Beiträge von Madpete im Thema „Kaskadenmessung“

    Ich habe keinen Speicher, aber die Clearingstelle hat auf dieses Votum verwiesen und auf eine mehrjährige Prüfung des Sachverhaltes habe ich keine Lust.


    Zu meiner alten Anlage: die ist von 2010. Ich glaube ich habe mich da mal um 2 Jahre vertan. Macht aber ja vom Prinzip her keinen Unterschied.

    Ich habe mal bei der Clearingstelle EEG ganz unverbindlich angefragt ob es zulässig ist das Messkonzept (wie vor. von mir erklärt) zu verwenden,

    Daraufhin habe ich folgende Nachricht von der Clearingstelle erhalten:


    ......Zu der Frage, ob zur messtechnischen Erfassung des Eigenverbrauchs zwingend eine Erzeugungsmessung erforderlich ist, hat die Clearingstelle in dem Votum 2021/25-VIII Ausführungen in den Randnummern 43 ff. (Abweichung – „umgekehrtes“ Messkonzept) gemacht. Sie finden das Votum unter
            https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/votv/2021/25-VIII

    Für die Frage, wer die Messkonzepte bestimmt, ist insbesondere § 8 des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) zu beachten, dieser lautet:
    "(1) Der Messstellenbetreiber bestimmt im Rahmen der Anforderungen dieses Gesetzes Art, Zahl und Größe von Mess- und Steuereinrichtungen. [...]
    (2) Mess- und Steuereinrichtungen müssen den mess- und eichrechtlichen Vorschriften, den Anforderungen dieses Gesetzes, den aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen sowie den aus dem Netzbetreiber nach der Stromnetzzugangsverordnung und der Gasnetzzugangsverordnung einheitlich für sein Netzgebiet vorgesehene technischen Mindestanforderungen genügen. Die Mindestanforderungen des Netzbetreibers müssen sachlich gerechtfertigt und diskriminierungsfrei sein. Die Möglichkeit, zusätzliche Messfunktionen vorzusehen, bleibt unberührt."

    Bitte beachten Sie dabei jedoch, dass es Anlagenbetreiberinnen und -betreibern unbenommen ist, nach § 5 Abs. 2 MsbG einen Dritten mit dem Messstellenbetrieb zu beauftragen (siehe Abschnitt 3.4 der Empfehlung 2016/26), sofern dieser einen einwandfreien Messstellenbetrieb nach Maßgabe des MsbG (dazu Abschnitt 3.5 der Empfehlung 2016/26) durchführt. Unsere Empfehlung 2016/26 finden Sie unter

    https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/empfv/2016/26.

    Bei der Beauftragung eines Dritten mit dem Messstellenbetrieb sind zudem ggf. bereits bestehende vertragliche Pflichten (z.B. Kündigungsfristen) zu beachten.
    Vorgehen bei einem streitigen Messkonzept: Zu der Frage, ob ein vom grundzuständigen Messstellenbetreiber (i.d.R.der Netzbetreiber) verschiedener (z.B. wettbewerblicher) Messstellenbetreiber ein eigenes Messkonzept umsetzen kann, auch wenn
    der Netzbetreiber nicht damit einverstanden ist, lesen Sie bitte Abschnitt 4.4.3 unserer Empfehlung 2018/33, die Sie unter

        https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/empfv/2018/33
    finden.....



    Im o.g. Votum steht, dass ein zusätzlicher Erzeugerzähler eingebaut werden muss!

    Das macht zwar eigentlich keinen Sinn und ich hätte gerne darauf verzichtet. Ich habe allerdings keine Lust mich jetzt jahrelang mit der EWE zu streiten und habe daher zugestimmt einen weiteren Zähler verbauen zu lassen.

    Die EWE stellt sich bei mir leider immer noch quer und will das Messkonzept so nicht aktzeptieren (obwohl sie es ja bei mir verbaut haben...)


    Ich habe jetzt eine Anfrage an die EWE gestellt, ob sie zustimmen würden die Frage von der Clearingstelle beantworten zu lassen. Daraufhin wurde mit mitgeteilt, dass das Verfahren bei der Clearingstelle in manchen Fällen mehrere Jahre dauern kann und ich ggf für diese Zeit keine Vergütung bekomme und ich u. Umständen meine vorhandenen EEG Förderung auf die alte Anlage verlieren könnte.

    Das wäre dann natürlich eine ziemlicher finanzieller Verlust.


    Kennt sich jemand mit der Clearingstelle aus?

    Wie würden die, die Fragen zur Kaskadenmessung ohne zusätzlichen Erzeugerzähler beantworten? positiv? negativ?

    Wie lange dauert wohl so ein Verfahren?

    Die 39 Cent sind netto. Ich bin seit dem 1.1.23 ja kein Gewerbetreibender mehr.


    Ich habe jetzt nochmal die Anteilige Vergütung genauer durchgerechnet und lt. meiner Berechung wird die Vergütung genauso hoch sein, wie wenn ich getrennt abrechne.

    Ich habe allerdings mit Volleinspeisung gerechnet, weil ich den Eigenverbrauch schlecht einschätzen kann.


    Dennoch versuche ich weiter das aktuelle Messkonzept bei der EWE durchzusetzen.

    Den Eigenverbrauch bekomme ich vergütet. Meine alte Anlage kommt aus 2008


    Und die beiden vorhandenen 2-Wegezähler sind ja "offizielle" geeichte Zähler. Es geht mir ja nicht darum "eigene" Zähler nutzen zu wollen, sondern die bereits vorhandenen von der EWE installierten Zähler zu nutzen, weil die Werte dieser Zähler ja alle Einspeisungen, Bezüge und Eigenverbräuche abbilden.

    Die Begründung finde ich auch etwas blödsinnig. Denn wenn ich etwas zwischen Z1 und Z2 anschließen könnte. Könnte ich dies genausogut vor Z3 und somit wären die Werte ebenfalls verfälscht.


    Aber was soll ich machen? Gegen Windmühlen kämpfen?

    Einen Anwalt beauftragen?

    Ich habe mir die anteilige Berechnung mal durchgerechnet bzw. überschlagen.

    Die alte Anlage produziert ca. 10.000 kwh pro Jahr zu 39 Cent

    Die neue (voraussichtlich) ca. 12.000 kwh zu 8 Cent

    Dadurch ergibt sich (wenn ich als Volleinspeisung rechne) eine Vergütung von ca. 250,- € weniger jedes Jahr

    Allerdings ist meine Alte Anlage von 2008. Die Einspeisevergütung läuft also in 5 Jahren aus. Von 2028 bis 2043 würde ich jedes Jahre ca 50,- € mehr bekommen.

    Das gleicht sich in den nächsten 20 Jahren also fast aus zumal ich keine Grundgebühr für dein 3. Zöhler zahlen muss und mir vor allem die Kosten für den Einbau gespart hätte...

    Oder habe ich da einen Rechenfehler?

    Ich hab heute wieder Nachricht von der EWE bekommen:


    "...sofern der kaskadierte Aufbau realisiert werden soll, ist für die Bestandsanlage ein Erzeugungszähler vorzusehen, auch wenn die eigenverbrauchte Menge prinzipiell rechnerisch ohne Erzeugungszähler ermittelt werden könnte, da die Nettostromerzeugung an den Generatorklemmen erfasst werden muss, um sicherzustellen, dass die erzeugte Menge korrekt ermittelt und in die Berechnung der Eigenversorgungsmenge einbezogen wird. Ansonsten kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dem Strompfad zwischen Z1 und Z2 keine weiteren Verbrauchs- oder Erzeugungseinrichtungen befinden, die die Ermittlung der eigenverbrauchten Menge beeinflussen.


    Wenn nur eine Zweizählervariante umgesetzt werden kann, müsste die folgendermaßen aussehen:




    Dabei erfolgt die Aufteilung der Energiemengen der beiden PV-Anlagen gemäß § 24 (3) EEG anhand der installierten Leistungen der beiden Anlagen.

    Andere Möglichkeiten haben Sie nicht....."


    Tja, was nun?

    Entweder ich baue einen zusätzlichen Zähler ein, der die Erzeugung der alten Anlage misst, oder ich rechne anteilig ab. Die alte Anlage hat 12,65 kw (süd), die neue 17,02 (Ost-West). Ich glaube das wäre Nachteilig für mich.

    Alternativ müsste ich mir wohl einen Anwalt nehmen oder mich an die Clearingstelle wenden um meinen Wunsch durchzusetzen....

    Habe heute mal Nachricht vom Elektriker erhalten:


    "Für deine PV Anlage von 2011 muss jetzt ein reiner Erzeugungszähler verbaut werden! Eigentlich ist es ja so, dass für PV Anlagen keine EEG Umlage mehr anfällt und dadurch der Erzeugungszähler entfallen kann! Das gilt aber nur für Anlagen ab 2014. Komischerweise müssen für Anlagen vor 2014 Erzeugungszähler montiert werden. Somit muss bei dir noch ein weiterer Zähler montiert werden. Wir bekommen einen Termin mit der EWE und erledigen das dann."


    Das hat ihm wohl die EWE so mitgeteilt. Ich werde die EWE nochmal anschreiben und hoffe mal, dass die das so akzeptieren wenn ich denen Schreibe, dass ich lt. EEG als Anlagenbetreiber das Messkonzept frei wählen kann. Oder war/ist das ggf. im EEG von 2014 tatsächlich so geregelt?

    Wenn du schon 2 2RZ hast schaffe Tatsachen, teile es dem VNB mit und fertig. NIEMALS MIT DEN PRAKTIKANTEN DORT DISKUTIEREN!

    Das war jetzt im Grunde auch mein Gedanke. Die EWE hat mir ja 2 Stück 2-Wegezähler eingebaut und die Kaskade läuft. Kann ich jetzt also einfach darauf bestehen, dass das so gelassen wird und mir niemand mehr etwas anderes einbaut?

    Kann ich mich da auf bestehendes Recht berufen? Gibts dazu ggf nen § aus dem EEG den ich Zitieren kann?