Beiträge von ripper1199 im Thema „Inselanlage mit Druckluftspeicher“

    Viel Spass beim basteln und Tanks um die Ohren fliegen haben. Es scheint da ein gewisses Defizit in der Erfahrung mit Druckluft zu bestehen. Empfehle dazu anfangs eine Luftpumpe zu nehmen und leer von Hand durchzupumpen, sodann einen Finger zu nehmen und die Öffnung zu verschliessen und nochmal versuchen "leer" durchzupumpen. Da sollte es einen ersten Aha Effekt geben...

    Dann kann man sich ja mal theoretisch mit Luftmengen die gebraucht werden beschäftigen und dann mal schauen was ein Ölfreier Kompressor mit 1.5 kW kostet und wieviele Batterien die man ggf gar nicht braucht man damit kaufen kann.

    Viel Aufwand für einen simplen Zweck.


    Punkt eins, dann verseucht man sich das Gewässer mit Öl aus dem Kompressor wenn man nicht spezielle ölfreie Kompressoren nimmt.


    Punkt zwei, Du brauchst quasi überhaupt keinen Druck. Ein leer durchkurbelnder Kompressor macht allen Luftfluss den Du brauchst, ohne den riesigen Verlust wo die ganze Wärme entsteht. Da fang ich gar nicht an zu rechnen wieviel Luft man braucht um ein bisschen über Nacht zu blubbern aber es ist irgendwo zwischen 1 und 100 m^3 bei 7bar. So einen Tank willst Du weder im Garten stehen haben, noch bezahlen. Bei der Grösse muss dann bestimmt auch der Tüv regelmässig mal kucken kommen und auf jeden Fall ist es ne Langzeitbombe.


    Ganz klar eine elektrische Aufgabe. Langsamlaufende Kolbenpumpe oder Blasebalg mit einem 20 bis 100 Watt Gleichstrom Motor aus dem Modellbau gekoppelt und super.


    Warum eigentlich nachts belüften? Wenn tagsüber genügt, den Modellbaumotor direkt ans Panel und dann pumpt er wenn er kann

    Speziell die grossen 380V oder Benzin Kolbenkompressoren sind ja sozusagen modular, da kann man alles an Motor dran bauen. Von der Drehzahl und Leistung bieten sich da Elektrorollerhinterräder mit 48 bis 60V DC und dann per Keilriemen an. Sind aber fast alle Drehstrommotoren und bräuchten dann den Controller. Das Gasgriffsignal könnte man simulieren für reduzierte Leistung und Sanftanlauf. Ich würde auch noch ein schweres Schwungrad mit 50 oder gar 100kg in den Mix werfen.


    Der Kolbenverdichter hat eine Entlastung wenn der Druck hoch genug ist, damit der Motor leer weiterlaufen kann. Der entkoppelt aber nur bei erreichtem Druck. Wenn die Sonne sich im Druckaufbauzyklus verdunkelt, kriegt man ihn nicht mehr in Wallungen, da müsste in diese Entlastung eingegriffen werden. Auch wird der Verdichter sehr heiss und ist typischerweise zyklisch betätigt. Ein Solardauereinsatz bei zB 3/4 der Leistung könnte ihm nicht bekommen.


    Wenn man Druckluft haben will, braucht man zumeist auch ein gewisses Druckfenster damit etwas überhaupt funktioniert. Tendentiell hätte man zur Sicherstellung einen sehr grossen Tank wenn der Kompressor zu schwach ist. Der sehr grosse Tank ist dann bei nicht optimalem Wetter aber auch durchweg ausserhalb dieses Druckfensters. Alternativ kann man höher speichern (LKW Bedarf bei 20 bar) und dann mittels Druckminderer auf den gewünschten Druck reduzieren was vielleicht besser klappt.


    Was solls den werden, es gibt ja auch noch andere Kompressorbauformen. Auch ist Druckluft vom Wirkungsgrad her total miess...