Beiträge von remag im Thema „Strompreisexplosion - bei Euch auch!?“

    Wie du mit den genannten Dingen 5-6000 Euro pro Jahr sparen willst ist mir ein Rätsel.

    Das einzig sinnvolle ist Energiesparen und zwar Strom und Gas.

    Und da macht mittlerweile fast jede Maßnahme sinn, muss natürlich jeder selbst entscheiden was er machen kann und will.


    Interessante Frage die sich mir stellt, Wohnzimmer 18° oder Metzger?

    Sparen kannst du vermutlich mit dem Wohnzimmer in Euro mehr, ich finde es jedoch

    nicht gut regionale Kleinversorger "verhungern" zu lassen.

    Weil wenn dann in 2-3 Jahren der Bäcker-Metzger-Frisör-Verein-Gaststätte nicht mehr da ist, ist das für die Gesellschaft am Ort auch nicht förderlich.

    Vor nicht allzu langer Zeit wurde Fleischbaron Tönnies wegen den Arbeitsbedingungen seiner osteuropäischen Tagelöhner an den pranger gestellt, und schwups, ist das Fleisch aus dem Discounter heute doch wieder salonfähig.


    Dinge dir mir pauschal einfallen, die sich auch lohnen überprüft zu werden:

    Kontoführungsgebühren,

    Kartengebühren, besonders Kreditkarten

    Streamingdienstabos

    Telefonanschluss, Internetgebühren

    Mobiltelefonvertrag

    Kleinstversicherungen für Handy, TV, PC

    Abos für Software, Zeitschriften, Nachrichtendienste

    Versicherungen allgemein (Hausrat, Haftpflicht, KFZ u.ä.)

    MarkusWo


    wir sind mit dem Betrieb bei einem anderen Anbieter mit einem Börsenstromtarif. (meistro Energie)

    Allerdings mit RLM, wir zahlen jeden Monat das was wir bezogen haben.

    Macht meines Erachtens bei einem Börsentarif auch Sinn.

    Wenn du SLP hast, legen glaub ich alle Börsenanbieter eine Standardschablone über deinen Jahresverbrauch

    und dann kommt eben für jedes Monat ein vorher festgelegter Prozentsatz raus.

    Wie sollen Sie es auch sonst machen ?


    Zur Kündigungsfrist kann ich nichts sagen, kann wohl sein, daß der Vertrag eine fixe Laufzeit hat.

    Der Preis ist ja variabel, kann somit kein Kündigungsgrund sein.

    Nach meinem Stand liegt die Umrüstung auf Öl näher bzw. ist als Fallback bereits jederzeit möglich.

    Dazu gab es auch schon Berichte aus der Industrie.

    Richtig, die Industrie wird auf Ölheizung umstellen wenn es denn irgendwie geht.

    Oft sind die technischen Rahmenbedingungen in der Praxis aber schwieriger als in der Theorie.

    Dann wird halt Wärme per Heizöl gemacht, aber der vorher erzeugte Strom zur Eigennutzung wird trotzdem

    aus dem Netz bezogen werden müssen. Heißt Strombedarf steigt trotzdem.

    Zitat

    Nach meinem Stand haben wir mehr Kohlekraftwerke wieder angefahren, als wir zuvor überhaupt Strom aus Gas gemacht haben. Mag mich irren, aber es ist auf jeden Fall viel mehr Kapazität im Strombereich da.

    Es ist sicher so, dass beides in geringem Umfang auch zusammenhängt, wenn aber als zweites Glied in der Kette auch ein Strommangel eintritt, dann ist die BNA längst als Bundeslastverteiler im Gasmarkt aktiv. Ein Szenario, das ich nicht unbedingt erleben möchte, aber ausschließen kann man es nicht.

    Gaskraftwerke waren doch immer schon als Spitzenlastkraftwerke vorhanden. (Wenn auch mit geringer Laufzeit)

    Auch wenn alle Kohleblöcke wieder angefahren werden, bräuchten wir dennoch Gas als Spitzenlastabdeckung

    Da wäre aber ein gestiegener Stromverbrauch noch nicht berücksichtigt.


    Und außerdem wurden die Kohleblöcke abgefahren und sollten durch Gasblöcke ersetzt werden, haha :/

    Wundersame Energievermehrung gibt es nicht

    Zitat

    Es wurde bereits betont, dass man ein Haus nicht direktelektrisch heizen kann mit ein paar Heizlüftern, wenn das ansonsten eine Gaszentralheizung macht. WW hat man dann auch immer noch nicht.

    Es gibt schlimmeres als frieren ... dagegen gibt es auch Mittel ... was macht man gegen stinken?

    Hallenbäder, Sportanlagen, öffentliche Saunen zu Duschzentren umbauen für den Winte

    Und du glaubst ernsthaft daß die Menschen dann einfach zu Hause sitzen und frieren ?

    Dann stehen halt 2 Heizlüfter im Wohnzimmer, damit wenigstens 1 Zimmer warm ist.

    Und Warmwasser zum Duschen wird schwierig, entweder DLE oder halt kalt duschen, daran wird man nicht sterben.

    Trotzdem wird der Stromverbrauch enorm ansteigen, dann wird halt viel heißer Tee getrunken, dann laufen

    40 Millionen Wasserkocher den halben Tag.

    Na so schwer ist das doch nicht.

    Was macht ein Betrieb wenn seine KWK mangels Gas steht.

    Heizstab, bestenfalls WP, das geht schnell.

    Dann muss der durch KWK erzeugte Strom und zusätzlich der Heizstrom durch das Netz bereitgestellt werden.

    Wie soll das bei einer Gasmangellage funktionieren, wenn die aktuelle Gasverstromung nicht mehr gemacht werden darf ?
    Dann ist akuter Strommangel.


    Im Privatsektor doch genau das gleiche. Wenn es zu Gasversorgungsengpässen im Winter kommt.

    (Vielleicht auch nur regional) wird der Heizstrombedarf in die Höhe schießen.

    Und das schlimme daran ist daß es fast nur direktelektrische Heizer in dieser Situation sein werden.

    1. so ganz falsch ist die Aussage von docc aber auch nicht.

    Natürlich werden die wirtschaftlich schwächeren stärker durch Energie und Inflation allgemein belastet.

    Aber es wird in Zukunft wohl so sein daß der Staat dies weniger durch Transferleistungen ausgleichen KANN.

    Und das finde ich persönlich auch nicht schlecht, die ganze Gesellschaft muss sich aber verändern und

    wahrscheinlich wird es dem Großteil sehr schwer fallen. (In Bezug auf Energie, Lebensmittel, Wasser, Inflation)


    2. Meiner Meinung nach ist Strom jetzt schon Mangelware, sieht man auch an den Börsenpreisen die selten

    unter 20 Cent fallen, weil einfach alle Kraftwerke laufen die zur Verfügung stehen.

    Diese Aussage "wir haben ein Wärmeproblem, kein Stromproblem" finde ich grundfalsch, die beiden Themen

    sind wesentlich enger verzahnt als der Großteil abschätzen kann.

    Viele betriebliche KWK Anlagen laufen mit Gas, wenn die kein Gas mehr bekommen muss die Wärme und der durch

    KWK erzeugte Strom aus dem Netz bezogen werden. Das geht schlicht und ergreifend im Moment nicht.

    Und da geht es um große Mengen an Energie. Das wird ein Preistreiber auch für den Strompreis werden.

    Die gute Nachricht zum Thema ist daß bei der E-Mobilität bei diesen extremen Kurzstrecken auch nicht

    mehr Energie verbraucht wird als auf der Langstrecke. Inklusive des extremen Schadstoff Ausstosses bei

    Kaltfahrten mit dem Verbrenner.

    Strompreise haben doch mit einer Corona Hilfe nichts zu tun.


    Wenn du einen mehr als 30%igen Umsatzrückgang hast der durch Corona verursacht wurde, kannst du die

    Hilfe beantragen, allerdings nur mit Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer.

    Das verursacht bei dir erstmal weitere Kosten, und die Auszahlung geht mehr als schleppend.

    Wir sind mit der FIrma bei E-optimum....da gibts keine deckelung :(


    Da hilft nur Tagsüber so gut wie geht verbrauchen, planen und hoffen dass es nicht so weiter geht....Vermutlich aber wirds eher noch teurer.

    Hast du da nähere Info´s über die Abrechnung ? Also hast du schonmal ne Rechnung von E-Optimum gesehen ?


    Ich habe mich für Meistro Energie entschieden mit Tarif Ratio, das geht auch über Börsenpreis, aber über den

    Monatsdurchschnitt. E-Optimum wäre auch zur Wahl gestanden, aber irgendwie hat mir das nicht zugesagt.

    Die Rechnung für Februar im Anhang


    Wir haben RLM an der Mittelspannung, falls sich jemand über Netzentgelte und Konzessionsabgabe wundert.

    Heute kam auch die Abrechnung für die Einspeisung BHKW,

    da bekomme ich 17,69Ct Baseload + 8 Cent KWK Zuschlag. 8|

    Weder zahle ich jemandem seine Rolex durch überhöhte Preise noch einem Solarteur seinen Maledivenurlaub weil er 1800€ je kWp verlangt. Der darf auch gerne Verhungern, wenn er so agiert.

    Auch zahle ich nicht wissentlich eine Co2 Abgabe auf Naturstrom. Und wenn doch versteckt, wechsle ich. Auch gerne mit einem mehrpreis Verbunden.


    Und Strom ist nicht knapp um diese aktuellen Abzockerpreise rechtzufertigen. Und nein, komm mir nicht, du hast aber keine andere Möglichkeit.

    Wenn EE Strom teuer gehandelt wird liegt das nicht an der Knappheit. Und da halte ich es wie Rony: Verbrecher mitsamt ihren Aktionären. Hoffe mal dass keiner hier Anteile von sowas hat.

    Also irgendwie lässt du mich verzweifeln.

    Man muss keine überhöhten Preise zahlen, das ist richtig. Freie Wahl des Anbieters.

    Man kann aber auch sein hart erarbeitetes Geld in eine Rolex investieren, und hier gibt es eben Leute die genau das tun.

    Diese Hinweise sollten darauf hinweisen daß es in "einem" Markt wie Uhren auch verschiedene Marktsegmente gibt,

    die alle ihre Berechtigung haben.


    Beim Strom ist es zwar nicht ganz so einfach mit dem Markt, aber grundsätzlich ähnlich.

    Auch ein Wasserkraftanbieter wird in einem steigenden Markt versuchen seine Preise zu erhöhen, vielleicht auch weil er

    von steigenden Allgemeinkosten betroffen ist (nicht von steigenden Brennstoffkosten oder Co2 Steuer)

    Aber Personal, Fuhrpark, Wartungsteile usw werden auch für den Wasserkraftanbieter am Markt teurer.

    Deshalb erhöhen diese "Wasserkraftanbieter" auch später und langsamer als vermutlich die "Kohlestromanbieter", weil

    bei den Kohleanbietern eben an erster Position der Kosten der verteuerte Brennstoff steht.


    Das ganze System nun als Verbrecher abzustempeln greift wirklich zu kurz, und man muss schon sehr einfältig sein um

    den gesamten Zusammenhang nicht sehen zu WOLLEN. Das ist schon Stammtisch Niveau.

    Und Strom ist knapp im Moment, zwar stark schwankend, aber der Markt ist verunsichert.

    Wenn man verunsichert ist, will man sich absichern, und das geht dann eben nur wenn immer teurere Stromerzeuger

    mit einspringen. Und so schließt sich eben der Kreis mit den steigenden Preisen.

    Weil jeder will immer Strom haben, auch nachts ohne Wind, und diese Versorgungssicherheit kostet eben Geld.

    Im Moment eben mehr Geld, aber sozusagen als europäische Solidargemeinschaft muss man da durch.

    Ob wir jetzt Strom nach Frankreich exportieren, oder wir auch Strom aus Frankreich bekommen ist völlig egal.

    Das Netz muss um jeden Preis stabil bleiben, und davon profitierst auch du mit deinem Wasserstrom.

    Weil bei Blackout bringt dir dein Wasserstrom auch nichts, und wahrscheinlich dein PV Strom vom Dach auch nichts.

    Naja, irgendwie reden wir aneinander vorbei.

    Den Marktpreis gestalten ja die Marktteilnehmer und diese handeln eben nach Ihren eigenen

    Möglichkeiten und Wünschen.

    Es gibt somit einen Markt für Billig und teuer, für sauber und schmutzig, für laut und leise.


    Hast du dich schonmal gefragt warum jemand eine Edelstahl Rolex für 8.000 Euro kauft (kein Goldanteil) obwohl

    eine Swatch für 99 Euro das gleiche kann ?

    Warum kauft jemand einen Tesla und deinen Dacia Spring ?

    Warum ein Iphone und kein Huawei ?


    Wie sich die Co2 Steuer auf den Börsenpreis auswirkt habe ich dir schon zu erklären versucht, aber das perlt anscheinend

    an dir ab wie Wasser auf einer Lotusblüte.

    Beim Strom hast du aber glücklicherweise die Möglichkeit den selbst co2 frei und auch steuerfrei selbst zu erzeugen.

    Wenn dir das aber nicht reicht was vom Dach kommt, musst du eben die Marktgesetze akzeptieren oder halt einfach

    nichts mehr kaufen.

    Oder was anderes kaufen und selbst in Strom umwandeln.