Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

Beitragvon roberti » 30.06.2018, 00:12

Hallo Bento,

zu Deinen offenen Fragen.

Du bist also Kleinunternehmer !?

Nein im Kreis RE ist für Anlagen bis 10 kWP keine Gewerbeanmeldung erforderlich, allerdings muss 1x jährlich eine USt-Erklärung abgegeben werden. D. h. ich kann die von der Vers. einbehaltene MwSt als Ausgabe, mit der abzuführenden MwSt aus meiner Einspeisevergütung gegenrechnen.

könntest du dir vorstellen, dass dein verhalten eine rolle spielt für die schadenfallkündigung durch den versicherer?

Nicht wirklich nach meiner Beschwerde habe ich ein Entschuldigungsschreiben, bzw. einen RR von der GL erhalten u. der Schaden wurde abschließen reguliert. Es sei denn die Waldenburger kündigt jeden der eine Schaden meldet.

du schreibst die versicherung hat dir den schaden vollständig entschädigt, d.h. auch den schaden an der dachhaut des gebäudes, was ja nicht bestandteil der pv-anlage ist und somit wahrscheinlich nicht zur pv-versicherung gehört?

hatte ich bereits im vorangegangenen Post beantwortet
"Bei einer Allgefahren-Police sind bis auf grobe Fahrlässigkeit, zumindest in meinen Vertragsbedingungen, so ziemlich alle Schäden die an oder durch die PV-Anlage verursacht wurden mitversichert. Beschädigt war an der Anlage nichts aber den letzten String schräg stehen lassen ist denke ich auch keine Option (Verschattung). "

VG
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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

Beitragvon MBIKER_SURFER » 30.06.2018, 00:33

Oh, oh - da liegt aber einiges im Argen. Umst hat zunächst mal gar nichts mit Gewerbe zu tun!
Gruß
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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

Beitragvon Fritz49 » 30.06.2018, 05:53

Hallo Die Fa Krist, hat mir den Vertrag, nach den Erhöhungbegehren, nun gekündigt.
Rechtlich sehe ich das als sehr, sehr wackelg an?
Denn di e wollten noch erst die totale Überversicherung prüfen.
An sich besteht für mich ein außerordendliches Kündiginsrecht bis zum 01. 08.
Dürfen die mir ein fach zu vor kommen ?
Zu mindest habe ich bei einer Neuversicherung einen Nachteil, wenn ich gekünigt worden bin.
Aber egal, mein Spruch ist -,und war immer :
"Versicherungen lernst Du erst kennen , wenn Du einen Schaden hast"
Vor her, buchen sie pünktlich ab und alles ist alles OK. ??
Doch Gott sei Dank, habe ich diese Versicherung, vor einen Schaden , ---kennen gelernt !!!
Und ich denke ich werde meine anderen Versicherungen bei dieser Gesellschaft, schon vorsorglich zum nächsten
Termin kündigen.
Gruß,
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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

Beitragvon Bento » 30.06.2018, 12:01

roberti hat geschrieben:zu Deinen offenen Fragen.

Du bist also Kleinunternehmer !?

Nein im Kreis RE ist für Anlagen bis 10 kWP keine Gewerbeanmeldung erforderlich, allerdings muss 1x jährlich eine USt-Erklärung abgegeben werden. D. h. ich kann die von der Vers. einbehaltene MwSt als Ausgabe, mit der abzuführenden MwSt aus meiner Einspeisevergütung gegenrechnen.

O.K., du hast also steuerlich auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet. Dann bist du vorsteuerabzugsberechtigt. Insofern verstehe ich nicht, warum du im ersten Post vom Gegenteil ausgegangen bist?
Falls das einer deiner Ärgernisgründe gegenüber der Versicherung war (Versicherung zahlt USt. nicht), wird man diesen Irrtum wohl auf deine mangelnde Kenntnis der steuerlichen Rechtslage (ist jetzt nicht persönlich gemeint) zurückführen müssen.

Trotzdem darf die Bearbeitung seitens der Versicherung natürlich nicht so lange dauern.
Viele Grüße
Bento

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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

Beitragvon Bento » 30.06.2018, 12:32

Fritz49 hat geschrieben:Die Fa Krist, hat mir den Vertrag, nach den Erhöhungbegehren, nun gekündigt.

Zwei Fragen habe ich dazu:
1) Hat das wirklich der Makler Krist gemacht oder war das die Versicherung?
2) War das Erhöhungsbegehren wirklich während eines laufenden Vertrages oder war die Grundlaufzeit vorbei und es stand eine Weiterführung des Vertrags im Raum?

Mir ist kein Versicherer bekannt, der 5 oder 10 Jahre Grundlaufzeit hat, sodass man sich nach anfänglich vielleicht 2 Jahren immer wieder überraschen lassen muss, ob die Prämienhöhe gleichbleibt oder sich erhöht.

Jeder sollte sich darüber bewusst sein, dass Verträge eine begrentzte Laufzeit haben und jeder Vertragspartner nach Ablauf frei in seiner Wahl ist, den Vertrag fortzusetzen. Wenn eine Versicherung meint, sie müsse mehr Geld für eine Fortsetzung haben, dann ist das ihr gutes Recht; genauso wie es das gute Recht des Versicherten ist, hiermit nicht einverstanden zu sein (und es auch kund zu tun). Dann kommt eben kein neuer Vertrag zustande.

Mir sind diese Dinge auch schon einige Male passiert, z.B. bei der Gebäudeversicherung, wo kurz hintereinander zwei Leitungswasserschäden kamen. Dort hatte die Versicherung wohl das Risiko weiterer Leitungswasserschäden gesehen und mich nach der Regulierung der ersten beiden Schäden vor die Wahl gestellt, den Eigenanteil bei Leitungswasser für eine gewisse Zeit hochzusetzen oder den Vertrag zu kündigen.
Auch bei der PV-Versicherung hatte ich den Fall schon, als kurz nach Abschluss der Versicherung ein Wechselrichter nach Meldung "innerer Betriebsschaden" getauscht wurde. Nach der Abwicklung hatte mich die Versicherung vor die Entscheidung gestellt, zukünftig auf das Risiko "innerer Betriebsschäden" verzichten zu wollen oder die Versicherung würde gekündigt werden. Seither ist dort das Risiko nicht mehr versichert. Wenn mich das jetzt völlig stören würde, würde ich den Versicherungsvertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen und eine andere Versicherung mit dem Risiko "innere Betriebsschäden" abschließen. Allerdings wird das bei älter werdenden Anlagen zunehmend schlechter.
Viele Grüße
Bento

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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

Beitragvon Fritz49 » 30.06.2018, 13:28

Hallo Bento,
diese Versicherung besteht seit 2011.
Abschlusszeitraum immer 3 Jahre
Vor 2 Jahern hatte ich einen Hagelschaden gemeldet !
Optisch war, und ist an der PV Anlage nichts zu sehen.
Aber am Gebäude war ein Schaden von fast 5000€ zu verzeichnen. Versichert über eine ander Gebäudevers.
Im letzen Jahr war der Ertrag etwas geringer. Aber das war ja allgemein so ? .
Nach meinem Rechtsverständnis bleiben ich mit der Versicherung, durch diesen gemeldeten Schaden " verwandt"
( Folgeschäden)
Und ganz sicher wenn die kündigen !
Oder könnte das der Grund sein, daß sie sich Meiner entledigen möchten ?
Fritz
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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

Beitragvon Bento » 30.06.2018, 13:37

Hallo Fritz,

Fritz49 hat geschrieben:Vor 2 Jahern hatte ich einen Hagelschaden gemeldet !
Optisch war, und ist an der PV Anlage nichts zu sehen.
......
Nach meinem Rechtsverständnis bleiben ich mit der Versicherung, durch diesen gemeldeten Schaden " verwandt"
( Folgeschäden)
Und ganz sicher wenn die kündigen !

Puh, da will ich mich mal nicht zu äußern, weil ich nur vermuten könnte. Dafür gibt es ja Versicherungsspezies hier im Forum.

Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass du es schwer haben wirst, nach so langer Zeit einen Zusammenhang zwischen dem damaligen Hagelschaden und den irgendwann nach Vertragsbeendigung mal anfallenden Auswirkungen herzustellen.
Viele Grüße
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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

Beitragvon roberti » 09.07.2018, 08:13

So das Drama Krist / Waldenburger Vers, nähert sich dem Ende....

Bei mir, gab es während der Schadensregulierung auch wie bei Fritz40 ein Prämienanpassung (satte 18%), ich dachte zwar das dies im Zusammenhang mit dem Schaden steht... ist aber m. E. eher genau wie die Kündigung im Schadensfall, eine Strategie der Waldenburger sich von einer nicht mehr so lukrativen Sparte PV-Vers. zu verabschieden...?

So weit ich gesehen habe, hat Krist die Waldenburger auch nicht mehr im Angebot

Als kleinen Gag hat Krist aber jetzt auch noch, die fällige Jahresprämie (->07/2019), 3 Wochen vor Vertragsende (Kündigung d. Waldenburger) abgebucht!

VG
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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Versicherung

Beitragvon rosa » 08.08.2018, 12:57

Hallo Allerseits!
Ich glaube, dass das die hier geschilderten Fälle eher dem zutun der Waldenburger Versicherung zuzuordnen sind.
Versicherungsmakler Krist hat damals einen Versicherer gesucht und gefunden, der seine Bedingungen zu enorm günstigen Konditionen mitgeht. Billig verkauft sich halt besser, bringt aber auch einige Gefahren mit sich.

Zu Zeiten des Photovoltaik-Booms, war alles noch in Ordnung. Es kam genügend Neugeschäft um Schadenzahlungen entsprechend abzufedern. Doch diese Zeiten sind längst vorbei und die Schadenzahlungen steigen. Jetzt kommt der Faktor Mindestbeitrag ins Spiel!

Alle Versicherungsgesellschaften, die damals für einen Mindestbeitrag von 45, 50 oder 60 EUR netto eine Photovoltaikversicherung angeboten haben, was für den größten Teil der PV- Anlagen zutreffend war, kommen heute ins Schleudern. Was zu der Zeit mit billig, billig verkaufsfördernd war, holt heute den Makler und die Versicherung ein, da die Prämieneinnahmen nicht mehr ausreichend sind. Hier hätte vor allen Dingen der Makler mit viel mehr Weitsicht agieren müssen. Aus diesem Grund haben wir den Preiskampf auch nie mitgemacht, was sich heute bekräftigt. Wir haben allein aus den Mindestbeiträgen mind. 20% mehr für Schadenzahlungen und unser Kunde seine Ruhe!

Die Problematik geht aber noch weiter: Die Versicherer sind sich bewusst, dass Altanlagen (>5 Jahre) ein unliebsames Risiko geworden sind. Liegen auch noch Schäden vor, ist die Aussicht auf einen adäquaten Folgeversicherer recht eingeschränkt! Ich vermute, dass mit diesem Hintergedanken unliebsame und risikoträchtige Verträge herausgefiltert werden und dem Betreiber eine Beitragserhöhung aufgedrückt wird. Vielen bleibt keine andere Wahl wie dem zuzustimmen, da ansonsten eine Kündigung ausgesprochen wird. Wenn bei Kündigung auch noch eine Finanzierung mit hinterlegtem Sicherungsschein läuft, fangen die großen Probleme an.

Im Übrigen haben bereits 2016 auch schon andere Photovoltaikversicherungen großflächig Erhöhungen bzw. Kündigungen ausgesprochen.

Gruß
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Re: Erfahrungen mit Krist / Waldenburger Vers,

Beitragvon Carstene » 08.08.2018, 13:46

Der Link ist interessant da er mich ggf betrifft- wobei der Beitrag aus 2016 ist !

Ich lass mich da auch mal überraschen.

Hatte im April einen grösseren Schaden. Dieser wurde übrigens anstandslos und in kürzester zeit erledigt. Vom Schaden bis zur finalen Abrechnung vergingen keine vier Wochen. Ich durfte schon am nächsten Tag den Solarteur beauftragen, anhande des Angebotes war die erste Zahlung (Abschlag fürs erste Leid) auf dem Konto

Kündigung habe ich bis heute nicht erhalten. Eine Betragsanhebung stehe ich an dieser Stelle offen gegenüber - solange es sich im Rahmen hält.
7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11
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