Beiträge von Janvi im Thema „Wasserstoff“

    Vielleicht kann man den kaufen, die Tankkarte verscherbeln, das Brennstoffzellenzeugs rausreißen und stattdessen eine schön große Traktionsbatterie reinlöten und dann in Deutschland dem TÜV vorführen für Einzelabnahme?

    Als Bastelprojekt bestimmt dann ein günstiges Auto! 8o

    Vermutlich kann man die Tankgutscheine auch nur in USA einlösen. Aus den Brennstoffzellen würde ich aber ein stationäres V2G basteln.


    In der Stuttkarre ist ein Schrauber der sich seinen T3 VW-Bus auf Elektro umbaut nachdem der zuvor dort drin gewesene Golf Ottomotor einen Kolbenfresser gekriegt hat. Die Batterien hat er von Volvo und den Antriebsstrang von Tesla. Der Tesla selbst geht dann an einen anderen Schrauber der sich da einen Dieselmotor reinmacht.

    In USA bleibt Toyota auf seinem neuen Brennstoffzellen Mirai komplett sitzen. Weil das Teil nicht mal jemand umsonst haben will, gibts jetzt auf einen Listenpreis von 55000 USD gleich 40000USD Rabatt. Für die verbleibenden 15000 USD kriegt man dann noch eine Tankkarte mit Guthaben in dieser Höhe. Einziges Problem: Das Auto hat keine deutsche Straßenzulassung. Hier die Werbung:


    Toyota Offering $40,000 Off Mirai Hydrogen Fuel Cell EVs - FuelCellsWorks
    Toyota is offering its biggest discount yet on the hydrogen-powered Mirai. According to a bulletin sent to dealers today, the 2023 Toyota Mirai now features a
    fuelcellsworks.com

    Die Speichergröße kann beliebig erweitert werden -

    Max 10 Flaschenbündel sind mit der momentanen Steuerung als Kaskade in Reihenschaltung mögllch. Das macht 15000 kWh oder 1500 cbm Erdgas oder eine Gasrechung von derzeit rund 1500 Euro. Das ist etwa der Jahresschnitt für ein mit 4 Personen bewohntes Einfamilienhaus. Für eine Industriehalle reicht das aber vielleicht einen Monat. Welches Eigenheim hat im Hof schon Platz für die abgebildeten 10 Flaschenbündel ? Eine PV mit 15kW Peak zum Erzeugen der 15000kWh macht etwa 40 Module und passt von der Größenordnung auf jedes Einfamilienhaus wenn der Wirkungsgrad der Elektrolyseure und Kompressoren noch stimme würde. Ein Hallendach der Industrie fängt hingegen kaum unter 100kWp an und da liegen zwischen Erzeugung und Speicherung noch Faktor 10 was fehlt.

    Die TÜV Prüffrist beträgt nach BetrSichV § 15 10 Jahre. Dann muß die Flasche geröntgt und die Ventile erneuert werden. In einem Bündel sind 12 Flaschen. Bei 10 Bündel müsste jedes Jahr ein Bündel zum TÜV. Weil das nicht vorort gemacht werden kann, muß man Demontage und Transport dazurechnen. Deshalb werden die Flaschen normalerweise regelmässig getauscht. Dazu kommen natürlich die Wartungskosten, Ölwechsel für den Kühlkompressor und die Anlage drumrum. Mit Sicherheit alleine im Unterhalt mehr als die gesamte Gasrechnung aktuell kosten würde. Anschaffung/Abschreibung bleibt unberücksichtigt. Ist aber leider eine der wenigen Möglichkeiten die Energie über das Jahr zu speichern.

    in einfaches Beispiel, Wasserstoff selbst herzustellen, um damit im Winter heizen zu können. Kann jeder selbst durchrechnen 😄


    Die notwendige PV wäre so groß zu bauen, daß man damit im Winter direkt eine WP betreiben kann und im Sommer noch einen Fahrzeugpark an BEV......

    Die notwendige PV Leistung sehe ich nicht als das vorrangige Problem. Das kommt wenn du mal wirklich nachrechnest wieviele Gasflaschen du dazu brauchen würdest und was bei denen alleine der TÜV kosten würde. Die kinderlieben Flaschenbündel die bei Picea abgebildet sind reichen nämlich nirgendwo hin.

    Die Müllmänner machen bei uns ihre Mittagspause im Restaurant des Musikvereins und nicht auf ihrem Betriebshof. Im Restaurant räumen sie regelmässig das All-You-Can-Eat Buffet zum festen Eintrittspreis ab. Aber wer weis, vielleicht investiert der Gastronom dort auch noch eine eine eigene Trafostation mit wassergekühltem DC Ladekabel so daß die Müllmänner weiter zu ihm kommen. So hungrig wie die sind, kann er eigentlich gar nix an ihnen verdienen. PV Strom sollte zur Mittagspause hingegen genug im Netz sein.

    Für H2 hätten sie 2-3 BEV Müllautos gekriegt was sie aber auch gebraucht hätten. Der Akku hält nämlich niemals eine 8 Stunden Schicht durch. Die Nutzlast ist wegen dem schweren Akku vermutlich weniger als die Hälfte so daß sie entsprechend oft zum Abladen fahren müssten. Die hydraulische Presse fährt immer mit, wiegt sicher einiges und will auch mit Strom versorgt sein der im Spezialfall Müllauto nämlich nicht nur zum Fahren benötigt wird. Bei zusätzlich voller Batterieausstattung dürfte mit einer Nutzlast von vielleicht 8 to Schluss sein.

    Die Stadt Oldenburg hat kürzlich zwei neue H2 Müllautos gekauft. Kostenpunkt: 2 Millionen Euro. Dafür hätte man eine ganze Flotte mit herkömmlichen Dieselmotoren bekommen. Das Geld kam - wie könnte es anders sein - aus dem Subventionsprogramm der Bundesregierung. Das Abgreifen von derartigen Geldgeschenken der Steuerzahler ist der Stadt Oldenburg nicht anzukreiden. Aber auf den Müllautos steht jetzt die Reklame: Sauberer Antrieb für sauberes Oldenburg. Lt. Presseerklärung werden damit jährlich 27 Tonnen CO2 eingespart.


    Guckt man aber genauer nach, wo diese Autos tanken, landet man bei der H2 Mobility als Betreiber der einzigen H2 Tankstelle in Oldenburg für deren Bau an den Energieversorger EWE noch mal 1,5 Mio Euro Subventionen geflossen sind. Von den derzeit rund 90 bundesweiten H2 Tankstellen die H2 Mobility betreibt, werden gerade mal 2 davon mit grünem Wasserstoff versorgt. Der Rest wird einschliesslich der Tankstelle aus Oldenburg mit Wasserstoff beliefert der aus Flüssiggas mit Dampfreformierung erzeugt wird. Bis ein Elektrolyseuer die Müllfahrzeuge in Oldenburg in vielen Jahren vielleicht mal mit grünem Wasserstoff versorgen kann, sind die Müllautos sicher selbst bereits auf dem Müll. Die Steuergelder dafür sind solange erst mal komplett rausgeschmissen weil man hätte gleich mit Gas, Benzin oder Diesel fahren können anstelle davon erst noch umständlich H2 zu erzeugen.


    Bis dahin wir auch die Currywurst in der Bundestagskantine als Übergangstechnologie aber sicher auch noch der Renner für alle Veganer unter den Abgeordneten bleiben.

    vor allem hat PV+WP wieder einen höheren Wirkungsgrad als die ST allein. Und mit der PV kann man dann das System weiter füttern wenn es warm ist, mit ST nicht.

    Mit dem Abwasser der WP können wir dann wieder die PV Module kühlen so daß diese mehr Strom bringen und sich die WP praktisch selbst versorgt. Irgendwann gelingt dann doch noch das Perpetuum Mobile wo die Chemiker doch schon aufgehört haben nach einem Rezept für Gold zu suchen.

    Soweit ich weis, muß bei einem Elektrolyseur die Wassertemperatur passend gehalten werden. D.h. zum Anfahren muß erst mal das Wasser aufgeheizt werden was seine Zeit dauern dürfte. Da frage ich mich natürlich ob man das wirklich elektrisch machen muß. Im Sommer wo der wesentlich zu verarbeitende Überschuß von den PV Peaks kommen dürfte, sollte man das Wasser ja durchgängig auch mit Vakuumröhren oder wenigstens Flachkollektoren in einem thermischen Speicher erhitzt kriegen. Beide haben einen deutlich besseren Wirkungsgrad als PV. In dieser Kombination sollte eine Modulation der Elektrolyseleistung ja leichter machbar werden ?

    Lt. DIW soll unsere Elektrolysekapazität bis 2030 auf mindestens 10GW ausgebaut werden. Derzeit gibt es nur 0,1GW Elektrolyseure in der gesamten Republik. Siehe DIW Wochenbericht Seite 574. Auch der aktuelle NEP geht von einer "voll ausgebauten H2 Infrastruktur" aus ohne weiter zu spezifizieren was das genau heisst.


    Das sollte den ruinösen negativen Börsenstrompreise wie sie heute Früh von 0 bis 6 Uhr mal wieder wareneigentlich den Druck nehmen und den Verlauf insgesamt etwas glätten. Bleibt noch abzuwarten, was Tanks und Elektrolyseure kosten und welche Lebenerwartung prognostiziert wird wenn das mal industriell gefertigt wird. Vermutlich wird aber ein guter Teil der Elektrolyseure ins Ausland verkauft ?