Beiträge von TomTom70 im Thema „Anlagenplanung, speziell Auslegung Sungrow SH25T mit TIGO Moduloptimierer“

    Hab mir das Dach nochmals angeschaut.
    Würde die Stringspannungen evtl. weiter ausreizen und somit eher auf etwas Effizienz verzichten.
    Wie hoch ist denn die WorstCase Leerlaufspannung denn aktuell?
    Dann sollte es evt. möglich sein auf einen String Parallelschaltung und Optimierer ganz zu verzichten?
    Die evtl. noch kommenden Strings gen Norden kann man dann immer noch Parallel nehmen.
    Oder gar auf 2 WR mit je 12kW-15kW wechseln, dann stehen eben 4 MPPTs zur Verfügung.
    Mach das Setup auch jeden Fall leichter und Optimierer fallen ebenfalls weg.

    Auch ein Modul im Schatten hat fast die gleiche Spannung wie eines in der Sonne ;)
    Globalstrahlung sei Danke.
    Außer Du legst ne Decke oder dick Schnee drüber.
    Somit summieren sich laut Krchhoff die Ströme ziemlich brav.
    So ein PV Modul ist eben keine Ideale Spannungsquelle sondern der Innenwiderstand ist recht hoch und auch noch stark von der Einstrahlung etc. abhängig.
    Darum fließt dann auch bei gleich viel sehr ähnlichen Modulen, im normalen Betriebbereich, eigentlich kein Ausgleichsstrom zwischen den parallelen Strings.

    Der TE würde bei „Bau 2“ verschieden lange Strings auf einen MPPT legen.

    Kein Ding, ich mag das wenn's ein wenig kontrovers ist (ist irgendwie ja auch kreativ und bringt einem so manche neue Sichtweise oder Lösungsmöglichkeit ) ... eingeschnappt bin ich deshalb bestimmt nicht.
    Auf den großen Baustellen und Bausitzungen geht es weit heftiger zu und da gehts meist noch um viel Kohle.

    Das habe ich jetzt übersehen oder ich muß die Brille putzen, dachte das sind 2 mal 23 Module.
    Ungleiche Strings Parallel passt nicht, da rettet auch ein konventioneller Optimierer nichts mehr.
    Zumindest habe ich noch kein System verbaut wo es dafür eine Freigabe vom WR Hersteller gibt.

    Danke für die Blumen, aber ich könnte mir sogar eine eigenen Tracker aufbauen und den Quellcode dazu skripten.
    Du kannst Dir ja gerne mal ein paar Module im PSpice synthetisieren und schauen was dabei so ein zentrales Schattenmanagementen unter zuhilfenahme von realen Testvektoren so hin bekommt :D
    Da bleibt dann viel von den pauschalen Marketingverprechungen auf der Strecke.
    Insbesondere wenn man 2 nicht ganz 100%ig gleich verschattete Strings parallel auf einen MPPT nimmt.
    Lieber einen guten String der den MPPT schon ordentlich auslastet kann und den anderen als verschatteten als Schlechtwetterbooster.
    Und ja, wenn der String solo ist und am besten alles brav in einer Reihe liegt und dazu noch ein "harter" Schatten drüber streicht, funktioniert so ein zentrales Schattenmanagement bei fast jedem der Hersteller ganz gut.

    Sorry, aber das ist ganz falsch. Bei Parallelschaltung von Strings müssen alle unverschattet oder gleichmäßig verschaltet sein. Was soll das Schattenmanagement denn sonst machen, wenn der eine String bei 600 V seinen MPP hat (weil unverschattet) und der andere bei 300 V (weil zur Hälfte verschattet)?

    Aha ... Du bist also die Meinung daß ein Modul im Schatten in der Praxis 0V abliefert? ( ännähernd 0V würden die nur abliefern wenn die Bypassdioden aktiviert sind also Einzelstring und aktives Schattenmanagement ) ...
    Ich bin eher der Meinung wenn schon keine 2 unverschatteten Strings parallel an einen MPPT hängen dann sollte wenigstens der unverschattete Teil komplett abliefern können dürfen. Sobald Sonne da ist geht der WR ja meist eh in seine Begrenzung ( zumindest lege ich meine Anlagen immer so aus ) ;)
    Und der verschattete Teil bringt eben bis zum MPP einen gewissen Anteil und bei Bewölkung ist es dann eh egal.
    Bei dieser Dachkonstallation wirst wohl ja eh keine 2 Strings hin bekommen welche sich absolut identisch verhalten.
    Man kann sich natürlich auch das Leben schwer machen und das irgendwie versuchen zu erreichen, aber 100% klappen wird es eben nicht.

    Würde in den 2. parallelen String auch fast nur verschattete Module aufnehmen da der String für mich eine "Schlechtwetterzubrot" darstellt.

    Eigentlich liebe ich Optimierer, aber nur welche die auch vom WR sauber gesteuert werden können und alle Module am MPPT auch optimiert sind.
    Bei den kleinen unterschieden im Winkel aber an sich gleicher Ausrichtung und einer geplanten Parallelschaltung von Strings würde ich hier alleine über das Schattenmanagement gehen. Dann aber versuchen daß wenigstens bei der Parallelschaltung nur ein String verschattet wird um das Schattenmanagement nicht zu "überlasten".
    Das eingesparte Geld wirst mit der Optimiererlösung wohl nicht erwirtschaften können.