Beiträge von Litholas im Thema „Transformation des europäischen Stromnetzes für mehr Erneuerbare Energien (EE)“

    Lasst uns an den Markt und es allen beweisen.

    Was wollen wir eigentlich? Staatlich garantierte Preise, mit fehlgeleiteten Entwicklungen oder wolle wir eine soziale Marktwirtschaft.


    Wir müssen einen viel viel schnelleren Ausbau von Solaranlagen wollen, egal was irgendwelche Märkte machen. Wir haben keine Zeit mehr, mit Marktwirtschaft herumzuprobieren. Und warum auch - es geht hier nur um geringe Anteile an der Volkswirtschaft. 2500 Mrd kWh zu je etwa 8 Cent sind 200 Mrd Euro, das sind 5% des BIP. Genau genommen sogar deutlich weniger, weil die Vergütung meist geringer sein wird, mit der Inflation der ersten 20 Jahre an Wert verliert (2% mittlere Teuerungsrate über 19 Jahre ergibt einen Mittelwert von 5/6), und nur für die ersten 20 Jahre gezahlt wird - wohingegen die Anlagen durchschnittlich 30 Jahre einspeisen, und mit gelegentlichem Wechsel verschlissener Komponenten zu moderaten Kosten hunderte und tausende Jahre betrieben werden können.

    InaktiverUser

    Ich kritisiere nicht, dass es Anlagen mit 50 Cent Einspeisevergütung gab. War vernünftig und gut. Aber wir sind an einem Punkt angekommen, an dem stumpfes Zubauen zunehmend zum Problem wird.


    Der Zubau ist noch viel zu gering. Wir werden unbedingt 5- bis 10mal so viel jährlichen Zubau brauchen wie 2023. Aber das Drumrum muss jetzt schnell ausgebaut werden.

    Mit "Versorgungssicherheit" meine ich, dass das Produkt immer verfügbar ist. Das ist bei bestimmten grundlegenden Produkten (Atemluft, Trinkwasser, Lebensmittel, Strom, Heizwärme) lebenswichtig.

    Immer verfügbar heißt nicht in beliebiger Menge. Solange Du nicht angibst, welche Strommengen vorzuhalten sind ...


    Nicht Strommengen, sondern Erzeugungskapazitäten. Grössere, als in den meisten Jahren gebraucht werden. Für Jahre, in denen besonders wenig EE-Strom erzeugt wird. Der Markt allein hält für ertragsarme Jahre keine ausreichenden Kapazitäten vor, weil sie in ertragsreichen Jahren für einen enormen Preisverfall sorgen, so dass die Anlagen nicht mehr profitabel zu betreiben sind.

    Ja, ja - ein "funktionierender Markt". Wie alt bist Du, 5, und Dein Vater hat Dir grad mit leuchtenden Augen von Adam Smith und dem 18. Jahrhundert erzählt!?

    Ich bin Naturwissenschaftler, und mein Vater hat mir dazu gar nichts erzählt. Mit solchen "Argumenten" untergräbst Du nur die Wahrnehmung Deiner eigenen Ernsthaftigkeit.


    Dein gesamter Text ist offensichtlich KI-generiert. Komplett an allen meinen Punkten vorbei, ein reines hohles Geplapper.

    Bei entsprechendem Leitungsausbau wird die Einbeziehung unterschiedlicher Höffigkeiten immer weniger notwendig. Gleiches gilt z.B., wenn Speicher so günstig werden, dass Windüberschüsse im Norden und Solarüberschüsse im Süden lokal verbraucht werden können und damit die Preise senken bzw. sich angleichen.


    Das wird nicht in ausreichendem Umfang passieren. Leitungen und Speicher sind zu teuer.

    Der Markt sorgt nur für Effizienz. Bestenfalls (Siehe Monopol, Oligopol). Für Versorgungssicherheit kann er nicht sorgen, und schon gar nicht für Gerechtigkeit, Allgemeinnützigkeit etc etc etc etc

    Mono- und Oligopole sind gerade nicht Ausdruck eines funktionierenden Marktes.


    Das habe ich auch nicht behauptet. Aber die Vorstellung, irgendjemand könnte oder wollte einen "funktionierenden Markt" erschaffen finde ich kindlich naiv. Genau das Gegenteil ist der Fall, viele der stärksten Player wollen den Markt dazu beeinflussen, dass er nicht "funktioniert". Ich würde mein Leben nicht darauf verwetten, dass der Markt in einem extrem EE-schwachen Jahr "funktioniert". Und selbstverständlich bietet ein realer Markt nicht zu jeder Zeit jedes beliebige Angebot.

    Ein "funktionierender Markt" erzeugt geradezu zwangsläufig Versorgungsengpässe, gerade bei schwer speicherbaren Waren. Wenn z B Bauern Überschüsse erzeugen, dann sinken die Preise, und die Bauern bekommen deswegen für das Zeug, das sie verkaufen können, weniger Geld, als wenn sie keine Überschüsse erzeugt hätten. Also verringern sie die Erzeugung, und wenn es ein schlechtes Jahr gibt, dann verhungern die Menschen zu tausenden oder Millionen.

    Wann war das bei uns zuletzt der Fall? ... Den freien Markt dafür verantwortlich zu machen, ist nicht wirklich zielführend.


    Doch, genau das ist zielführend. Damit lege ich dar, dass es zusätzlich zum "freien Markt" noch weiterer Massnahmen bedarf. Dass das lange nicht der Fall war, beweist gar nichts.

    Mit Versorgungssicherheit meinst Du wahrscheinlich meritorische Notwendigkeiten, also staatliche Eingriffe, um gesellschaftlich unerwünschten Auswirkungen eines funktionierenden Marktes zu begegnen.


    Mit "Versorgungssicherheit" meine ich, dass das Produkt immer verfügbar ist. Das ist bei bestimmten grundlegenden Produkten (Atemluft, Trinkwasser, Lebensmittel, Strom, Heizwärme) lebenswichtig.

    Du nimmst als Vergütungsgrundlage die Peakleistung (kWp) und gewichtest sie mit der Solarhöffigkeit (kWh/a/kWp). Bei einfacher Multiplikation erhältst Du schlicht den jährlichen Energieertrag, was ist daran neu oder gar gerechter?


    Die Peakleistung soll nicht mit der Solarhöffigkeit multipliziert werden, sondern danach gewichtet.


    Der Gesamterlös allen verkauften Solarstroms soll anteilig auf alle Solaranlagen verteilt werden. Eigentlich nach Anteil an der Erzeugungsleistung, aber es wäre gerechter, wenn es Anreize gäbe, die Anlagen dort zu bauen, wo es besonders viel Solarertrag gibt. Oder dort, wo es wenig Anlagen gibt - um regionalen Ausgleich zu erreichen.


    Gerechter ist daran, dass alle Solaranlagen einigermassen gerecht vergütet werden, egal wessen Strom wegen Überproduktion abgeregelt wird.