Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Gebühr

Hausanschluß, Einspeisezähler, TAB, Anschlussbedingungen, Netzbetreiber, etc.

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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon Energiesparer51 » 07.08.2018, 16:49

Darf der Netzbetreiber ein Entgelt für die Netzverträglichkeitsprüfung verlangen?

https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/beitrag/2779
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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon drenk » 07.08.2018, 16:55

passra hat geschrieben:Wenn dir schon die 1000€ Gebühr zu viel sind, wie willst du das erst mit einem Speicher glückich werden? :ironie:

Oder anders gesagt, bei dem Verlust, den der Speicher einfährt, kommt es auf die Gebühr auch nicht mehr an :twisted:


Naja, wenn es sich um eine "Rattenfänger-Gebühr" handelt, dann versaut mir das natürlich die Gesamtkalkulation ;)

Aber du scheinst ja konkrete Bedenken, bezüglich des Speichers zu haben? Bin ehrlich interessiert, wieso du sagst, dass sich ein Speicher nicht lohnt? Mein Anlagenbauer rechnet es mir natürlich schön und es macht auf "Papier" Sinn... wie gesagt, stehe noch am Anfang der Planung und für jeden Ratschlag dankbar.
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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon Elektron » 07.08.2018, 16:59

drenk hat geschrieben:
Aber du scheinst ja konkrete Bedenken, bezüglich des Speichers zu haben? Bin ehrlich interessiert, wieso du sagst, dass sich ein Speicher nicht lohnt?


Gefühlt in 2.000 Postings: search.php?keywords=Speicher+nicht+lohnt&terms=all&author=&sc=1&sf=all&sr=posts&sk=t&sd=d&st=0&ch=300&t=0&submit=Suche
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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon alterego » 07.08.2018, 17:51

Zum Begriff "Grundstück" gibt es auch was von der Clearingstelle, damit ist ausdrücklich nicht Flurstück gemeint, womit alles erledigt sein sollte.
OT:
drenk hat geschrieben:Von der Zusammenlegung der Flurstücke werde ich absehen, da ich gerade mit dem Katasteramt telefoniert habe und mir die evtl. Änderungen bei Grundstückssteuer etc. zu heikel sind.

Das Nachbarflurstück liegt aber nicht aus versehen schon im Außenbereich?

Zum Speicher ist wirklich schon genug geschrieben, wirtchaftlich rechnet sich der nur in sehr speziellen Fällen. Es ist erheblich kostengünstiger (Zeitschalturen sind teilweise shcon vorhanden und Brain 1.0 kostet gar nichts außer ein paar Kalorien ;) ) so viel Verbrauch wie möglich in die Sonnenstunden zu verschieben.
Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.
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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon passra » 08.08.2018, 08:56

Naja, wenn es sich um eine "Rattenfänger-Gebühr" handelt, dann versaut mir das natürlich die Gesamtkalkulation ;)


Da hast du schon recht, die "Gebühr" ist eine Frechheit, dass muss man nicht mitmachen.

Aber du scheinst ja konkrete Bedenken, bezüglich des Speichers zu haben? Bin ehrlich interessiert, wieso du sagst, dass sich ein Speicher nicht lohnt? Mein Anlagenbauer rechnet es mir natürlich schön und es macht auf "Papier" Sinn...


Das es auf dem Papier des Anlagenbauers Sinn macht, ist schon klar, der verdient ja reichlich am Speicher. Bei reiner PV wird sein Gewinn deutlich geringer sein. Hatten wir ja schon zig-mal, aber für dich nochmal die Überschlagsrechnung zur Speicher-"Rendite". Grundsätzlich gibt es verschiedene Rechenwege, um das Problem aufzuzeigen, am einfachsten sieht man es bei einer Rechnung über die Vollzyklen.
Vollzyklus: Der Speicher wird einmal komplett geladen und wieder entladen. Das schafft man im Jahr normalerweise rund 250 mal. Warum nicht 365: Im Sommer bekommt du den Speicher teilweise nicht leer, zu anderen es gibt schlechte Tage, da bleibt nichts für den Speicher, besonders im Winter.

So, nun zur Rechnung mit einem 10kWh-Speicher ohne das ganze Steuergedöns:

Was gewinnt man im Jahr: 10kWh * 250 * 0,25€ (Strompreis) = 625€
Was muss man dafür aufwenden im Jahr: 2500kWh * 1,2 (20%Speicherverluste) * 0,12€ (Einspeisevergütung) = 360€

Bleiben pro Jahr dann 625€ - 360€ = 265€ Reingewinn. Davon gehen dann unter Umständen noch Steuern auf den Eigenverbrauch (2500kWh) weg.

Von diesen dann noch, sagen wir, 250€ musst du dann den Speicher refinanzieren. Hält das Ding 15 Jahre, hast du 3750€ zur Verfügung, mehr darf das Ding nicht kosten, sonst ist es ein Minusgeschäft.

Der Anbieter hat nun im wesentlichen 2 "Stellschrauben", mit denen diese Tatsache geschönt wird:

1. Der Speicher und die Renditeberechnung werden IMMER zusammen mit der PV gemacht. Dadurch wird der Verlust des Speichers durch den Gewinn der PV "überdeckt".
2. Man rechnet mit teilweise enormen Strompreissteigerungen von 5% und mehr. Dadurch steigt dann das Speicherplus stark an.

Fazit: Ein Speicher rechnet sich im Moment noch nicht. Steigt der Strompreis wirklich stark an, kann man den Speicher immer noch zu einem dann wahrscheinlich sogar günstigeren Preis nachrüsten. Dies muss einem bewusst sein. Natürlich ist es schön, abends und in der Nacht seinen eigenen Strom zu verbrauchen, aber rentieren tut sich das, wie so viele andere Dinge auch, nicht.
Also, kann man machen, muss man aber nicht.
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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon drenk » 09.08.2018, 14:14

passra hat geschrieben:
Naja, wenn es sich um eine "Rattenfänger-Gebühr" handelt, dann versaut mir das natürlich die Gesamtkalkulation ;)


Da hast du schon recht, die "Gebühr" ist eine Frechheit, dass muss man nicht mitmachen.

Aber du scheinst ja konkrete Bedenken, bezüglich des Speichers zu haben? Bin ehrlich interessiert, wieso du sagst, dass sich ein Speicher nicht lohnt? Mein Anlagenbauer rechnet es mir natürlich schön und es macht auf "Papier" Sinn...


Das es auf dem Papier des Anlagenbauers Sinn macht, ist schon klar, der verdient ja reichlich am Speicher. Bei reiner PV wird sein Gewinn deutlich geringer sein. Hatten wir ja schon zig-mal, aber für dich nochmal die Überschlagsrechnung zur Speicher-"Rendite". Grundsätzlich gibt es verschiedene Rechenwege, um das Problem aufzuzeigen, am einfachsten sieht man es bei einer Rechnung über die Vollzyklen.
Vollzyklus: Der Speicher wird einmal komplett geladen und wieder entladen. Das schafft man im Jahr normalerweise rund 250 mal. Warum nicht 365: Im Sommer bekommt du den Speicher teilweise nicht leer, zu anderen es gibt schlechte Tage, da bleibt nichts für den Speicher, besonders im Winter.

So, nun zur Rechnung mit einem 10kWh-Speicher ohne das ganze Steuergedöns:

Was gewinnt man im Jahr: 10kWh * 250 * 0,25€ (Strompreis) = 625€
Was muss man dafür aufwenden im Jahr: 2500kWh * 1,2 (20%Speicherverluste) * 0,12€ (Einspeisevergütung) = 360€

Bleiben pro Jahr dann 625€ - 360€ = 265€ Reingewinn. Davon gehen dann unter Umständen noch Steuern auf den Eigenverbrauch (2500kWh) weg.

Von diesen dann noch, sagen wir, 250€ musst du dann den Speicher refinanzieren. Hält das Ding 15 Jahre, hast du 3750€ zur Verfügung, mehr darf das Ding nicht kosten, sonst ist es ein Minusgeschäft.

Der Anbieter hat nun im wesentlichen 2 "Stellschrauben", mit denen diese Tatsache geschönt wird:

1. Der Speicher und die Renditeberechnung werden IMMER zusammen mit der PV gemacht. Dadurch wird der Verlust des Speichers durch den Gewinn der PV "überdeckt".
2. Man rechnet mit teilweise enormen Strompreissteigerungen von 5% und mehr. Dadurch steigt dann das Speicherplus stark an.

Fazit: Ein Speicher rechnet sich im Moment noch nicht. Steigt der Strompreis wirklich stark an, kann man den Speicher immer noch zu einem dann wahrscheinlich sogar günstigeren Preis nachrüsten. Dies muss einem bewusst sein. Natürlich ist es schön, abends und in der Nacht seinen eigenen Strom zu verbrauchen, aber rentieren tut sich das, wie so viele andere Dinge auch, nicht.
Also, kann man machen, muss man aber nicht.


Großes Dankeschön für die Erläuterung - das werde ich defnitiv nochmal mit dem Anlagenbauer durchsprechen. Sehr aufschlussreich.
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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon drenk » 09.08.2018, 14:20

Bezüglich der Thematik der 2 Flurstücken und der Netzanschluss Problematik, hat es eine neue Wendung gegeben ;)

Nun hat mich ein weiterer Anlagenbauer (100%ige Tochterunternehmen meines Netzbetreiber) kontaktiert, mit der Bitte ein Angebot abgeben zu dürfen. Dem netten Mitarbeiter die Problemstellung erläutert und auf die Aussage des Mitarbeiters des Netzbetreibers hingewiesen. Kurze Verwunderung seinerseits - er möchte sich darum kümmern und recherchieren.

Dann per Mail folgende Aussage: "Gemäß VDE-AR-N 4105, Kap, 5.1, dürfen Erzeugungsanlagen, die auf verschiedenen Grundstücken mit jeweils eigenem Netzanschluss installiert sind, grundsätzlich nicht zusammengefasst an einem Netzanschlusspunkt an das Netz des Netzbetreibers angeschlossen werden." Es folgt eine Zusicherung, dass die Errichtung einer geteilten Anlage auf meinem Grundstück mit Anschluss am Netzanschluss meines Hauses, kein Problem sei.

Somit nimmt der Anlagenbauer, der eine 100%ige Tochter ist, eine konträre Position zur Muttergesellschaft ein... Irgendwie läuft da was schief...
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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon Energiesparer51 » 09.08.2018, 14:30

Zumindest wird hier Wissen, was der VNB gar nicht weitergeben dürfte, missbräuchlich zur Aquise genutzt. Dir hilft es vielleicht weiter. Kannst ja mal nachfragen, wie es dort mit dem Datenschutz bestellt ist.
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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon jodl » 09.08.2018, 15:25

drenk hat geschrieben:"Gemäß VDE-AR-N 4105, Kap, 5.1, dürfen Erzeugungsanlagen, die auf verschiedenen Grundstücken mit jeweils eigenem Netzanschluss installiert sind, grundsätzlich nicht zusammengefasst an einem Netzanschlusspunkt an das Netz des Netzbetreibers angeschlossen werden."


1. liegt dieser Fall bei dir ja nicht vor, weil du keine zwei Grundstücke "mit jeweils eigenem Netzanschluß" hast, du hast ja zwei Grundstücke von denen eines einen Netzanschluß hat und das andere hat keinen.

2. und sogar wenn dieser Fall bei dir vorliegen würde, dann wäre es auch kein Hindernis, weil die VDE-AR im Gegensatz zum EEG kein Gesetz ist, sondern eben nur eine Anwendungsregel eines Vereins. Rechtlich vergleichbar mit AGB die jemand anwenden möchte.
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Re: Anlage auf Flurstück ohne Anschluss errichten = 1038€ Ge

Beitragvon Energiesparer51 » 09.08.2018, 16:26

In der VDE AR 4105 steht tatsächlich ewas zu verschiedenen Grundstücken mit jeweils eigenem Netzanschluss, jedoch in dem Zusammenhang nichts von Flurstücken. Auch steht da, dass mehrere Anlagen auf einem Grundstück mit mehreren Netzanschlüssen wiederum zusammengefast werden dürfen.

Das erklärt aber nichts bezüglich der geforderten Gebühr.
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