Beiträge von kahler im Thema „Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB“

    Darüber muss man nicht philosophieren. Es gibt eine klare Definition:

    Messstelle: die Gesamtheit aller Mess-, Steuerungs- und Kommunikationseinrichtungen zur sicheren Verarbeitung von Messdaten und Steuerungsinformationen und zur sicheren Anbindung von Erzeugungsanlagen und steuerbaren Lasten an Zählpunkten eines Anschlussnutzers,

    Da die oben genannten Einrichtungen weder im NAR noch im HAK zu finden sind, gibt es für den Betreiber einer Messstelle auch keinen Grund dort irgendetwas zu sichern oder zu plombieren, denn seine Aufgabe beschränkt sich auf

    Messstellenbetreiber: der grundzuständige Messstellenbetreiber oder ein Dritter, der die Aufgabe des Messstellenbetriebs durch Vertrag nach § 9 wahrnimmt,


    Die allgemeine „Pflicht“ zur Plombierung der Anlagenteile, in denen ungezählter Strom fließt, folgt meist aus den TAB des VNB, die wiederum auf Grundlage der NAV erstellt wurden.

    Damit schließt sich dann wieder der Kreis zur Diskussion, ob Änderungen beim Anschluss von EE Anlagen auch der NAV unterliegen, sofern es sich nicht ausschließlich um Volleinspeiser handelt.

    Wenn Du Dich als Elektriker beim VNB meldest, und sagst, ich habe die Plomben entfernt, um einen Überspannungsschutz einzubauen, was macht der dann?

    Die meisten VNB heften die Meldung irgendwo ab und evtl. gibt es noch ein Flag in der Kundendatenbank.

    Letztendlich ist es auch egal, solange die Verbrauchswerte nicht dramatisch von der Vergangenheit abweichen.

    …ich plombiere ohne Rücksprache mit den NB meine Messstellen.

    Zu deinen Aufgaben gehört aber nicht die Plombierung des AAR oder des HAK. Denn dieser Teil gehört nicht zur Messstelle. Wenn du es trotzdem machst, ist es eine freiwillige Leistung.

    Der Messstellenbetrieb umfasst nur den Zähler, Abrechnung etc. Alles andere ist Netzbetrieb.

    Aber welcher VNB plombiert denn heute noch, wenn er nicht sowieso vor Ort ist. Vielleicht noch kleine Stadt- oder Geneindewerke, die sonst nichts zu tun haben.

    Ah, nachdem die vermeintliche Diskreditierung des Gegenübers nicht erfolgreich war

    …ob Sie persönlich mit einem Netzbetreiber in Verbindung stehen. Und, ist es so?

    …kommt jetzt die Aluhut/verschwörungsspinner/Nazi-Taktik zum Tragen: Die eigenen Methoden werden den anderen Diskussionspartnern vorgeworfen.

    Sie schließen aus einer schwammigen pauschalisierenden Behauptung unzulässig auf den Einzelfall. Argumente nennen Sie kein einziges.

    Der Einzige, der hier irgendwas behauptet und unzulässige Schlüsse gezogen hat, warst du:

    In unserer Nähe hat laut Medienbericht jemand eine 7-kWp-Anlage mit FRE, die ständig abgeregelt wird. Wir haben uns gewundert, wie das möglich ist. Jetzt wissen wir's.

    Denn wir wissen hier rein gar nichts: keinerlei Informationen über die Anlage außerdem Größe), unbekannt ob der Betreiber zu irgendwas gedrängt wurde, unklar ob der Betreiber sich bewusst für Fernsteuerung entschieden hat. Klar ist aber: anderes Netzgebiet/anderer VNB…

    …der Fall in der Nähe liegt meines Wissens nicht im Monopolgebiet Heiders.

    …aber es passt gut ins eigene Narrativ.

    Der Zusammenhang ist überdeutlich zu sehen…


    Die Gegenargumente, die eine einfache Begründung liefern, werden einfach ignoriert.


    Aber dann fordere ich gerne auch ein:

    Sie würden alle drei sich zum Thema des Threads äußern: Standpunkt, Argumente, Belege

    Also: Belege, dass der VNB „in der Nähe“ hier etwas falsch gemacht hat, statt Verschwörungsmythen und haltlose Beschuldigungen zu verbreiten.


    Oder sollte ich besser Fragen:

    Welcher Furor treibt Sie eigentlich an?


    Damit ich mir das noch weiter antun muss: Blocked

    Dir geht es hier offensichtlich nicht um Fakten, sondern um Unterstellungen und Frustabbau.


    Aber wenn es hilft dein Kartenhaus einstürzen zu lassen: nein, ich habe keinerlei Verbindung zu einem Netzbetreiber, wenn man vom Stromkabel und der regelmäßigen Zahlung der Einspeisevergütung absieht.

    Der Zusammenhang ist überdeutlich zu sehen…

    Ah, jetzt sehe ich es auch, wie

    • VNB möchte ungerechtfertig einen RSE einbauen und damit dein gesetzliches Wahlrecht einschränken

    und

    • VNB kommt seiner Pflicht zur Netzstabilisierung durch Steuerung von Erzeugungsanlagen nach

    zusammen hängen….


    …oder auch nicht.


    Ich trete nicht für Netzbetreiber ein, aber dumme Verschwörungstheorien helfen weder bei einer sachlichen Diskussion noch bei der Klärung der angesprochenen Probleme.

    Was ich ohne Regionalpresse weiß und beweisen kann ist, dass der VNB Heider mir kostenpflichtig eine FRE für eine 16,8-kWp- Anlage als angeblich verpflichtend nach Par. 9 EEG zur Bedingung für die Inbetriebsetzung der Anlage machen will

    Das ist auch keinesfalls in Ordnung, hat allerdings keinerlei Zusammenhang mit dem von dir erwähnten Artikel. Es betrifft, wie du selbst schreibst, sogar einen anderen VNB.


    Diese beiden Dinge im gleichen Beitrag zu erwähnen und dadurch implizit einen Zusammenhang herzustellen, halte ich daher schon für fragwürdig und (er)klärungsbedürftig.

    Wer bitte entscheidet sich für eine mehrere Hundert Euro teure FRE, wenn es ohne auch geht?

    Du kannst dir gerne mal ältere Beiträge zu diesem Thema durchlesen. Da findest du unzählige Beiträge von Laien, die potentielle Verluste durch die 70% Regelung völlig überschätzen. Entsprechend gibt es auch genügend Betreiber, die lieber eine Fernsteuerung umgesetzt haben.

    Außerdem ist es ungewöhnlich, dass eine 7-kWp-Anlage so massiv abgeregelt wird…

    Ich kenne keinen VNB, der die Steuerung von einzelnen (kleinen) Anlagen umgesetzt hat. Es werden immer Gruppen gesteuert und entsprechend kann es da auch „Kollateralschäden“ geben.

    Der VNB regelt aber die Anlagen nicht willkürlich ab, denn es ist a) Aufwand mit Dokumentation und Abrechnung der Ausfallentschädigung und b) muss der Ausfall vom VNB selbst bezahlt werden, kostet ihn also bares Geld.

    …dass die Regionalpresse darüber berichtet.

    Die Presse hat sich beim Thema EE und Netzausbau in der Vergangenheit nicht gerade mit Kompetenz hervor getan. Da wird lieber reißerisch über die Probleme berichtet, statt vernünftig und vor allem sachlich korrekt zu informieren. Prominentes Beispiel ist hier sicherlich das Thema „Zählertausch“.


    Wie schon gesagt: ich kann den Fall nicht beurteilen, aber es sprechen meiner Meinung nach einige Argumente gegen die Darstellung.

    In unserer Nähe hat laut Medienbericht jemand eine 7-kWp-Anlage mit FRE, die ständig abgeregelt wird.

    Hier muss man aber sagen, dass vor 2023 auch diese Anlagen ein Einspeisemanagement benötigt haben. Diese Forderung konnte entweder mit der 70% Regelung oder einer Fernsteuerbarkeit erfüllt werden. Daher kann man, ohne die Anlage und deren Inbetriebnahmedatum zu kennen, die Rechtmäßigkeit der Forderung nicht bewerten.