Tausch des Ertragszählers

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Tausch des Ertragszählers

Beitragvon hgause » 19.03.2018, 14:48

Bei der Installation meiner Anlage in 08/2010 habe ich einen eigenen Ertragszähler (dieser war/ist vorgeschrieben) installiert. Heute habe ich von Westnetz die Info bekommen, dass ein eigener Ertragszähler nicht mehr gestattet ist und ich so den neuen Zähler vom VNB oder einem entsprechenden Messstellenbetreiber beziehen muss, da die Eichung nach 8 Jahren ja abläuft. Kann das jemand bestätigen?
Preislich soll der Zähler bei ca. €11,-/Jahr liegen, was ja günstiger wäre, als einen eigenen Zähler zu kaufen. Ich hoffe nur, dass ich mich nicht verhört habe und das €11,-/Monat sind...
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Re: Tausch des Ertragszählers

Beitragvon donnermeister1 » 19.03.2018, 14:58

Guckst du -> https://de.wikipedia.org/wiki/Stromz%C3 ... he_Eichung

Stromzähler, die im geschäftlichen Verkehr eingesetzt werden, unterliegen in Deutschland der Eichpflicht. Nach Ablauf der Eichgültigkeitsdauer (8 Jahre bei elektronischen Zählern, 12 Jahre für mechanische Messwandlerzähler mit Induktionswerk [mit Läuferscheibe] oder 16 Jahre für mechanische Zähler mit Induktionswerk) muss das Messgerät ausgetauscht oder die Eichgültigkeit verlängert werden.


Wenn du also einen -> https://de.wikipedia.org/wiki/Ferraris-Z%C3%A4hler hast, dann kann sich dein Kunde in 8 Jahren melden.
Zuletzt geändert von donnermeister1 am 19.03.2018, 15:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Tausch des Ertragszählers

Beitragvon hgause » 19.03.2018, 15:02

Dass der Zähler getauscht werden muss, ist mir klar. Neu, jedenfalls für mich, ist die Aussage, dass kein eigener Zähler mehr gesetzt werden darf. Und darauf bezieht sich auch meine Frage.
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Re: Tausch des Ertragszählers

Beitragvon alterego » 19.03.2018, 18:08

Du darfst schon, das erlaubt das EEG ausdrücklich, ich halte es aber für unmöglich, daß du alle Anforderungen des MsbG erfüllen kannst (und wenn, dann wirst du dir den Aufwand nicht antun wollen) :(
Die Kosten werden sich ändern, wenn der VNB/gMSB intelligente Meßsysteme einbaut, bis dahin klingen 11€/a realistisch, das steht aber im Preisblatt des VNB nachzulesen.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Tausch des Ertragszählers

Beitragvon joule » 19.03.2018, 18:22

alterego hat geschrieben:Die Kosten werden sich ändern, wenn der VNB/gMSB intelligente Meßsysteme einbaut, bis dahin klingen 11€/a realistisch, das steht aber im Preisblatt des VNB nachzulesen.


Das bekommt man bei ComMetering doch sicher sehr viel günstiger: https://www.commetering.de/produkte/commetering-basis/

wobei man ausserdem noch einen Forenableger unterstützt.

Zur Zeit angeblich noch ohne Einrichtungskosten:

messstellenbetrieb-f183/wir-werden-messstellenbetreiber-commetering-t120383.html
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Re: Tausch des Ertragszählers

Beitragvon alterego » 19.03.2018, 18:40

11€/a halte ich für unschlagbar, der Zweirichtungszähler wird dann auch höchstens das Doppelte kosten, bei Commetering bezahlt man für beide zusammen (einzeln kann man nicht wechseln) 80€/a und das ist mehr als das doppelte von 33.
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Re: Tausch des Ertragszählers

Beitragvon joule » 19.03.2018, 19:09

alterego hat geschrieben:11€/a halte ich für unschlagbar, der Zweirichtungszähler wird dann auch höchstens das Doppelte kosten, bei Commetering bezahlt man für beide zusammen (einzeln kann man nicht wechseln) 80€/a und das ist mehr als das doppelte von 33.


Hier folgt der Link zum West-Preisblatt: https://iam.westnetz.de/-/media/westnet ... f?la=de-DE

Es wird zwischen modernen und intelligenten Zählern unterschieden.

Den modernen Zähler gibts für 20 EUR / Jahr.

Der intelligente Zähler kostet erheblich mehr, wobei die Kosten von der Anlagengröse abhängig sind.

Je nach Anlagengrösse werden intelliegente Zähler in absehbarer Zeit zur Pflicht ! https://partner.mvv.de/blog/smart-meter ... rnehmen-zu

Der ComMetering-Zähler bietet dabei einen echten Mehrwert, da Visualisierung von Bezug und Einspeisung erfolgt:

- Neben der Kontrolle der Anlage können damit auch einzelne Geräte angezeigt werden und hier schaffen wir die Möglichkeit den Eigenverbrauch zu optimieren.

- Benachrichtigungen auf das Smart Phone: E-Mail-Benachrichtigungen bei ungewöhnlichen Ereignissen (beispielsweise Anlagenausfall)

- Transparenter Stromverbrauch: Stromfresser erkennen und abschalten
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Re: Tausch des Ertragszählers

Beitragvon ComMetering » 19.03.2018, 19:39

getauscht werden muss dann, wenn der Zähler am Ende der Eichfrist ist.... das ist unstrittig.
Im Zusammenhang mit dem Smart Meter Rollout muss man unterscheiden zwischen:
a) intelligenten Messsystemen (für Anlagen > 7 kWp), d.h. intelligenter Zähler + Smart Meter Gateway
b) modernen Messeinrichtungen (im Prinzip ein elektronischer Zähler)
Der Rollout mir intelligenten Messsystemen ("Smart Meter Rollout) hat noch nicht angefangen (Stichwort BSI Zertifizierung), aber der Tausch von alte Zählern ist bereits in vollem Gange.
Was ich nicht weiss: Kann der gMSB Dich mit einer modernen Messeinrichtung zwangsbeglücken, wenn Dein Zähler noch Eichfrist hat... Meine Vermutung wäre eher: nein.

Was auch unstrittig ist: Faktisch kannst Du einen digitalen Zähler nicht selber betreiben. Das ging bei den Ferrarisählern, weil hier die einfach Sichtkontrolle möglich ist.... dazu https://www.sfv.de/artikel/undurchschaubare_preisgestaltung_bei_messsystemen.htm

ja, 11 Euro sind unschlagbar und wenn Du nochmals 20 Euro für den 2 Richtungszähler zahlst ist das günstiger als das was wir Dir anbieten können. Aber hier vergleichen wir Äpfel mit Birnen. Die 31 Euro beim VNB sind die Kosten für zwei moderne Messeinrichtungen ohne Kommunikationsanbindung. Sollte Deine Anlage > 7kWp sein, wirst Du früher oder später zum EInbau eines intelligenten Messsystems (mit zwei Zählern) verpflichtet werden und dann stehen hier wahrscheinlich 120 Euro / Jahr.

Was ich Dir empfehlen würde: Frage erst mal nach, warum der Zähler denn getauscht werden soll... vielleicht musst Du hier auch gar nichts machen. Unabhängig davon macht es glaube ich schon Sinn mal Infos einzuholen, ob es vielleicht schon heute Sinn macht zu einem wMSB zu wechseln, d.h. Abwägen der Kosten und persönliche Bewertung der Vor- und Nachteile.
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Re: Tausch des Ertragszählers

Beitragvon MHL99974 » 19.03.2018, 21:27

hgause hat geschrieben:Preislich soll der Zähler bei ca. €11,-/Jahr liegen, was ja günstiger wäre, als einen eigenen Zähler zu kaufen. Ich hoffe nur, dass ich mich nicht verhört habe und das €11,-/Monat sind...


Ich denke das kann stimmen. Meiner (Echelon) kostete pro Jahr 11,40 und die Eichfrist war 2017 abgelaufen und wurde
dann im Herbst getauscht (Eichfrist 2025) :wink:
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Re: Tausch des Ertragszählers

Beitragvon hgause » 20.03.2018, 11:07

ComMetering hat geschrieben:Was ich Dir empfehlen würde: Frage erst mal nach, warum der Zähler denn getauscht werden soll...

...weil in Kürze die Eichfrist abläuft.
Ich habe gestern mit einem MA von Westnetz telefoniert und der sagte mir, dass es in 2016 eine Änderung gegeben hat, dass kein eigener Erzeugungszähler mehr neu gesetzt werden darf. Allerdings finde ich das nirgends im EEG :roll:
Weiter sagt er mir, dass spätestens bei der Meldung des neuen eigenen Zählers, Westnetz hier das OK verweigern würde. Freundlicherweise wies er mich darauf hin, dass ich einen alternativen Messstellenbetreiber wählen kann.

IMHO war der MA gut informiert und nicht darauf aus, Kapital für Westnetz zu sammeln. Denn meine Frage zum Wechsel des/der WR beantwortete er auch nur damit, dass dies grundsätzlich nicht erfolgen müsste, aber eine Info wünschenswert wäre. Also auch hier nichts mit "Westnetz eigenen Regeln".
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