Beiträge von wadoe im Thema „Unterdimensionierung des WR noch zeitgemäß?“

    Dass dies die Leerlaufspannung ist, war wohl klar! Trotzdem liegt der hohe Spannungsbereich in der kalten Jahreszeit nicht im Bereich der meisten optimalen Nennspannungsbereiche von 3 phasigen Wechselrichtern.

    Bei neuen Anlagen steht meist der Eigenverbrauch an wichtigster Stelle und damit ist jede mehr erzielte kWh in diesem Zeitraum deutlich höher zu bewerten. Deshalb konfiguriere ich für diese Zeit den besten Wirkungsgradbereich.

    Diese Überlegung wird später und nach dem Förderungsende immer wichtiger, denn im Winterhalbjahr ist der Anteil des selbstverbrauchten Stromes deutlich mehr wert als eine geringe Vergütung des eingespeisten Überschusses.

    Dieser Faktor wird in Zukunft immer größer werden. Bereits heute kann man den Wertfaktor ca. auf ca. 2,5 bis 3 setzen und dieser wird bei Einspeisevergütungsende wohl noch gewaltig ansteigen (> 6...)

    Einige eigene Erfahrungen zu den Wirkungsgraden der meisten 3 phasigen Wechselrichter:


    Die besten Wirkungsgrade werden im DC Nennspannungsbereich des jeweiligen Gerätes erreicht.

    Weicht die MPP Stringspannung nach unten und oben ab, fällt der Wirkungsgrad vor allen im

    obersten Grenzbereich ab. Deshalb würde ich raten nicht in den Grenzbereich von 1000 Volt zu

    gehen! Im Winterhalbjahr liegt man deshalb sehr ungünstig in der WG-Kurve

    Habe langjährige Messvergleiche getätigt und dabei spez. bei SMA-Tripower Geräten festgestellt, daß

    im Bereich 550 bis 650 Volt MPP Stringspannung der optimale Wirkungsgrad erreicht wird.

    Auch im Auslastungsbereich musste ich meine früheren Kenntnisse berichtigen, da der beste Wirkungsgrad

    bei Auslastung im 50 bis 80 % Bereich erreicht wird. Wobei die alte TL10 Serie im hohem Lastbereich >80%

    besser abschneidet als die neuere TL20 Serie.

    In wie weit sich diese Erfahrungen auf andere Hersteller übertragen lassen müsste an Hand der Datenblätter

    möglichst mit WG Kennlinien beurteilt werden.

    Den oben erwähnten knapp 1000 Volt erwähnten String würde ich falls möglich aufteilen auf 2 par. Strings und einen WR im

    möglichst niedrigen DC-Nennspannungsbereich auswählen. Dies kommt auch den Temperaturbereichen im

    Winterhalbjahr, sowie dem 2. String positiv entgegen.