Beiträge von e-muetze im Thema „Planung PV-Neu-Anlage, inkl. Mieter!?“

    Ok bei 2 Strings seid ihr euch einig, da will ich nicht widersprechen ;)


    Da Süd nur 12 Module sind, muss ich die mit Ost UND West mischen. Denn wenn ich die bspw nur mit West in einen String packe, dann reichen bis Mittags die nur 12 Südmodule nicht aus, solange West noch im Schatten ist.


    Um also auf nur 2 Strings zu kommen, ginge dann nur folgende Variante der 82 Module:

    1) 20x Ost + 20x West

    2) 16x Ost + 14x West + 12x Süd

    zusammen an 1 x 17k WR? Da würde man dann zu den besten Zeiten nicht über die 17.000 kommen??? Wäre quasi eine Limitierung auf 68% der 25kwp!:/

    Ich stehe jetzt ein bisschen vor dem Problem der Verstringung.

    Neben 36 Ost- (4 fallen wohl gegenüber der vorherigen Darstellung raus) und 34 Westmodulen sind momentan noch 12 weitere Module auf den Garagen aufgeständert auf max. 20° geplant. Auf der Fläche von 5,70x6,90 kriege ich wegen Verschattungsabstand wohl nicht mehr als 3x4 Module unter, wenn ich eine sinnvolle Neigung beibehalten will.


    Die 12 Module mit Südausrichtung genügen aber nun nicht, um in einen separaten String zu kommen, die müssen also mit den anderen kombiniert werden. Die Garagen sind ca. 15 Meter vom Haus entfernt und vom Haus soll ja eh eine Verkabelung für die Wallbox liegen. Daher ist die Verbindung der Garagenmodule mit Teilen der Dachmodule in Reihenschaltung doch kein großes Problem, oder?


    Bei den P600 Optimierern gibt es laut Datenblatt eine max. Leistung von 11250 pro String.


    Wie kann ich nun sinnvoll verstringen, um zwischen den Mindest- (26 Module) und Maxlängen (theoretisch 50 Module) zu liegen und die Maxleistung nicht zu überschreiten?

    1x Ost pur 26 Module

    1x West pur 26 Module

    1x Ost 10 + West 8 + Süd 12


    Wäre das hinsichtlich minimaler Stranglänge eine noch gute Aufteilung, wäre bei Ost und West ja jeweils am unteren Ende? Und wäre das für den dritten Mischstring früh morgens (ohne Westleistung) oder spät abends (ohne Ost) zu wenig?

    Wenn das so ginge wäre ich bzgl. Auswahl der Modulleistungen zumindest hinsichtlich der Stringleistungen frei.


    Aber welchen WR würdet ihr empfehlen? Je nach Modulleistung (300, 305 oder 320) hätte ich insgesamt 24,6, 25,01 (ggfs. blöd wegen neuer Eigenverbrauchsgrenze, oder steht das mit 30kwp nun fest?) oder 26,24 kwp auf den Dächern.

    Ich käme bei allen drei Modulvarianten mit dem SE17k nicht hin (laut Datenblatt max Leistung 22950) und würde den SE25k benötigen, oder?

    Hab dank der Suchfunktion hier zwei schöne Themen zu den Optimierern gefunden, aus denen ich viel lesen+lernen konnte. Insbesondere auch, dass man nicht beziffern kann, ob und was SE imstande ist mehr zu liefern als ohne. Gerade in Bezug auf die eher weiche aber lange Verschattung im Winter auf meinem Dach ^^


    Ist aber auch nicht weiter schlimm, bin bei dem Thema SE gar nicht auf die allerletzten kwh aus, sondern ich wollte lediglich wissen, ob es bei mir soweit Sinn ergibt, dass sich die negativen Aspekte von SE ausgleichen.


    Als negative Aspekte habe ich mitgenommen, dass man sich zusätzlich viel Einzel-Elektronik aufs Dach packt und bei Ausfällen von Leistungsoptimierern zwar 25J Garantie hat, dies aber nur das Gerät und nicht die Austauschkosten abdeckt und man - wenn es den falschen trifft - an den defekten LO nur schwer dran kommt. Ein weiterer negativer Aspekt sind die zusätzlichen Investitionskosten.


    Total positiv sehe ich die Modulüberwachung, die finde ich richtig geil. Ebenso habe ich mir durch den Kopf gehen lassen: Was mache ich, wenn ich unsere alte Ölheizung mal durch eine LWWP ersetzen will (auch wenn es noch zig Jahre hoffentlich hin ist)? Wenn ich also die Anlage erweitern möchte, wäre die jetzt erstmal zu installierende Hauptanlage besser direkt mit SE ausgestattet. Ich habe zwar noch einige potentielle Flächen, wie Flachdach des Anbaus (dort ist aber ein Kaminschatten zu erwarten) oder Flachdächer der Garagen (auf Nordseite vom Haus aus gesehen mit Teilverschattung) oder Gartenhäuschen (Baumverschattung). Daher tendiere ich irgendwo doch klar zu SE, möchte aber die negativen Aspekte so gering wie möglich halten. Dabei habe ich folgende Idee aufgeschnappt.


    Ein Doppeloptimierer kostet derzeit nur ca. 20% mehr als ein Einzeloptimierer. Somit würden sich die Investitionskosten bei ca. 74 Modulen für SE doch schonmal erheblich reduzieren. Frage dazu: Werden die beiden Paar-Module selbst besser in Reihe oder parallel an den Optimierer angeschlossen, laut SE gibt es beides (bei parallel bräuchte man noch den nicht günstigen Y-Stecker)?

    Bzgl. der Einfachheit eines Austausches bei Defekt habe ich mir überlegt, die Optimierer entsprechend der Erreichbarkeit auf dem Dach zu platzieren. Von den Dachfenstern aus sollte man wunderbar an die angrenzenden Module kommen. Vom Flachdach des Anbaus wäre es noch komfortabler. Wenn ich das richtig verstanden habe, würden die beiden Doppelmodule untereinander mit einem Kabel verbunden sein, ein anderes Kabel geht von jedem Modul dann in Richtung des gemeinsamen Optimierers. Die Optimierer wären dann untereinander in Reihe als Strang verbunden. Ist das so korrekt? Könnte oder sollte man dann sogar alle 40 Module der Ostseite, bzw. besser gesagt die 20 Optimierer der Ostseite in einen String packen. Ebenso die 17 Optimierer der Westseite in einen String? Welche(n) SE-Wechselrichter würde ich dann benötigen?


    Was haltet ihr von der Idee? Ich denke von der Installation her wäre das gar nicht soo viel aufwendiger. Habe das in der Modulbelegung mal eingearbeitet für Ost und West und hier angehangen, wobei die blauen Kästchen die Optimierer wären, die ihr angeordnet an den Fenstern und am Anbauflachdach unter den halbtransparenten Modulen erkennen könnt.

    Vielleicht kann man die Kabel und Modulpärchen noch optimieren. Die jeweiligen Paare würde ich anhand der Flashdaten zuordnen.



    Ok für harten Schatten durch Kamine, andere Häuser etc. versteh ich es.

    Bei großen Differenzen durch unterschiedliche Ausrichtungen auch, dass SE da echte Vorteile bieten kann.


    Bei "weichem" Schatten durch Bäume, vor allem im Winter, ist es schwer einzuschätzen, wie groß die Differenzen zwischen den Modulen sein kann. Gibt es denn auch irgendwo festgehaltene SE-Daten/tatsächliche Leistungen, die eine Verschattungssituation durch Bäume zeigen, um mal ein Gefühl für die Höhe der Differenzen zu bekommen?

    Aha OK, wieder was dazu gelernt, danke Monsmusik!


    Aber selbst wenn es in der Darstellung nicht die aktuellen Leistungen sind, sondern die Tageserträge, so bilden sich die Tageserträge schlussendlich aus den jeweiligen kumulierten Leistungen des bisherigen Tages.


    Ich dachte immer der größte Vorteil von SE ist, dass Module separat "leisten" können und unabhängig von jeweils allen anderen Modulen ist.


    Nehmen wir mal an, die Darstellung zeigt aufgrund der Verschattungssituation tatsächlich die aktuellen potentiellen Leistungen. Wie agiert denn nun SE (werden die Leistungen 1:1 umgesetzt?) und alternativ wie agier ein "normaler" WR ohne Optimierer (welche Einschränkungen sind zu erwarten?)?


    Das im Bild ist eine Momentaufnahme von einer Dachbelegung mit SE während einer Verschattungssituation.


    Mit SE wurden die angezeigten Modulleistungen genutzt.


    Kann mir hierzu jemand erklären, wie ein moderner Wechselrichter mit Schattenmanagement hier agieren würde unter der Annahme, dass es 1 String mit diesen 16 Modulen ist?


    Beide Varianten, die mir spontan einfallen, würden mir nicht gefallen:

    1. Der WR wird nicht tätig und der String fährt mit allen Modulen mit der Leistung des schlechtesten Moduls 81,25 Wh.

    2. Das Schattenmanagement des WRs oder die Bypassdioden der Module selbst sorgen dafür, dass die schlechtesten 3,4 oder 5 Module überbrückt werden. Nehmen wir an 5, dürfte die in dem Moment beste Variante sein. Dann würde der restliche String mit allen übrig gebliebenen Modulen mit je 131,5 Wh fahren. Die 488,5 Wh der überbrückten 5 Module wären aber verloren.

    Ohne SE soll ein verschattetes Modul die anderen im gleichen String mit herunterziehen. Stimmt das generell erstmal so?

    Nein, das stimmt so pauschal nicht. Moderne Stringwechselrichter verfügen über eine Schattenmanagementfunktion die verschattete Module bzw. Moduldrittel mit Hilfe der Bypassdioden "überbrücken" kann.


    Ok, verstehe das mit den Bypassdioden generell. Dann wird aber das entsprechende Modul überbrückt und die Leistung, die das Modul eigentlich noch bringen würde, fällt komplett weg, oder?


    In meinem einfachen Beispiel oben wären das "nur" die 20% des einen Moduls. Bei mir wandert, wie oben auf den Ostbildern zu sehen, aber ein wesentlich größerer Schatten im Januar von 9-12 Uhr über die Ostseite des Daches. Wenn dort jetzt bei einem großen String von bis zu 20 Modulen sagen wir die Hälfte stets voll in der Sonne ist und die andere Hälfte ist verschattet, geht aber ordentlich was verloren, wenn die schlechten Module über Bypassdioden überbrückt werden.

    Hallo Citystromer,

    vielen Dank für Deine Einschätzung! Verschiedene Ausrichtungen habe ich ja überhaupt nicht, sondern "nur" Verschattung".

    Das ist ja im Grunde meine Frage... Wo hört "normale" Verschattung auf und wo fängt "komplexe" Verschattung an?

    Du meinst also anhand meiner Fotos, dass ich keine komplexe Verschattung auf dem Dach habe!? Würde ich ja selbst gefühlsmäßig auch so einschätzen.


    Nur auf der Westseite, ganz unten rechts unter dem Fenster habe ich ja auch 1-2 Module eingeplant (s. Bild Modulbelegung West). Auf dem Westfoto sieht man gut, dass da offensichtlich keine Sonne hingekommen ist, da um 16 Uhr dieser Bereich noch "gefroren" ist. Wohlgemerkt bei tiefer Sonne im Januar! In den sonstigen Monaten kommt da ganz sicher auch die Sonne hin.


    Jetzt könnte ich ja beispielsweise diese 1-2 "schlecht gelegenen" Module weglassen, wenn die zu einer "zu komplexen Verschattung" führen würden, anstatt alles zwingend mit SE auszustatten. Wenn Du aber sagst, dass ein moderner Wechselrichter auch mit so einem im Januar schlecht gelegenen Modul zurecht kommt und den String nicht völlig runterzieht, kann ich diese Module installieren und in den besseren Monaten auch ertragreich nutzen.

    Habe PVSOL heruntergeladen... aber ob eine solche Simulation tatsächlich aussagekräftig ist... Muss mich da mal reinarbeiten.


    Zuvor möchte ich aber überhaupt erst einmal technisch verstehen, was hinter SE tatsächlich steckt.

    Bislang habe ich es so verstanden, dass bei SE die Module einzeln betrachtet werden können und den Optimalpunkt jeweils selbst fahren können, unabhängig von den anderen. Ohne SE soll ein verschattetes Modul die anderen im gleichen String mit herunterziehen. Stimmt das generell erstmal so?


    Also mal ganz theoretisch angenommen, es sind 10 Module in einem String. 9 davon bekommen eine Stunde lang die volle Sonne ab (100% Einstrahlung), 1 Modul ist aber verschattet und hat nur sagen wir 20% Einstrahlung über die gewählte eine Stunde.

    Ist SE in der Lage, die Module einzeln zu betrachten und somit 9 Module mit voller 100%-Einstrahlung zu nutzen und (nur) das verschattete halt mit 20%? Werden also über alle 10 Module durchschnittlich 92% Einstrahlung genutzt (9x100%+1x20%)?

    Wenn kein SE verbaut ist, zieht dann das 20%-Modul die anderen 9 im gemeinsamen String mit runter? Wenn ja wie weit? Fahren dann alle nur auf 20% oder irgendwo zwischen 20% und 92%?


    Das ist jetzt ein sehr theoretisches Beispiel, was meiner Meinung nach aber gar nicht so praxisfern sein dürfte. Bspw. kann ja ein Schatten von links nach rechts über alle 10 Module wandern, so dass jedes Modul mal im 20%-Bereich ist, die anderen dafür volle Einstrahlung bekommen.


    Ich hoffe das kann jemand beantworten, dann würde ich erheblich mehr Durchblick beim Thema SE erhalten.

    Ich habe mir auch nochmal Gedanken über die potentielle Verschattung gemacht und mich versucht ein wenig detaillierter mit der Frage SolarEdge ja oder nein zu beschäftigen. Da gehen hier im Forum die Meinungen aber gehörig auseinander. Das ist ja fast schon Schwarz/Weiß-Denke, so dass ich gar nicht mehr weiß, ob ich das 1. benötige und 2. überhaupt haben will. Grundsätzlich finde ich die Möglichkeit, jedes Modul einzeln zu "beobachten" super, auch dass einem dadurch zeitnah etwaige fehlerhafte Komponenten auffallen. Der ausschlaggebende Punkt ist für mich aber: habe ich so viel Schatten, dass ich SE benötige, da sonst der Ertrag zu sehr leidet???


    Ich habe dazu mal ein paar Fotos zusammengestellt, die den Schattenverlauf auf der Ostseite zeigen (wohlgemerkt bei sehr tiefstehender Sonne von Ende Januar!). Ich denke, dass die Tanne des Nachbarn (s. Sonnenfotos) vor allem im Sommer kaum noch Verschattungen auf unser Dach wirft, da die Sonne viel weiter im Osten aufgeht und steiler steigt. Aber ist der Schattenverlauf wie dargestellt von Sonnenaufgang bis 12 Uhr auf der Ostseite so viel, dass SE wirklich Sinn ergibt oder ist das auch mit gutem WR und integriertem Schattenmanagement händelbar? Wenn letzteres, welcher WR kommt dafür in Frage und wie würdet ihr die Strings aufteilen? Von links nach rechts in Blöcken, so wie der Schatten wandert, oder von oben nach unten quasi in 2-3 Reihen?


    Ebenfalls habe ich mögliche Belegungen geprüft und komme wohl doch auf mehr als die von mir zunächst errechneten 62 Module (s. Fotos). Auf der Westseite sorgen die Häuserschatten von gegenüber sowie kleinere Bäume des Nachbarn auf vereinzelten potentiellen Modulen für wechselhaften Schatten bei tiefstehender Sonne.


    Was meint Ihr?