Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.

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Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon satmen » 20.05.2017, 00:17

Hallo,

wenn ich es richtig verstanden habe darf bei einer Photovoltaikanlage der AC-seitige Anschlass an das Stromnetz nur durch spezielle, von Netzanbieter zugelassene Elektriker erfolgen!?

In diesem Zusaamenhang stellen sich mir 2 Fragen:
1. Genügt bei einem Batteriewechselrichter ein "normaler" Elektriker für den AC-Anschluss oder muss der auch besondere Anforderungen erfüllen?
2. Wenn ich zusätzlich zum Batteriewechselrichter bspw. auch die envitec Eratzstromeinrichtung installiert haben möchte, welcher Elekriker darf das? Der "normale" oder nur ein vom Netzanbieter zugelassener (wie beim AC-Anschuss des Wechselrichters)?

Danke für die Aufklärung 8)
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Re: Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon eggis » 20.05.2017, 09:57

Moin satmen!

Wer ist denn dein Netzbetreiber?
Vielleicht ist dein "normaler" E´triker ja schon eingetragen und du weißt es gar nicht.
Suche mal auf der Website deines Netzbetreibers nach "Installateurverzeichnis".
Hier mal ein Beispiel für so ein Verzeichnis: http://www.wsw-netz.de/fileadmin/wsw-ne ... 160215.pdf
Mit sonnigen Grüßen
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Re: Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon machtnix » 20.05.2017, 10:29

Elektriker giebt es nicht mehr... das nennt sich jetzt Elektroniker für für Energie- und Gebäudetechnik

https://www.ausbildung.de/berufe/elektroniker-energie-und-gebaeudetechnik/
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon Ralf Hofmann » 20.05.2017, 11:16

Hi,

satmen hat geschrieben:2. Wenn ich zusätzlich zum Batteriewechselrichter bspw. auch die envitec Eratzstromeinrichtung installiert haben möchte, welcher Elekriker darf das? Der "normale" oder nur ein vom Netzanbieter zugelassener (wie beim AC-Anschuss des Wechselrichters)?

sobald eine Stromerzeugungsanlage (dazu zählt auch ein Batteriewechselrichter) netzparallel arbeiten soll, muss die Installation durch einen vom Netzbetreiber zugelassenen Installateur durchgeführt und gemeldet werden.
MfG
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Re: Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon satmen » 20.05.2017, 12:09

Vielen Dank für die Informationen. 8) Dann werde ich mich mal auf die Suche nach einem vom Netzbetreiber (Avacon) zugelassenen Installateur begeben.
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Re: Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon badenzer » 20.05.2017, 12:18

Hallo zusammen,

heisst das auch, dass ich eine Insel als Elektriker ohne Zulassung aufbauen darf? Ist zwar dann ein eigenständiges Netz, hat jedoch keine Verbindung zum öffentlichen Netz.
Meldung an die BNA, keine Meldung an den NB ?

Gruss vom Badenzer
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Re: Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon Ralf Hofmann » 20.05.2017, 12:30

Hi,

badenzer hat geschrieben:heisst das auch, dass ich eine Insel als Elektriker ohne Zulassung aufbauen darf?

klar, Du bist dann für die Anlage verantwortlich hinsichtlich davon ausgehender Gefahren.
Da aber kein Einfluss auf das Verteilnetz genommen wird, geht`s den Netzbetreiber auch nix an.

badenzer hat geschrieben:Meldung an die BNA, keine Meldung an den NB ?

Imho ist keine Meldung erforderlich, das ist aber juristisch noch umstritten.
Die BNA z.B. sieht das anders, sobald das betreffende Grundstück selbst am offentl. Netz hängt.
MfG
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Re: Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon alterego » 20.05.2017, 13:02

badenzer hat geschrieben:Meldung an die BNA, keine Meldung an den NB ?

Da gibt es inzwischen diverse Meldepflichten.
Rein formal müßte man es wohl (wie jede EEG-Anlage auch) bei der BNA melden, womit es auf den 52-GW-Deckel angerechnet würde und man würde sich die Einspeisevergütung sichern, falls man doch mal einspeisen wollte. Formal ist es auch bußgeldbewehrt das nicht fristgerecht zu machen. Da ständig EEG-Anlagen auch nach vielen Jahren erst gemeldet werden und man nie liest, daß da jemand zur Kasse gebeten wurde (außer, daß die zu unrecht erhaltene Vergütung zurükzuzahlen war), scheinen die das nicht zu machen.
Wenn keine EEG-Umlage fällig wird (was nach dem Leitfaden der BNA theoretisch auch bei einer Insel sein könnte, wie Ralf schon angedeutet hat), ist dann auch nichts weiter zu melden. Um das mit der Umlage zu klären sollte man den NB kontaktieren, auch wenn dort typisch niemand etwas mit Inseln anfangen kann und diesen Punkt des Leitfadens für genauso unsinnig hält wie die meisten.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon wschmeiser » 20.05.2017, 15:02

@alterego,
wo steht das, dass eine nicht fristgerechte Meldung an die BNA bußgeldbeschwerd sei?


@Ralf Hofmann ... sobald eine Stromerzeugungsanlage (dazu zählt auch ein Batteriewechselrichter) netzparallel arbeiten soll, muss die Installation durch einen vom Netzbetreiber zugelassenen Installateur durchgeführt und gemeldet werden.


Der Anschluss an das Netz ganz sicher ja ..... aber die Installation? Wo sollte das stehen?

Hinter dem Netzanschlusspunkt kann doch eigentlich jeder machen, was er will. Falls nicht, wo sollte das stehen?
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Re: Wer darf an das Stromnetz anschließen?

Beitragvon Herrvolt » 20.05.2017, 15:22

wschmeiser hat geschrieben:Hinter dem Netzanschlusspunkt kann doch eigentlich jeder machen, was er will.
Das stimmt so nicht.

Genau genommen muss ein Elektriker die Zulassung des Netzbetreibers besitzen wenn er eine neue Steckdose setzt.
Sicherlich wird das nicht kontrolliert, aber es ist so.

Aus diesem Grund dürfen auch Elektromeister ohne TRE'I-Schein lediglich Reparaturen ausführen, da sie keine Zulassung vom Netzbetreiber haben.
Wasserkraft, Naturenergie welche wohl als erste die Stromerzeugung ermöglichte, ist sicher Verfügbar, nicht nur wenn die Sonne scheint.
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