Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

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Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon Chrislybear » 07.05.2018, 23:00

Also eigentlich ist meine Frage ganz einfach: Meine Anlage soll nach Beauftragung jetzt ganz schnell gebaut werden (hätte mit mehr Wartezeit gerechnet) und so soll die Anlage am 18. Mai fertig gebaut sein. Aber ab wann darf ich denn tatsächlich Einspeisevergütung vom VNB verlangen?

Hintergrund der Frage ist, dass der Solateur meinte die für mich zuständige VNB e.dis Netz GmbH braucht im Moment 2 Monate für "die Anträge". Das wäre natürlich sehr ärgerlich wenn ich sonnige Monate verschenke und solange ich nicht einspeise kann ich ja auch nicht selbst verbrauchen oder?

Nach meinem Verständnis ist die Voraussetzung ja, dass der vorhandene Einrichtungszähler durch einen Zweirichtungszähler erstzt wird und dann kann ich mit dieser "Abrechnungsgrundlage" dem VNB doch eine Rechnung schicken. Wenn e.dis es nicht hinbekommt schneller als in 2 Monaten den Zähler einzubauen, könnte ich doch einen alternativen Messstellenbetreiber wie Discovergy beauftragen und haben dann quasi sofort den Zähler. Dann darf ich doch auch sofort Einspeisevergütung verlangen oder?
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Re: Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon machtnix » 07.05.2018, 23:17

ganz unabhängig davon, wann der Einspeisezähler gesetzt wird, die 20 Jahre Einspeisevergütung bleiben dir doch erhalten.
Es spricht auch nix dagegen den Eigenverbrauch unabhängig von der Einspeisung zu nutzen.
Wichtig für die Vergütung ist auch, das die Anlage von Dir bei der Bundesnetzagentur registriert wurde.
Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!
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Re: Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon mbrod » 07.05.2018, 23:37

Darf man die Anlage "einfach in Betrieb nehmen", auch wenn der neue Zähler noch nicht eingebaut ist?
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Re: Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon jodl » 08.05.2018, 07:48

mbrod hat geschrieben:Darf man die Anlage "einfach in Betrieb nehmen", auch wenn der neue Zähler noch nicht eingebaut ist?


andersherum gefragt: wo steht daß man das nicht darf?
der Begriff "Inbetriebnahme" ist im EEG erklärt. Von einem neuen Zähler steht da nichts.
der Netzbetreiber hat die Pflicht, den Strom aus Erneuerbaren Energien unverzüglich vorrangig abzunehmen und zu vergüten.
Vor dieser Verpflichtung kann er sich nicht durch Sperenzchen wie Hinauszögern eines Zählerwechsels, Forderung nach Anwesenheit eines Elektrikers bei einer von ihm angesetzten "Inbetriebnahme" oder ähnliches, drücken.
Für den Anlagenbetreiber ist es meistens kein Nachteil, wenn der Zähler nicht ausgetauscht ist weil die alten Zähler keine Rücklaufsperre haben . Wenn das dem Netzbetreiber nicht gefällt, dann liegt es (ausschließlich) in seinem Einflussbereich diesen Zustand durch den Tausch des Zählers zu beenden.
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Re: Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon P2063 » 08.05.2018, 09:20

kurz gesagt: ab Inbetriebnahme.

man meldet ja das Inbetriebnahmedatum und dann ist es egal ob sie 2 Tage, 2 Wochen oder 2 Monate brauchen um das zu bearbeiten. Ich hab auch erst mal über 4 Monate kein Geld gesehn, aber dann alles rückwirkend bekommen.
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Re: Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon Chrislybear » 08.05.2018, 09:40

P2063 hat geschrieben:kurz gesagt: ab Inbetriebnahme.

man meldet ja das Inbetriebnahmedatum und dann ist es egal ob sie 2 Tage, 2 Wochen oder 2 Monate brauchen um das zu bearbeiten. Ich hab auch erst mal über 4 Monate kein Geld gesehn, aber dann alles rückwirkend bekommen.


So ganz ist mir das leider noch nicht klar, wie das gehen soll.

Unsere "alten" Zähler haben eine Rücklaufsperre, es ist nämlich ein eHZ Einrichtungs- / Eintarifzähler (digital) mit Rücklaufsperre. Einen Einspeisezähler oder Zweirichtungszähler gibt es nicht, einen geeichten Produktionszähler gibt es nicht bevor der VNB keinen einbaut. Auf welcher Abrechnungsgrundlage wurde da bei dir denn rückwirkend etwas erstattet?

In den AGB der meisten Solateure von denen ich Angebote hatte ist unter Zahlungsbedingungen auch extra der Begriff Inbetriebnahme als "Anlage durch Solateur getestet" definiert und dies explizit in Abgrenzung zu "von VNB abgenommen / Einspeisebeginn" unterschieden. Ich habe bei meinem jetzigen Auftrag extra vereinbart, dass ich 10% einbehalten kann bis die Anlage einspeisen kann und der Zähler vom VNB getauscht wurde und der Solateur bereitete mich schon mal drauf vor, dass zwischen Installation und diesem Termin rund 8 Wochen liegen.
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Re: Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon Ralf Hofmann » 08.05.2018, 09:55

Hi,

Chrislybear hat geschrieben:. . . und der Solateur bereitete mich schon mal drauf vor, dass zwischen Installation und diesem Termin rund 8 Wochen liegen.

wenn Euer VNB wirklich so eine Schnarchnase ist, dass würde ich schon jetzt einen Zähler bei ComMetering bestellen.
Dann kannst Du mit Sicherheit viel früher einspeisen, weil die unabhängig vom Netzbetreiber die Zähler setzen.
Und Du musst erstmal nicht fürchten, in einem halben Jahr den teuren und völlig sinnfreien neuen Smartmeter auf`s Auge gedrückt zu bekommen.
MfG
Ralf Hofmann
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Re: Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon P2063 » 09.05.2018, 11:45

Chrislybear hat geschrieben:Unsere "alten" Zähler haben eine Rücklaufsperre, es ist nämlich ein eHZ Einrichtungs- / Eintarifzähler (digital) mit Rücklaufsperre. Einen Einspeisezähler oder Zweirichtungszähler gibt es nicht, einen geeichten Produktionszähler gibt es nicht bevor der VNB keinen einbaut. Auf welcher Abrechnungsgrundlage wurde da bei dir denn rückwirkend etwas erstattet?


ok das war mir jetzt so nicht klar, dass es da solche Verzögerungen gibt. Wir haben ja einen Neubau und da direkt auch den Zähler am selben Tag gesetzt bekommen. PV Inbetriebnahme, Herstellung des Netzanschlusses und Baustromkasten abklemmen war quasi alles am selben Tag.

aber der Solarteur/Elektriker macht ja eigentlich auch die Anmeldung beim Netzbetreiber, teilt denen also das Inbetriebnahmedatum mit. Wenn da kein passender zähler oder eine hinreichend genaue näherung mittels Homemanager oder ablesen vom Wechselrichter möglich ist würde ich mal sagen wird entsprechend geschätzt.
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Re: Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon jodl » 09.05.2018, 12:52

das möchte ich gerne sehen daß jemand Geld für eine "geschätzte" Einspeisung gekriegt hätte!
Ohne Zähler gibt es keinen Zählerstand und damit auch keine Einspeisevergütung.
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Re: Ab wann gibt es denn tatsächlich Einspeisevergütung?

Beitragvon Chrislybear » 10.05.2018, 23:10

jodl hat geschrieben:das möchte ich gerne sehen daß jemand Geld für eine "geschätzte" Einspeisung gekriegt hätte!
Ohne Zähler gibt es keinen Zählerstand und damit auch keine Einspeisevergütung.


Das sehe ich auch so, da werden die mir was husten wenn ich denen Zählerstande von meinen "eigenen" Zählern nenne.
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