Beiträge von alterego im Thema „Frage zur EEG Umlagepflicht“

    Müsste dann ja auch bei Neuanlagen funktionieren, nur eben mit EEG-Umlage.?

    Nein, das wurde ja seinerzeit aus dem EEG gestrichen (bzw. hatte man sich das womöglich vorher schon so gedacht, aber vergessen es reinzuschreiben), neu geht seit dem nur noch ohne Netzdurchleitung.

    Wie geschrieben habe ich irgendwo mal gelesen, daß eine Stadt das so gemacht hatte, einen eigenen Bilanzkreis hatten sie bei den eigenen Stadtwerken schon und so konnten sie die Erzeugung aller Anlagen auf alle Liegenschaften verteilen. Frag mich aber nicht, wo das war :( edit: und damals war es ja auch noch egal, ob sie die ANlage selbst betrieben haben, das Grünstromprivileg kam imo auch erst später.

    edit2: aber stimmt schon, dem TS hilft das alles nichts, da er schon gar keine ältere Bestandsanlage hat, mit der er das machen könnte (weil er erst später umgestellt hat).

    Wie soll das gehen?

    Dann könnte jeder mit einem Pachtdach Eigenverbrauch generieren, oder wie?

    Halt mit RLM und einem entsprechenden Bilanzkreis (der vermutlich auch bei einem Direktvermarkter liegen kann; die wären da für den Außenstehenden wohl auch die Ansprechpartner). Fallen halt mindestens Netzentgelte und Konzessionsabgaben und vor allem die Kosten der RLM an und schon wird sich das nciht mehr rechnen, wenn es um eher kleine Anlagen und normalen Verbrauch im Haushalt geht. Rein praktisch haben das damals eher die Stadt(werke) selbst gemacht und so die Liegenschaften der Stadt z.B. stromsteuerfrei (EE waren und sind ja befreit) versorgt - Ausgaben fließen da ja nur von der einen in die andere Tasche.

    Verbruach vor Ort mit voller EEG-Umlage aus einer Anlage von 2011 kostet aber auch über 22ct/kWh netto, das ist in der Größenordnung aktueller günstiger Anbieter (ohne eingerechnete Grundgebühr, die bleibt ja). Ein tolles Geschäft ist das nicht und bei den Anlagen kommt man ja auch nicht aus der Mehrwertsteuer für den zurückgelieferten Strom raus (und ich vermute mal, daß die EEG-Umlage in dem Fall der, wenn auch virtuellen, Lieferung folgt und auch Mehrwertsteuer fällig wird, wie das auch sonst bei Nebenleistungen so ist).

    Es gab ein paar Ausnahmen, die die Befreiung bei Betreiberwechsel aufrecht erhalten haben, die sind aber spätestens zum 1.1.18 nicht mehr anwendbar.

    Übrig bleibt, wenn ein Erbe die Anlage übernimmt und zur Eigenversorgung nutzt. Ob es genügt Erbe (hier also z.B. ein Kind) zu sein oder ob das nur möglich ist, wenn tatsächlich der Erbfall eingetreten ist (noch lebt der TS ja ;) kann also nciht sein), weiß ich nicht.

    Ich, IANAL, vermute aber mal ganz stark letzteres, weil sonst könnte man mit einem Testament (und eienr Schenkung) etwas gestalten, was der Gesetzgeber verhindern wollte.