PV Anlage melden oder nicht?

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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon ndorphin » 20.08.2018, 17:49

Mastermind1 hat geschrieben:
ndorphin hat geschrieben:Das eine Anlage je größer sie ist immer günstiger wird ist ein weit verbreiteter Irrtum.

Eine nicht angemeldete Anlage um 1kw kannst Du dir selbst für ca 1.000€/kwp brutto aus Dach packen. Gehst du den offiziellen Weg muss sie schon sehr viel größer sein um wieder im selben Preisbereich zu landen. Einfach weil jede Menge kostenpflichtiger Overhead dazukommt. Naja, man will halt die Hürden hoch legen.

Aber die Entscheidung abnehmen kann dir niemand, wenn du nur ruhig schlafen kannst wenn du es allen recht machst bleibt nur der offizielle Weg.
Du vergleichst eine Kleinanlage mit selbst Aufbau preislich mit ner Anlage die dir eine Firma aufs Dach packt...
Äpfel und Birnen?

Ich möchte selbst mit ner Kleinanlage nicht auf ein Dach mit 40 Grad oder mehr Dachneigung klettern. Dazu ist mir meine Gesundheit zu teuer...

Für mich gehört ne Kleinanlage an den Balkon oder auf die kleine Gartenhütte...


Ich vergleiche nur das das möglich ist. Hat nicht jeder 10.000 € übrig für eine Anlage die alles in allem auch nix gross abwirft (bis ca 8kw weniger als 390€ Jahresgewinn ohne Inanspruchnahme eines Steuerberater, sonst noch weniger), dafür ab jede Menge Scherereien mit dem FA für die nächsten 20 Jahre. Und für 1-2 kwp findet sich meist ein Plätzchen ohne das man bis auf den Dachfirst krabbeln muss.

Wenn z.b. nur maximal 2.000€ Budget da sind gibt es nur die Alternative selber machen oder lassen. Mir wäre lieber 50 von 100 würden diesen Weg gehen (können) als nur 5 von 100 packen sich 10kwp aus Dach.

Wenn ihr den riesen Bedarf an Anlagen ohne Gewerbe/FA Zwang nicht sehen könnt dann wollt ihr das entweder nicht sehen oder könnt nicht lesen! Gefühlt beinhaltet jede zweite Anfrage hier die magischen Worte "ohne FA", die Dunkelziffer ist noch viel
grösser!

Jetzt kann man am bewährten System festhalten und ich prophezeie der PV Zubau auf Privatdächern schläft ein und ist sogar rückläufig wenn die Boomerjahre aus der EEG Förderung fallen. oder man setzt sich für ein komplett neues Modell ein. Eine wirkliche Volks-PV statt derzeitiger Eliten-PV.
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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon Mastermind1 » 20.08.2018, 18:00

Eliten PV?
Das Finanzamt ist halb so wild. Man muss nur etwas Zeit investieren um die Begriffe und Fristen zu kennen.
Dazu für einmalig 49€ das Tool von pv-Steuer.com und schon benötigt man keinen Steuerberater.
Viele Investieren Tage und Wochen im Internet für den Kauf von X, aber bei der PV ist ein bisschen Zeit auf einmal ein No-Go.

Ich bin ein normaler angestellter der den Stromkosten (Haushalt+ Wärmepumpe) entgegnen wollte. Klar kann ich 20.000€ in eine Dämmung + neue Fassade, + 15.000€ für neue Fenster ausgeben.... Spareffekt fraglich über die Nutzungsdauer betrachtet.

Die PV dagegen rechnet sich bei gutem Einkauf nach locker 8-10jahren. Und das obwohl jeder über die doch so mikrige Einspeisevergütung von 12,x Cent lächelt....

Ich für meinen Teil hätte die PV schon viel früher anschaffen sollen.

P.s. ich hätte bei nem 700qm Grundstück keinen Platz für ne Garten PV Anlage mit angenommenen 4 Modulen... Auf dem Dach stört es mich dagegen nicht. Zugleich es unter der PV im Sommer sogar etwas kühler in den Räumen ist...

Ich bin aber auch der Meinung wenn man jetzt einfach nur 800€-2000€ ausgeben möchte, dann ist ne kleine Mini PV Anlage den Papieraufwand bei BNA, VNB, Finanzamt nicht Wert ;-)


.
ndorphin hat geschrieben:
Mastermind1 hat geschrieben:
ndorphin hat geschrieben:Das eine Anlage je größer sie ist immer günstiger wird ist ein weit verbreiteter Irrtum.

Eine nicht angemeldete Anlage um 1kw kannst Du dir selbst für ca 1.000€/kwp brutto aus Dach packen. Gehst du den offiziellen Weg muss sie schon sehr viel größer sein um wieder im selben Preisbereich zu landen. Einfach weil jede Menge kostenpflichtiger Overhead dazukommt. Naja, man will halt die Hürden hoch legen.

Aber die Entscheidung abnehmen kann dir niemand, wenn du nur ruhig schlafen kannst wenn du es allen recht machst bleibt nur der offizielle Weg.
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Ich möchte selbst mit ner Kleinanlage nicht auf ein Dach mit 40 Grad oder mehr Dachneigung klettern. Dazu ist mir meine Gesundheit zu teuer...

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Ich vergleiche nur das das möglich ist. Hat nicht jeder 10.000 € übrig für eine Anlage die alles in allem auch nix gross abwirft (bis ca 8kw weniger als 390€ Jahresgewinn ohne Inanspruchnahme eines Steuerberater, sonst noch weniger), dafür ab jede Menge Scherereien mit dem FA für die nächsten 20 Jahre. Und für 1-2 kwp findet sich meist ein Plätzchen ohne das man bis auf den Dachfirst krabbeln muss.

Wenn z.b. nur maximal 2.000€ Budget da sind gibt es nur die Alternative selber machen oder lassen. Mir wäre lieber 50 von 100 würden diesen Weg gehen (können) als nur 5 von 100 packen sich 10kwp aus Dach.

Wenn ihr den riesen Bedarf an Anlagen ohne Gewerbe/FA Zwang nicht sehen könnt dann wollt ihr das entweder nicht sehen oder könnt nicht lesen! Gefühlt beinhaltet jede zweite Anfrage hier die magischen Worte "ohne FA", die Dunkelziffer ist noch viel
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Jetzt kann man am bewährten System festhalten und ich prophezeie der PV Zubau auf Privatdächern schläft ein und ist sogar rückläufig wenn die Boomerjahre aus der EEG Förderung fallen. oder man setzt sich für ein komplett neues Modell ein. Eine wirkliche Volks-PV statt derzeitiger Eliten-PV.
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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon ndorphin » 20.08.2018, 18:50

Mastermind1 hat geschrieben:Das Finanzamt ist halb so wild. Man muss nur etwas Zeit investieren um die Begriffe und Fristen zu kennen.
Dazu für einmalig 49€ das Tool von pv-Steuer.com und schon benötigt man keinen Steuerberater.
Viele Investieren Tage und Wochen im Internet für den Kauf von X, aber bei der PV ist ein bisschen Zeit auf einmal ein No-Go.


Gut, Du hast wohl kein Problem die Finanzmaterie zu verstehen. Ich auch nicht. Aber meine Eltern z.b. haben noch nie im Leben ein Steuererklärung gemacht. Für manche ist das ein Buch mit sieben Siegeln und die sind z.Z. einfach von der Energiewende ausgesperrt. Das meine ich mit Eliten-PV (weniger als 5% verstehen die steuerrechtliche Materie). Der Installationspart dagegen ist Handwerk, das könnten die und würde z.b. meinem Vater sogar noch Spaß machen.

Mastermind1 hat geschrieben:Ich bin ein normaler angestellter der den Stromkosten (Haushalt+ Wärmepumpe) entgegnen wollte. Klar kann ich 20.000€ in eine Dämmung + neue Fassade, + 15.000€ für neue Fenster ausgeben.... Spareffekt fraglich über die Nutzungsdauer betrachtet.

Die PV dagegen rechnet sich bei gutem Einkauf nach locker 8-10jahren. Und das obwohl jeder über die doch so mikrige Einspeisevergütung von 12,x Cent lächelt....


Keine (große) Dämmung aber Wärmepumpe? Das hört sich nicht so optimal an. Ich kann jetzt nicht sagen ob eine gezielte sinnvolle Investition ins Haus nicht evtl besser gewesen wäre.

Ob Deine PV ein Gewinngeschäft ist zeigt sich erst am Ende der Laufzeit. Ein WR Defekt zu viel, ein paar Probleme mit der Verkabelung auf dem Dach oder eine fehlerhafte Modulserie erwischt und nix ist mit Gewinn. Was ich damit sagen möchte, der mickrige Gewinn den so eine bis 10kwp Anlage abwirft sichert nur das grundlegende unternehmerischere Riskio ab und vllt. noch eine keinen Aufwandsentschädigung für die Arbeit mit der Steuereklärung. Laß mal Dir mal eine Versicherung gegen alle Allgemeingefahren und Produktmängel für 20 Jahre kalkulieren und schau mal ob Du mit der noch im Gewinnbereich wärst. PV ist so nicht für die große Masse geeignet. Für den Durchbruch müsste PV den gleichen Stellenwert wie einen Kühlschrank oder Herd haben, für den muß ich auch kein Gewerbe anmelden weil ich jetzt ab und zu mal dem Besuch was zu essen kochen und damit ja ein Art Restaurant habe. Einfach installieren und vergessen, so ähnlich läuft ja nur Guerilla PV z.Z....

Kommt mir hier immer so vor wie eine Anfrage im Bauernforum nach einem Hochbeet. Die sagen dann sicher auch "kauf dir lieber einen Hektar und einen Traktor, nur so lohnt die Sache. Dann kannst Du Dein Gemüse richtig günstig produzieren und sogar dem Nachbarn noch was verkaufen".
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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon Mastermind1 » 20.08.2018, 19:17

Grosse Dämmung ist relativ.

Knapp über damaligen kfw40. Zwischen kFW40-60. Ht wert von 0,31W.
Nicht so schlecht.
Eher die WP die man von den Heizungsbauern verkauft + verbaut bekommt ist 1. Viel zu teuer, 2. komplett falsch verbaut .
WP Strom für 4 Personen knapp 4000kWh
Haushalt knapp 3000-4000kWh
180qm.
Normaussentemperatur -14grad
Die WP schafft ne JAZ von knapp 2,8...
Durch Dämmung ist da nicht viel rauszuholen... Eher wenn diese durch eine korrekt verbaute Panasonic geisha o.ä. ersetzt wird, lässt sich was sparen...
Durch Dämmung allein ist das nicht sinnvoll
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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon klaus24V » 20.08.2018, 19:29

mir sind die Kleinanlagen mit 1kwp auch sympathischer. Laufen diese doch mit 120V und nicht mit gefährlichen 400-600V.
Geringe Anschaffungskosten und hoher Eigenverbrauch lassen diese Anlagen schon in 4- 6 Jahren amortisieren.
Und ein Finanzamt braucht man ganz sicher auch nicht zum Betreiben einer Kleinanlage.
Wäre doch nett wenn auf jedem Haus so eine Anlage werkeln würde.
Wer es etwas größer haben möchte, nimmt eben zwei oder drei davon...
Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.
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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon GAST » 20.08.2018, 19:41

ndorphin hat geschrieben:
Mastermind1 hat geschrieben:
ndorphin hat geschrieben:Das eine Anlage je größer sie ist immer günstiger wird ist ein weit verbreiteter Irrtum.

Eine nicht angemeldete Anlage um 1kw kannst Du dir selbst für ca 1.000€/kwp brutto aus Dach packen. Gehst du den offiziellen Weg muss sie schon sehr viel größer sein um wieder im selben Preisbereich zu landen. Einfach weil jede Menge kostenpflichtiger Overhead dazukommt. Naja, man will halt die Hürden hoch legen.

Aber die Entscheidung abnehmen kann dir niemand, wenn du nur ruhig schlafen kannst wenn du es allen recht machst bleibt nur der offizielle Weg.
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Ich möchte selbst mit ner Kleinanlage nicht auf ein Dach mit 40 Grad oder mehr Dachneigung klettern. Dazu ist mir meine Gesundheit zu teuer...

Für mich gehört ne Kleinanlage an den Balkon oder auf die kleine Gartenhütte...


Ich vergleiche nur das das möglich ist. Hat nicht jeder 10.000 € übrig für eine Anlage die alles in allem auch nix gross abwirft (bis ca 8kw weniger als 390€ Jahresgewinn ohne Inanspruchnahme eines Steuerberater, sonst noch weniger), dafür ab jede Menge Scherereien mit dem FA für die nächsten 20 Jahre. Und für 1-2 kwp findet sich meist ein Plätzchen ohne das man bis auf den Dachfirst krabbeln muss.

Wenn z.b. nur maximal 2.000€ Budget da sind gibt es nur die Alternative selber machen oder lassen. Mir wäre lieber 50 von 100 würden diesen Weg gehen (können) als nur 5 von 100 packen sich 10kwp aus Dach.

Wenn ihr den riesen Bedarf an Anlagen ohne Gewerbe/FA Zwang nicht sehen könnt dann wollt ihr das entweder nicht sehen oder könnt nicht lesen! Gefühlt beinhaltet jede zweite Anfrage hier die magischen Worte "ohne FA", die Dunkelziffer ist noch viel
grösser!

Jetzt kann man am bewährten System festhalten und ich prophezeie der PV Zubau auf Privatdächern schläft ein und ist sogar rückläufig wenn die Boomerjahre aus der EEG Förderung fallen. oder man setzt sich für ein komplett neues Modell ein. Eine wirkliche Volks-PV statt derzeitiger Eliten-PV.


Ich weiß jetzt ja nicht wo du lebst und welche Ausrichtung dein Dach hat, aber bei 8kwp und 0,12€/kWh komme ich auf ~865€ Erlös im Jahr. Reich wird man damit nicht, aber verarmen wird man dabei auch nicht. Meine Anlage mit 8kwp kostet je nach Anbieter bei guten Komponenten knapp 9000€, das sind dann knapp 11 Jahre bis die Anlage sich selber „verdient“ hat und zwar ohne Abschreibungen, allerdings auch ohne Zinsen, denn bei 2% brauche ich da nicht groß rechnen....
Die Verluste durch Zinsen und Abschreibungen wirken sich zusätzlich noch steuermindernd bei der Einkommensteuer aus.
Dazu kommt dann heutzutage noch der Vorteil den Strom zu <10ct/kWh produziert zu haben. Diesen Strom kannst du selber verbrauchen statt des bezugstrom für vermutlich >25ct/kWh, das spart nochmal, bzw vergrößert die Rendite.
Also ist der Punkt wo sich die Anlage selber bezahlt hat durchaus bei 8 Jahre möglich, je nach Region und Eigenverbrauch auch eher.
Du musst auch kein Steuerexperte sein um mit dem ganzen Kram klar zu kommen, es gibt Leute die es sogar schaffen damit viel Geld zu verdienen, denen gibt man einmal etwas (wirkt sich Gewinnmindernd aus) dann bekommt man alles inkl Abschreibungen usw erklärt und ausgefüllt. Im Folgejahr kann man das dann alleine mit Elster online.
Das ist wirklich gut damit zu erledigen, man muss sich halt nur mal ein paar Stunden damit auseinandersetzen und hier im Forum unter Steuer ein wenig nachlesen oder sich trauen fragen zu stellen.
Ich selber habe bis zum steuerjahr 2015 immer alles machen lassen da Steuererklärungen immer mein Horror gewesen sind.
Dann war ich wie immer Ende November bei meinem Steuerberater, habe mit ihm alles durchgesprochen. Keine Woche später ruft seine Frau mich an das er die Steuer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr machen kann, jetzt stand ich so kurz vor knapp ohne Steuerberater da( gut, er hätte mir jemand nennen können) seine Frau hat mir dann meine ganzen Unterlagen ausgehändigt und mir auf Nachfrage noch bei 2 Problemen geholfen, bei einer Sache die sie auch nicht genau wusste hat mir meine Sachbearbeiterin im Finanzamt geholfen ( in dem Jahr galt erstmalig eine Änderung)
So habe ich mich durch alles durchgearbeitet.
Mittlerweile gibt es noch eine ganz tolle Sache, nennt sich vorgefertigter belegabruf, da kann man über Elster online seine Steuererklärung mit den Daten die das Finanzamt von deinem Arbeitgeber erhalten hat fertig ausgefüllt abrufen, da muss man dann nur noch Fahrtkosten (Entfernung Wohnort-Arbeitsort, Beiträge zu Berufsverbänden kosten für Arbeitskleidung, Kontoführungsgebühren usw eintragen( einmalig wenn sich nichts ändert) und kann dann gleich berechnen was man zu erwarten hat!
Geht wirklich easy.

Mit 1KWp bringst du jedenfalls keine Energiewende zustande wenn dein Dach auch mehr hergeben würde. Meine eigenmontage ist auch bei großen Anlagen möglich, nur nicht vergessen das man immer jemand benötigt der einem die Anlage ans Netz anschließen darf!
Deine 1KWp Anlage kannst du natürlich illegal Netzparallel betreiben, allerdings möchte ich nicht wissen was passiert wenn der Netzbetreiber das mitbekommen sollte (Auswertung Satellitenbilder, Hinweis von guten Nachbarn usw.)
Denn im Gegensatz zu den Niederlanden und der Schweiz darf man in Deutschland bisher keine Anlage ohne Meldung an den Netzbetreiber Netzparallel betreiben!

Gruß
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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon GAST » 20.08.2018, 19:50

[quote="klaus24V"]mir sind die Kleinanlagen mit 1kwp auch sympathischer. Laufen diese doch mit 120V und nicht mit gefährlichen 400-600V.
Geringe Anschaffungskosten und hoher Eigenverbrauch lassen diese Anlagen schon in 4- 6 Jahren amortisieren.
Und ein Finanzamt braucht man ganz sicher auch nicht zum Betreiben einer Kleinanlage.
Wäre doch nett wenn auf jedem Haus so eine Anlage werkeln würde.
Wer es etwas größer haben möchte, nimmt eben zwei oder drei davon...[/

Bei Gleichstrom wird es oberhalb von 60V interessant, 120V ist die „überlebensgrenze“ wo man davon ausgeht das ein gesunder Erwachsener da keine dauernden gesundheitlichen Schäden zurück behält.
Da so eine Anlage aber nicht mit unisolierten Leitungen verbaut wird ist es fast egal ob diese mit 120 oder 600V Spannung läuft... abgesehen davon, auf der anderen Seite hat man aber trotzdem 230V Wechselspannung, also eine gefährliche lebensbedrohliche Spannung.

Wenn alles nach den geltenden Regeln der Kunst installiert wird ist es beides identisch sicher.
Du kannst aber auch eine große Anlage mit Max 120V auf der Gleichstromseite aufbauen, nur macht man das nicht da dann die Wechselrichter einen schlechteren Wirkungsgrad haben.

Gruß
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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon ndorphin » 22.08.2018, 09:29

GAST hat geschrieben:Mit 1KWp bringst du jedenfalls keine Energiewende zustande wenn dein Dach auch mehr hergeben würde. Meine eigenmontage ist auch bei großen Anlagen möglich, nur nicht vergessen das man immer jemand benötigt der einem die Anlage ans Netz anschließen darf!
Deine 1KWp Anlage kannst du natürlich illegal Netzparallel betreiben, allerdings möchte ich nicht wissen was passiert wenn der Netzbetreiber das mitbekommen sollte (Auswertung Satellitenbilder, Hinweis von guten Nachbarn usw.)
Denn im Gegensatz zu den Niederlanden und der Schweiz darf man in Deutschland bisher keine Anlage ohne Meldung an den Netzbetreiber Netzparallel betreiben!

Gruß


Mit 1-2 kwp unkompliziert auf jedem Hausdach zusätzlich zu den anderen Anlagen wären wir schon viel weiter bei der Energiewende. Wer mehr kwp möchte könnte das ja immer noch machen.

Das Hauptproblem ist das in D mit den Netzgebühren schon mehr Geld gemacht wird als mit der eigentlichen Stromerzeugung. Da würde natürlich ein großes Stück vom Kuchen wegbrechen wenn nun jeder seinen Strom selbst vor Ort erzeugen kann und kaum noch etwas durch die Leitungen transportiert werden muß. Das ist die eigentliche Heuchelei an der ganzen "Energiewende". Regenerativ ja bitte, aber bloß nicht in den Händen aller, das wäre ja Kommunismus!
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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon ragtime » 22.08.2018, 11:15

Nee, da bricht nix weg... die Netzkosten, werden dann halt nur anders umgelegt und wir bezahlen entsprechend mehr pro kWh. Schliesslich kriegen die Netzbetreiber praktisch jeden Betrag von der BNA genehmigt. Gekniffen sind nur die armen Schweine ohne PV, da die nichtmal was davon haben... ausser mehr grünen Strom (den sie aber ev. nie wollten).
9.5kWp, Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protect SW250 & Samil Power SolarLake 8500TL-PM (70% hart),... ab 3'2015

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(mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)
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Re: PV Anlage melden oder nicht?

Beitragvon AimLess » 22.08.2018, 16:35

Schöne Diskussionen :)

Ja ich habe meine klein Anlage für 200€ bekommen und für 0.5Kwp ist ein guter Preis gewesen.
Glaube ich werde bei der Speicherung bleiben und noch villt Wärmepumpe und die dauerstromfresser daran anklemmen besser als eine Phase nur zu speißen und dann nicht wissen was gespeißt wird. Also ich werde nix melden und selber nutzen ziehen.

Danke für euren vielen Anregungen und informativen Auskunft ;)
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