Beiträge von STSC im Thema „PV Anlage für Mieter ohne Einspeisevergütung“

    Das Hauptproblem bleibt weiterhin, wenn der Mieter Betreiber ist, braucht er auch eine entsprechende Haftpflicht. Wie soll man das als Vermieter kontrollieren können, ob das passt.


    Irgendwie scheint mir das alles viel zu kompliziert für die Praxis.

    Betrachten wir diesen Fall, Mehrfamilienhaus.

    Die PV Anlagen werden vom Vermieter zur Verfügung gestellt. Der Vermieter hat keine Gewinnabsichten und auch keine Überschusserzielungsabsichten.


    Mieter 1

    Zähler 1 mit 800VA BKW (960Wp)


    Mieter 2

    Zähler 2 mit 800VA BKW (960Wp)


    Mieter 3

    Zähler 3 mit 800VA BKW (960Wp)

    Zähler 4 mit 3kWp PV: Getrennte Messung für Wärmepumpe und Warmwassererzeugung


    Der Mieter 3 hat in diesen Fall zwei Zähler und zwei PV. An einen Zähler hängt auch die größere 3kWp PV.


    Ist bei dieser Konstellation noch gesondert etwas zu betrachten?

    Machen wir mal ein konkretes Beispiel.

    Der Vermieter baut für den Mieter eine 3kWp PV-Anlage mit Einspeisevergütung auf das Gartenhaus.

    1) Der Vermieter ist der Eigentümer und hat keine Gewinnabsichten

    2) Der Vermieter meldet den Mieter als Betreiber im MaStR an

    3) Der Vermieter meldet den Mieter als Betreiber beim Netzbetreiber mit seiner Kontonummer (Mieterwechsel); initial macht das die EFK bei der IBN mit NAB

    4) Der Vermieter meldet die PV-Anlage der Gebäudeversicherung

    5) Der Mieter bekommt eine Zusatzvereinbahrungen mit folgenden Punkten:

    5a) Mieter ist Betreiber

    5b) Beim Netzbetreiber wird er entsprechend Kleinunternehmerregelung § 19 UStG mit IBAN angeben

    5c) Er betreibt ein "Gewerbe" das derzeit steuerfrei ist, § 3 Nr. 72 EStG

    5d) Er braucht eine Haftpflicht für die PV bei Schäden


    Könntes das so gehen? Bitte um Ergänzung und Korrektur.

    Gibt es irgendwo bereits eine solche Zusatzvereinbahrung wie diese aussehen könnte?

    Ich würde es auch bevorzugen, wenn der Mieter der Betreiber ist.

    Auch wenn sie Balkonkraftwerke heißen stehen diese PV-Anlagen in der Regel nicht auf dem Balkon, sondern sie kommen auf das Gartenhaus, Garage oder das Hausdach.


    Angenommen der Vermieter wird für jeden Mieter ein kleine PV-Anlage zur Verfügung stellen.

    Fragen:

    a) Spielt es eine Rolle ob die zur Verfügung gestellte Anlage 800W (BKW) oder größer ist?

    b) Werden diese kleinen PV-Anlagen auf dem Hausdach zusammengefasst, so dass sich dadruch irgendwelche Probleme geben.

    c) Braucht der Mieter als Betreiber eigentlich eine Betreiber-Haftpflicht?


    Der Vermieter müsste dann eigentlich nur bei Mieterwechsel den neuen Mieter als Betreiber ins MaStR eintragen. Sollte es eine Anlage z.B. mit 3kWp sein müsste er ihn auch noch beim VNB melden, damit der Mieter u.a. auch die Einspeisevergütung bekommt.

    Das ist alles irgendwie zu kompliziert.

    Um das ganze einfacher zu machen, der Vermieter hat keine Gewinnabsichten.

    Somit zwei Lösungen.


    a) Der Vermieter stellt dem Mieter kostenlos ein Balkonkraftwerk zur Verfügung. Kann jetzt rechtlich der Vermieter der Betreiber sein, oder muss es der Mieter sein?


    b) Der Vermieter stellt dem Mieter kostenlos eine 3kWp PV zur Verfügung und der Mieter erhält die Einspeisevergütung. Wer muss hier der Betreiber sein?


    Bei beiden Fällen ist mir aber immer noch nicht klar, ob die Haftpflicht vom Mieter oder Vermieter zahlt, wenn die PV vom Dach fliegt. Bräuchte der Vermieter ggf. dann eine Betreiber-Haftpflicht?

    Heißt das jetzt der VNB aktzeptiert völlig problemlos, wenn der Betreiber der Vermieter ist und die volle Einspeisevergütung der Mieter bekommt. Als Vermieter würde der komplette Strom an den Mieter verschenkt werden.


    Wenn ich EE-Gem aber richtig verstanden habe, sollte aber der Zählerbesitzer und somit der Vermieter als Betreiber eingetragen werden. Dann bräucht aber auch der Vermieter als Betreiber eine Betreiber-Haftpflicht für die PV-Anlage?

    B) anstatt des eingeebneten, beschwerlichen Wegs kannst du den steinigen Weg bergauf gehen.

    Bist du ein revolutionärer Selbstdenker und möchtest die 3kWp Generatorkapazität an einem Hoymiles HMT-2250-6T ungedrosselt betreiben, dann solltest du es nicht eilig haben. M.E. geht das auch. Nur musst du dafür ein erst ein NAB Netzanschlussbegehren stellen, sauber das Formular ausfüllen, usw. steht alles schon irgendwo im Wissen-Blog oder meinen Beiträgen. Dann brauchst du für die Inbetriebnahme IBN eine EFK-TREI (VNB-Liste) die ebenso kampfesfreudig ist wie du. Technisch (wird es die 3-phasige Leitung), energierechtlich, steuerlich alles kein Problem. Du musst nur die Argumente parat haben, die korrekten Begriffe verwenden und dem VNB Zeit geben, bis es den Weg auf dem Tisch der Fachkraft gefunden hat.

    Angenommen man bekommt das hin und die 3kWp Anlage wird über die EFK eingetragen. Wie würde das ganze dann bei einem Mieterwechsel ablaufen? Der Vermieter könnte den neuen Mieter in das Marktstammregister eintragen. Aber wie erfolgt die Ummeldung beim VNB, muss dann durch die EFK wieder eine Inbetriebnahme erfolgen?