Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.

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Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Beitragvon PV022017 » 25.10.2018, 12:20

Schönen guten Tag an alle.
Nachdem ich hier im Forum bereits erste Denkanstöße für meine Anlagenerweiterung erhalten habe, habe ich die letzten Wochen die Planung noch etwas vertieft.

Herausgekommen ist bis jetzt folgendes

Bestandsanlage 9,7kWp (Symo 8.2)
Erweiterung um weiter 29kWp mit einem Symo 12,5 und einem Symo 8.2.
Der 8.2 Symo hängt an einem Nordostdach mit 20° Neigung und ist recht gut ausgelastet.

In Summe hätte ich mit der Erweiterung eine Anschlussleistung von 8,2+8,2+12,5=28,9KVA, kann so also einen externen NA Schutz vermeiden. Da 29kWp < 30 kWp auch kein Rundsteuerempfänger (Bestandsanlage ist aus 02/2017 also > 12 Monate).
Die bestehende Anlage und die neue Anlage sollen beide als Überschusseinspeisung an den bestehenden Zweirichtungszähler der Westnetz angeschlossen werden.

So hatte ich es mir gedacht. Weit gefehlt, nun steht die Aussage im Raum, dass ich ab einer Anlagengrößer (alle Anlagen am Hausanschluss zusammen) größer 30kWp eine Wandler Messung benötige. Die Aussage kann ich jedoch nicht nachvollziehen. Habe folgendes in den TAB der Westnetz gefunden komme damit aber nicht ganz zurecht. Gibt es keine Grenze in KVA ab der man eine Wandlermessung braucht?

Was habe ich bei der Anlagengröße noch zu beachten.
Grenzen Wandlermessung.PNG


Vielen Dank für eure Hilfe!
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Re: Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Beitragvon SebastianPB84 » 31.10.2018, 19:54

Hey das Problem hatte ich auch. Die rechnen das so: du hast eine 9.7 plus 29 kW Anlage. Macht ca 40 kW. Und die gehen von aus das 24h 40 kW erzeugt wird, so wurde es mir von meinem Netzbetreiber erklärt. Der 2 Richtungszähler darf nur 30 kW.

Ich habe verschiedene Ausrichtungen mit meinen 2 Anlagen (29,6 und 8,4) ich habe einen Plexlog dazwischen der ( sollte es so sein) die neue Anlage drosselt ( abzüglich Eigenverbrauch) so das nie mehr als 30 kW über den 2Richtungszähler laufen.

Empfehlen kann ich dir Andreas Witt

http://pvservice.net/

Der hat es bei mir installiert und der Netzbetreiber hat es abgenommen.
29.6 KW SolarFabrik( Mono SF150 185W) / 3X Kostal (06/2010)
8,4 KW Heckert (NeMo 60 Mono 280W) / Fronius Symo 7.0-3-M (02/2017)
Beide Anlagen laufen im Eigenverbrauch und werden von einem Plexlog Datenlogger erfasst
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Re: Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Beitragvon Fritz49 » 01.11.2018, 06:04

Hallo,
ich habe auch 3 Anlagen halbwegs zusammen, und es wird auch über Wandler- und MK6 Messung erfasst
Denk da drann, wenn Dein Messtellenbetreiber, zu sehr Zirkus macht, Du kannst Dir auch einen anderen Messtellenbetreiber aussuchen !
Sonst schreib mir, eine PN mit Austausch der Tel. Nr.
Da kann man das bessser besprechen .
Gruß,
Fritz
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Re: Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Beitragvon PV022017 » 01.11.2018, 19:51

Danke für die Antworten. Das Forum ist einfach super!

Habe mich in der Zwischenzeit etwas schlau gemacht. Anbei der aktuelle Stand:

Momentan habe ich eine Einfachbelegung in einem einfeldrigen Zählerfeld mit 10mm². Die Belastung darf <= 32A ((32x1,73x400)/1000=22KW) sein.

Werden die Kabel durch 16mm² ausgetauscht sind 44A möglich (44x1,73x400)/1000=30KW

Bei der Belastung geht es aber doch nicht um die Generatorleistung in kWp sondern um die Leistung der Wechselrichter in KW bzw. KVA? Kann bei der Ermittlung die 70% Abregelung berücksichtigt werden?

Die Variante Aussetz- und Dauerbetrieb verstehe ich nicht.

Danke für die Hilfe!
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Re: Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Beitragvon PV022017 » 01.11.2018, 20:09

Habe gerade mal nachgeschaut der Zweirichtungszähler kann 60A, also 41,5KW.
Laut Auskunft der Westnetz soll das Messkonzept 3 zu Anwendung kommen, mit 2 Anlagen über einen Erzeugungszähler. Sowohl die Abrechnung der Einspeisevergütung als auch die EEG Umlage auf den Eigenverbrauch würden dann prozentual ermittelt. Ist das in Ordnung?
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Re: Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Beitragvon alterego » 03.11.2018, 14:03

PV022017 hat geschrieben:Habe gerade mal nachgeschaut der Zweirichtungszähler kann 60A,

Aber sehr wahrscheilich nicht im Dauerbetrieb. Es macht halt einen Unterschied, ob der Strom einmal am Tag fünf Minuten so hoch ist, oder über mehrere Stunden am Stück. Auch wenn die Erwärmung/Verluste klein sind, sind sie nicht Null und die Wärmeabfuhr vom Zählerschrank nicht beliebig hoch (die haben ja z.B. keine Lüftungsschlitze, das muß alles über die Oberfläche weg).
Ist das in Ordnung?

So kann man es machen, ob es sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Das abzuschätzen, bräuchte man aber mehr Details, wie Ertrag der beiden Anlagen pro kWp, Vergütung der beiden Anlagen, wieviel ein weiterer Zähler für eine vollständige kostet und ob du dafür überhaupt Platz hättest.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Beitragvon cybersoft » 03.11.2018, 15:26

Ich denke das Ganze ist ein wenig komplexer.
1) Der Zähler, z.B. Easymeter gibt 60A als Dauerstrom an.
2) die Leitungen
3) die Abwärme des Schranks

1) und 2) kennt man, bzw. bekommt heraus, aber 3), da fehlt es mir gänzlich, steht das beim Schrank oder Zählerfeld dabei?
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Re: Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Beitragvon PV022017 » 07.11.2018, 15:28

Danke an alle für die Antworten. Momentan ist der Stand so, dass der VNB auf eine Wandlermessung ab 30kWp installierter Modulleistung am Netzanschlusspunkt besteht. Kann das zwar nicht nachvollziehen warum hier nicht die Wechselrichterleistung gilt aber nun gut. Mal sehen was ich jetzt mache, den wenigsten Stress habe ich wohl wenn ich unter den 30kWp bleibe.
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Re: Wandlermessung erforderlich? Messkonzept

Beitragvon PV022017 » 09.11.2018, 07:14

Hallo Fritz49 habe dir eine PN geschickt
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