Kontrolle der 70% Regelung

Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.

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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Carstene » 06.04.2018, 15:11

stromsparer99 hat geschrieben:Du hast doch einen Speicher, Prognosebasiertes Laden?
Bei mir läüft um die Zeit immer die BWWP, Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine usw.

Gruß
Thomas


So richtig verstanden habe ich das Konstrukt auch nicht

Speicher und eine harte Abregelung ??

Eigentlich kann das nicht sein.... doch sein kann es schon....nur Sinn macht es nicht wirklich...

Du musst doch am Hausanschluss ein Messgerät haben, damit dein Speicher weiss wieviel er gerade erzeugen muss....
Warum stellst du nicht mit dem Gerät die Einspeisegrenze auf 70% weich ?
Weil nur das zählt - 70% am Hausanschluss, alles was auf deiner Seite des Zählers bleibt kannst dann selbst verbrauchen.

Dann die prognosebasierte Ladung aktivieren und mitnehmen was geht. Durch die Prognoseladung lädt der Speicher dann wenn die meiste Ertrag zu erwarten ist - vorher natürlich auch schon
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Energiesparer51 » 06.04.2018, 15:41

Nach den TAB (Technsiche Anschlussbedingungen) ist es wie folgt:

z.B.:
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... pBWLNCfDUU

Seite 7:
(2) Die Anlage hinter dem Netzanschluss bis zu der in Abschnitt 7.2 definierten Trennvorrichtung für die Inbetriebsetzung
der Kundenanlage bzw. bis zu den Haupt- oder Verteilungssicherungen darf nur durch den
Netzbetreiber oder mit seiner Zustimmung durch ein in ein Elektro-Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen
in Betrieb genommen werden. Die Anlage hinter dieser Trennvorrichtung darf nur
durch ein in ein Elektro-Installateurverzeichnis eingetragenes Installationsunternehmen in Betrieb gesetzt
werden.

Liest sich weniger streng als bisher.
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Ralf Hofmann » 06.04.2018, 15:46

Hi,

seppelpeter hat geschrieben:Aha, darf man dann auch selbst, als nicht fachmann einen oder zwei 1-phasige WR raus schmeißen und einen 3-phasigen hin hängen ... ohne den VNB zu informieren oder muss es zwar ein Elektriker machen, aber Meldung ist nicht vorgesehen?

nach meinem Wissen gilt der WR nach AR-N 4105 als netzparallele Erzeugungsanlage und da muss JEDER Austausch mit den entsprechenden Unterlagen und dem Stempel vom Elektrikermeister beim Netzbetreiber gemeldet werden.
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon wschmeiser » 06.04.2018, 15:53

Ralf Hofmann hat geschrieben:Hi,

seppelpeter hat geschrieben:Aha, darf man dann auch selbst, als nicht fachmann einen oder zwei 1-phasige WR raus schmeißen und einen 3-phasigen hin hängen ... ohne den VNB zu informieren oder muss es zwar ein Elektriker machen, aber Meldung ist nicht vorgesehen?

nach meinem Wissen gilt der WR nach AR-N 4105 als netzparallele Erzeugungsanlage und da muss JEDER Austausch mit den entsprechenden Unterlagen und dem Stempel vom Elektrikermeister beim Netzbetreiber gemeldet werden.


Ralf,
stell die Frage anders herum:

Was passiert, wenn nicht?

Die AR-N 4105 ist kein Gesetz sondern eine zivilrechtliche/vertragliche Bedingung des Netzbetreibers. Mehr als den Anschluss kappen, kann er nicht.

Anders sieht die Sache aus, wenn ein Schaden entsteht. Aber selbst dann muss die Versicherung die Schadensursache nachweisen.
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon hgause » 06.04.2018, 15:55

seppelpeter hat geschrieben:Bei der IBN werden soweit ich es weiß Konformitätserklärungen des WR und soweit ich weiß sogar die Seriennummer übermittelt.

War bei mir nicht der Fall.

seppelpeter hat geschrieben:Wenn sich da was ändert muss nach meinem Stand der VNB informiert werden..

Erst vorletzte Woche hat mir ein MA von Westnetz auf Nachfrage mitgeteilt, dass es dafür keinen Grund gibt.

seppelpeter hat geschrieben:Denke nur über den Wechsel von 1-pasigem WR auf 3-phasigen nach o.ä.

Genau deswegen hatte ich nachgefragt, Ergebnis s.o.
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Energiesparer51 » 06.04.2018, 16:00

Ralf Hofmann hat geschrieben:Hi,

seppelpeter hat geschrieben:Aha, darf man dann auch selbst, als nicht fachmann einen oder zwei 1-phasige WR raus schmeißen und einen 3-phasigen hin hängen ... ohne den VNB zu informieren oder muss es zwar ein Elektriker machen, aber Meldung ist nicht vorgesehen?

nach meinem Wissen gilt der WR nach AR-N 4105 als netzparallele Erzeugungsanlage und da muss JEDER Austausch mit den entsprechenden Unterlagen und dem Stempel vom Elektrikermeister beim Netzbetreiber gemeldet werden.


Interessant wäre, wo das vorgeschrieben wird. Mit dem Wissen ist das so eine Sache, wenn man keine Quelle nennen kann. Die Konformitätserklärung als Nachweis der Einhaltung der AR-N 4105 kann der VNB sicher verlangen.

In der AR-N 4105 heißt es unter Betrieb:
Wärend des Betriebs dürfen die Bedingungen nach Abschnitt 5, die den Entscheidungen über den Anschluss der Erzeugungsanlage zugrunde gelegt wurden, nur mit Zustimmung des Netzbetreibers geändert werden.
Abschnitt 5 regelt den Netzanschluss.

Wenn einem kein einphasiger Anschluss vorgegeben wurde (unwahrscheinlich), darf man also auf 3-phasig ändern.
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon Ricks20000 » 06.04.2018, 16:29

Hallo Forum

Ich habe so ein Szenario hinter mir.
Habe meine Anlage von Hart auf Weich umgestellt.
Das sah wie folgt aus.
Sma SNB 2.5 raus SB 4000 TL 21 rein.
Alles Ordnungsgemäß gemeldet , Schriftlich wie sich das gehört, mit der Bitte einer Rückmeldung der Kenntnisnahme.
Nach 3 Wochen nichts gehört , mich Telefonisch beim VNB gemeldet, mit der Antwort wen das denn Interessieren würde was da für ein Wechselrichter hängt.
Wichtig währe die 70% Regelung muss eingestellt sein, und die Vereinbarte Einspeisende Wirkleistung dürfe nicht überschritten werden.
Da war keine Frage nach einer Elektrofachkraft ( bin selbst Installateur , wussten die aber nicht.
Nach mehrmaliger Nerverei bekam ich meine schriftliche Bestätigung.

Gruss
Ricks
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon MBIKER_SURFER » 06.04.2018, 18:54

Moin,

es gibt eine Einspeisegenehmigung. Und die ist relevant. Und da ist einfach klar, 70% am Netzverknüpfungspunkt oder RSE. Alles andere ist mehr oder weniger egal. Ob Du von 70% weich auf hart oder anders rum gehst, interessiert den VNB so stark, wie wenn in China ein Stein aus der Mauer fällt.
Natürlich darfst Du die Generatorleistung nicht nach oben ändern ohne Genehmigung. Aber WR ist echt egal.
Oder sagen wir so: Bei der Netze BW. Natürlich erhebe ich keinen Anspruch auf Rechtssicherheit :D - und es gibt bestimmt manche MA der VNB, die das aus Unwissenheit anders sehen. Und natürlich müssen Grenzen wie i.A 30 kVA WR Leistung wegen Wandlermessung etc eingehalten werden.

Gruß
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon seppelpeter » 06.04.2018, 20:28

Ralf Hofmann hat geschrieben:Hi,

seppelpeter hat geschrieben:Aha, darf man dann auch selbst, als nicht fachmann einen oder zwei 1-phasige WR raus schmeißen und einen 3-phasigen hin hängen ... ohne den VNB zu informieren oder muss es zwar ein Elektriker machen, aber Meldung ist nicht vorgesehen?

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Das ist auch mein Stand.
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Re: Kontrolle der 70% Regelung

Beitragvon seppelpeter » 06.04.2018, 20:29

hgause hat geschrieben:
seppelpeter hat geschrieben:Denke nur über den Wechsel von 1-pasigem WR auf 3-phasigen nach o.ä.

Genau deswegen hatte ich nachgefragt, Ergebnis s.o.


Also einfach machen?

Das gleiche steht bei mir früher oder später ja auch an.
Siehe Signatur.
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