenverbrauch der ersten Anlage wird aber weniger werden.

Wüsste jetzt auch nicht, warum die entfallen soll?

Das, was entfällt, ist die Befreiung von der EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch......vielleicht war das gemeint!?
Viele Grüße
Bento

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Re: zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon Duceno78 » 10.01.2018, 22:32

Vielen Dank für eure Antworten.
Gut das mit den Zählern scheint klar. wenn 2 dann ordlich abrechnen.
Klar das dann der Anteil des Eigenbedarfs der Bestandsanlage sinkt.

Beispielrechnung habe ich gemacht:
Produktion Bestandsanlage: 8000Kwh (9,2Kwp S+O+W) WR 3x SMA
Neuanlage: 10500Kwh (mind. 9,6Kwp S) BatterX H10
Jahrestromverbrauch: momentan 7000Kwh (5000Bezug+2000Eigen) + bald E - Auto 2500Kwh
(über 10000Kwh/a Eigenverbrauch komme ich nicht, noch nicht - Höchstens ab dem 2. E-Auto in 2-3 Jahren)

das Windrad lädt die Batterien direkt und dort wird nur Strom für die Eigenverbrauchsdeckung entnommen.
dadurch das die Neuanlage mit einem Hybridwechselrichter betrieben wird kann der Erzeugungszähler erst hinter den AC Ausgang geschalten sein. Bei einem seperaten Speichersystem AC gekoppelt würde das Problem nicht bestehen. Spare mir somit aber einen WR.
Das löst aber noch nicht das Problem mit der Bestandsanlage. Diese Anlage bringt ihrem Strom AC ins Hausnetz. Dort wird bei Notwendigkeit der Überschuss zum Laden des Akkus mit verwendet. Wenn dann der Akku seinen Strom wieder abgiebt wird dieser von dem Zähler Neuanlage wieder gezählt. Weiterhin wird ein Drehstromgenerator angeschlossen.
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Re: zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon Duceno78 » 11.01.2018, 09:06

Bento hat geschrieben:
KKoPV hat geschrieben:
Duceno78 hat geschrieben:die Eigenverbrauchsvergütung der Bestandsanlage verfällt

falsch, der Eigenverbrauch der ersten Anlage wird aber weniger werden.

Wüsste jetzt auch nicht, warum die entfallen soll?

Das, was entfällt, ist die Befreiung von der EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch......vielleicht war das gemeint!?


nur ergänzend - meines Wissens nach bezahlt man EEG Umlage ab 10kwp Anlagengröße, deshalb habe ich die neue Anlage auf 9,6Kwp begrenzt um das zu umgehen. Da die Anlagenerrichtung weit über 12Monaten ist, wird es doch seperat als Neuanlage angesehen. Oder?
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Re: zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon Heiko » 11.01.2018, 09:35

Anlagen mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Vergütung an einem Zähler geht nur mit Kaskade.
Auserdem würde ich das mit dem Windrad ganz schnell vergessen. Außer dir ist langweilig und schaust gerne zu wie sich was dreht.
Hatte den gleichen Gedanken mit Hybrid Lader Wind und Solar.
Auf min.15m Mast mit Baugenehmigung und rundum freie 200m Sicht sollte mindestens gegeben sein.
Ich habe seit 2Jahren ein 600W Black Windrad relativ günstig bekommen und auf 8m höhe.
Rechnerisch wäre es in ca.70Jahren bezahlt. Ein größeres Windrad braucht noch mehr Wind und kostet min.3-4t€
Zum Laden einer Batterie reichen keine 48v ,die raus kommen wenn etwas Wind aufkommt.
Um auf 56V zu kommen muss schon ein kleiner Sturm sein.
Mein bester Monat war mit 10kwh im Feb 2016. Schnitt ist bei 3-6kwh.
Darüber lacht ein 250W Solarmodul.
Batterie im Winter bei 70-80% ausschalten ist die bessere Lösung.
SolarLog800/1000
2 AchsPairan 16kwp ,1 AchsDrehhalle 27kwp, Windrad Black 600
7,5kwp Si4.4,SHM LgResu 6.4+3,2kwh. 7kwp Si6.0,SHM ,Hawker 48V,830Ah
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Re: zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon Carstene » 11.01.2018, 09:41

Duceno78 hat geschrieben:nur ergänzend - meines Wissens nach bezahlt man EEG Umlage ab 10kwp Anlagengröße, deshalb habe ich die neue Anlage auf 9,6Kwp begrenzt um das zu umgehen. Da die Anlagenerrichtung weit über 12Monaten ist, wird es doch seperat als Neuanlage angesehen. Oder?


Du musst da unbedingt mit deinem Solarteur an einem Strang ziehen ( und ihn ggf auf die besondere Situation mit der Bestandsanlage und neuanlage nach 12 Monaten hinweisen.
Er entscheidet mit seiner Angabe des Messkonzeptes ob du EEG- umlagepflichtig wirst oder nur eine weitere Anlage <10kWp zubaust mit beibehalt des bisherigen Messkonzeptes

Hatte das gleiche Thema vor zwei Monaten

Lies dich mal hier kurz ein:

finanzen-steuern-f9/drohende-eeg-umlage-bei-erweiterung-was-noch-t119900-s10.html

Vielleicht findest du zwischen den Zeilen noch einige Argumente...

Dein Windrad interessiert mich. Kannst mir da mal was per pn zu sagen ? Fotos?

Grüsse
Carsten
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2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
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Re: zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon Duceno78 » 11.01.2018, 13:59

auch wenn ich das Windrad weg lasse, habe ich das Problem noch mit der Bestandsanlage
Wo ich ja dann trotzdem eine Doppelzählung habe. Um das zu umgehen müsste ich die Bestandsanlage auf
Volleinspeisung klemmen und kann sie nicht nutzen.

macht die EEG Umlage soviel aus? ich plane für 2019 eine nochmalige Erweiterung von 9,6Kwp
wollte das eben aus dem Grund nicht zusammen machen.
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Re: zweite PV Anlage kompliziert

Beitragvon KKoPV » 11.01.2018, 14:55

Hi,

Duceno78 hat geschrieben:auch wenn ich das Windrad weg lasse, habe ich das Problem noch mit der Bestandsanlage
Wo ich ja dann trotzdem eine Doppelzählung habe. Um das zu umgehen müsste ich die Bestandsanlage auf
Volleinspeisung klemmen und kann sie nicht nutzen.

Nein, musst Du nicht, meine Anlage 1 + 3 (Sig.) laufen genau so über einen ZRZ.

2018-01-11 14_54_23-Schaltung3.pdf - Adobe Acrobat Reader DC.png
Messkonzept

Z3 == WR wegen <10 kWp

Deine Batterie wird dann als gewöhnlicher Verbraucher mit in das Konstrukt angeklemmt.

Schau mal hier, da habe ich das bzgl. Eigenverbrauchsanteilen mal auseinandergerechnet.

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