Kontrolle der 70% Regelung

Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.

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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon PV_Bernd_2018 » 08.04.2018, 07:19

Was macht es denn eigentlich aus?
Bei mir, da ich tagsüber zu Hause bin, Südanlage, waren es gestern mal 3kWh, vorgestern 6kWh, das Ganze vielleicht 50x im Jahr, macht max. 300kWh bei mir, x 12ct/kWh sind abzüglich Steuern weniger als 30 Euro / Jahr......
Gruß Bernd,
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Kaefer-Kay » 08.04.2018, 08:48

Hallo.

Ich bin hier im Forum ein fleißiger mitleser. Mit meiner Planung für meine PV Anlage ist mir auch schon sehr gut geholfen worden.

Eine Frage hätte ich zu dem Thema noch hier ?

Die 70% werden von was genommen ? ( zb. 10 Kwp )

1. 70 % von der maximal möglichen Leistung der Module ? Auch wenn die nicht optimal stehen und eh keine 100% leisten und nach Jahren eher noch weniger.
2. 70% von Leistung der des Wechselrichters ?
3. ?


Danke Mfg Kay
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Ralf Hofmann » 08.04.2018, 08:56

Hi,

Kaefer-Kay hat geschrieben:Die 70% werden von was genommen ? ( zb. 10 Kwp )

die installierte Nennleistung der Module nach Datenblatt/Aufkleber sind die Grundlage für die 70% gem. EEG.
MfG
Ralf Hofmann
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon PV_Bernd_2018 » 08.04.2018, 09:00

Die Module haben beispielsweise nach Datenblatt 270Wp.
Laut Messprotokoll können die durchaus 275-279Wp haben.
Genommen wird die 270Wp laut Datenblatt, wie Ralf schrieb.
Gruß Bernd,
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon machtnix » 08.04.2018, 09:33

die 70%-Regel sagt aus, dass die Einspeisewirkleistung am Netzverknüpfungspunkt ( Hausanschluß) auf 70% der installierten Modulleistung begrenzt wird. Der Anlagenbetreiber hat dies durch geeignete Mittel umzusetzen.
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon wschmeiser » 08.04.2018, 10:08

machtnix hat geschrieben:die 70%-Regel sagt aus, dass die Einspeisewirkleistung am Netzverknüpfungspunkt ( Hausanschluß) auf 70% der installierten Modulleistung begrenzt wird. Der Anlagenbetreiber hat dies durch geeignete Mittel umzusetzen.


Vollkommen richtig.

Tut er das nicht, besteht das Risiko die komplette bisherige Einspeisevergütung zu verlieren. Auf die Verjährung würde ich mich hier auch nicht verlassen, denn auf hoher See und vor Gericht ..... mehr aber erst einmal nicht.

Tut er das aber nicht mit Absicht oder Vorsatz, d.h. wissentlich, liegt darüberhinaus auch der Straftatbestand des Betrugs vor.
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon jdanne » 08.04.2018, 10:29

argo hat geschrieben:
abinseigenheim hat geschrieben:Ähmm... hier gings nicht um's machen, sondern darum, wie kontrolliert werden kann, ob der WR tatsächlich nur die 70% einspeist. :juggle:


Wenn Du weißt wie man auf 100% stellen kann, dann würde ich das auch machen.
Kontrollieren kann man das nur direkt an der Anlage. Falls wirklich einmal eine Kontrolle kommt, wo von ich noch nie gehört habe, dann kannst ja wieder auf 70% runterstellen.

Tun und nicht viel drüber sprechen, wie viele andere auch :D


Wegen solchen Kleckerbeträgen (ca. 3 bis 4 Prozent bei Südausrichtung) sollte sich keiner die Finger schmutzig machen.
SMA Tripower 5000TL20, 18x Aleo S19 295 Watt, Nordost-Seite, 19% Dachneigung, SMH 2.0, 70% weich, Selbstbauer.
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Energiesparer51 » 08.04.2018, 10:33

wschmeiser hat geschrieben:....

Tut er das aber nicht mit Absicht oder Vorsatz, d.h. wissentlich, liegt darüberhinaus auch der Straftatbestand des Betrugs vor.


???? Ich hätte Betrug wenn, dann bei Absicht vermutet.
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Sonnenmaus46 » 08.04.2018, 20:55

Also mich hat es zwar auch Anfangs gestört das die Anlage auf 70% begrenzt wurde , aber wegen der paar KW/h im Jahr die hier verloren gehen werde ich meine Sicherlich nicht ändern also auf die 100% setzen .
Ist zwar eine reine Südausrichtung ohne Verschattung und hier sind es wenn ein guter Tag ist ev. 1- 1,5 KW/h am Tag mal sagen wir ev. 100 Tage macht zusammen 1.000KW/h aus mal 0,142€ = ca. 142.-€ plus , da darf aber auch so gut wie kein Sonnentag fehlen .
Gehe da eher von einigem weniger aus als ich oben aufgeführt habe , Nachbar hat in etwa ähnliche Anlage wie ich auch von der Ausrichtung her usw. , bei der Leistung ist diese bei 5,2 KW jedoch 100% Einspeisung und diese habe ich mal für 1 Jahr jeweils mit 1 KW mit meiner verglichen bzw. was es zwischen den 70% auf 100% mehr ausmacht und dies auf 1 Jahr hochgerechnet , bin dann auf etwa 75-80€ gesamt gekommen also weit weniger als ich oben schon gerechnet habe .
Anlage vom Nachbar ist mit gleichen Modulen wie bei mir und fast gleichem WR ausgestattet , wurde im Rahmen Hagelschaden 2013 erneuert jedoch mit gleicher Leistung wie vorher , wurde etwa 3-4 Wochen vor meiner gemacht also sind die Anlagen in etwa gleich alt , ok die alten Module sind aus 2006 gewesen und der WR genauso .

Also wegen den paar Euro´s würde ich das Risiko nicht eingehen um ev. dann alles zu verlieren .
36x Yingli mit 245W-29P , WR= KaCo mit 12.0 TL3 , 2 Strings a. 16x , "Datenlogger" 200 dran, 70% Regelung hart, Ausrichtung der Anlage : Süd = 186° / 36° Neigung , 0% Beschattung - Südhang .
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Kaefer-Kay » 08.04.2018, 21:19

wschmeiser hat geschrieben:
machtnix hat geschrieben:die 70%-Regel sagt aus, dass die Einspeisewirkleistung am Netzverknüpfungspunkt ( Hausanschluß) auf 70% der installierten Modulleistung begrenzt wird. Der Anlagenbetreiber hat dies durch geeignete Mittel umzusetzen.



Hallo.

Und der Wechselrichter erkennt also meinen eigenen Verbrauch und sperrt sich bei 70 % plus meinem Verbrauch ab ? Also wird bei richtig schönen wetter die Klimaanlage und die Poolheizung angemacht und es wird nichts verschenkt. :D

Kay
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