Beiträge von schlossschenke im Thema „Inselanlage in Kenya“

    bei gleicher Leistungsabgabe der Strom niedriger ist und dadurch der Kabelquerschnitt niedriger werden kann.

    Höhere Leistung bei selber Stromstärke bedeutet nicht nur, dass sich die Leitungsquerschnitte reduzieren, sondern auch, dass ein Laderegler bei 48V gegenüber 12V die vierfache Leistung verarbeiten kann. Deshalb wird das spätere System auch auf 48V laufen.


    Bei geringen Leistungen <2kW spielt die Spannung aber noch keine allzu große Rolle. Für 12V spricht lediglich die Verfügbarkeit und Flexibilität beim Einsatz von Bleiakkus. Während für ein 24V System stets zwei identische 12V Batterien selber Bauart, Kapazität und Alters erforderlich sind, lassen sich bei 12V zur Not auch unterschiedliche Batterien (selber Bauart) parallel schalten. Es lässt sich also leichter etwas zusammen pfuschen, denn im Notfall funktioniert die Technik an jeder Autobatterie. Sofern Standort und Infrastruktur es zulassen, sollte auf so einen Flickenteppich aber dennoch verzichtet werden ;).


    Gruß


    schlossschenke

    Hallo,

    da ich nur ein paar mal im Jahr dort bin und dann maximal ein paar Handies, Laptop und Bosch Akkus aufgeladen werden. Später, wenn ich ganz umziehe würde ich gerne auf 5kw peak aufstocken.

    gleich in einen RS6000 zu investieren, wie hier empfohlen wird, halte ich für nicht zielführend, wenn die zu erwartende Maximallast auf absehbare Zeit <500W liegen wird und über die zukünftige Nutzung noch nichts Näheres bekannt ist. Die Diskrepanz zwischen den aktuellen Ansprüchen und den Anforderungen eines späteren Dauerwohnsitzes wird dermaßen groß sein, dass ein stufenweiser Ausbau nur wenig bis gar keinen Sinn macht. Besser wäre meiner Meinung nach ein Übergangssystem mit anschließender Neuplanung, sobald der genaue Termin des Umzugs feststeht. Ein Wiederverkauf der dann bestehenden Komponenten sollte auf dem Gebrauchtmarkt kein Problem sein.


    Die genannten Anforderungen erfüllt ebenso ein Phoenix 800 mit >3kWh Akku, zwei ausgewachsenen Modulen sowie einem passenden Laderegler. Wenige Nutzungstage pro Jahr schafft jeder Bleiakku, mit dem Vorteil, dass es im Defektfall Ersatz an jeder Ecke zu kaufen gibt. Kostet nicht viel und tut weniger weh, wenn bei längerer Abwesenheit was verschwindet.


    Wenn du sofort in einen 5kVA+ Inverter investieren möchtest, sollte das komplette System von Anfang an darauf ausgelegt sein. Auch der Akku sollte dann eine entsprechende Mindestgröße haben, unterliegt aber der kalendarischen Alterung. Große Kapazitäten machen deshalb erst Sinn, wenn sie auch genutzt werden.


    Die Solarpanelsan den AC Ausgang des Multiplus hängen. Bei den Microconvertern habe ich an Hoymiles gedacht,

    AC-Coupling ist etwas, was man (ergänzend) machen kann, in Off-Grid Systemen aber nur in den seltensten Fällen wirklich sinnvoll ist, da es meist mehr Nach- als Vorteile bringt. Manche Hersteller (z.B. SMA/Fronius) haben Off-Grid Nutzung bei ihren Produkten vorgesehen und/oder können passend konfiguriert werden. Die Hoymiles Modulwechselrichter unterstützen zwar Einspeisenormen mit Wirkleistungsreduktion bei Überfrequenz, diese sind für den Offgrid-Betrieb aber nur sehr bedingt geeignet, da das Regelverhalten ein komplett anderes ist (u.a. keine lineare Regelung von 0-100%).


    Modulare Bauweise lässt sich deutlich einfacher und besser mit Ladereglern realisieren.


    Gruß


    schlossschenke