Beiträge von remag im Thema „Biogas“

    Wenn die Abwärme des Motors genutzt wird geht das in der Regel gar nicht, weil die Heizleistung zumindest im Winter dauernd gebraucht wird.

    Ganz normaler Pufferspeicher ?

    Kleine Biogasanlagen laufen im allgemeinen einfach durch, es wird der Strom eingespeist und die Wärme so gut es geht verwendet, das ist praktisch wärmegeführt. Ich bestreite nicht, dass Alternativen möglich wären, sie machen aber zur Zeit nur einen kleinen Teil der Kapazität aus.


    Wenn du eine bedarfsgerechte Produktion haben möchtest, brauchst du zum einen einen Gasspeicher, um in Zeiten hohen EE-Anteils den Generator abschalten zu können, zum anderen müsste der Generator größer ausfallen, damit bei Bedarf m,ehr Strom bereitgestellt werden kann. Ein Wärmespeicher wäre dann noch das Sahnehäubchen. Solch eine Konstruktion kann man sich in einem Fernwärmenetz vorstellen oder in der Industrie, nicht auf dem Bauernhof.

    Korrekt, ganz genau meine Meinung

    Es wird in den meisten Veröffentlichungen angegeben, dass Biogas WÄRMEGEFÜHRT betrieben wird.


    Solange Müll et al., die tatsächlich z.T. stromgeführt betrieben werden, nur eine untergeordnete Rolle spielen, sehe ich dein Argument nicht.

    Das Problem ist das solche Anlagen nie genau erfasst werden können. Die kommen alle in einen großen Topf "Biomasse".


    Wie ich vorhin schon geschrieben habe laufen diese Anlagen wenn es für die Anlage (oder den Betreiber) am besten ist.


    Eine Müllverbrennungsanlage KANN wärmegeführt sein (wenn sie an ein Fernwärmenetz angeschlossen ist)

    Eine Hackschnitzel KWK Anlage wird immer wärmegeführt sein (der Strom ist quasi Abfall bzw. Finanzierung)


    Das Biogas wärmegeführt betrieben wird sehe ich bei unseren (kleineren) Anlagen nicht.

    Die Abwärme wird meistens am Betrieb selbst genutzt (der kleinere Anteil) und der weitaus größere Teil der Abwärme

    einfach an die Umwelt abgegeben. (wie bei einem normalen Kraftwerk auch)

    Regelbarkeit erfordert entweder Strom- oder Wärmespeicher, das ist im Prinzip einfach, allerdings nicht für Minianlagen, die im Augenblick sehr beliebt sind.

    Oder einen Brennstoffspeicher wie im Fall der Biogas Anlagen.

    Oder eine Einspeisung des Biogases ins Gasnetz. Dafür sind die Anlagen aber meist zu weit vom Gasnetz entfernt.


    Grundsätzlich bin ich dafür das Prinzip der Biomasse (Produktion und Subvention) nochmal zu überdenken.

    Auch wenn dir der Gedanke der teuren Grundlast nicht behagt, sollte man überdenken was passiert wenn die KKW wegfallen.

    Wasserkraft erzeugt auch Grundlast und da beschwert sich niemand darüber.

    Um die jetzigen Anlagen auf Regelbarkeit umzustellen kostet es nochmal viel Geld, was teilweise auch gar nicht funktioniert weil viele Biogasanlagen zu klein sind (wie du ja schon gesagt hast)

    Es ging nur um die Frage der Regelbarkeit. und die ist nicht so einfach zu bewerkstelligen.


    Die Frage der Subvention ist noch eine ganz andere.


    Willst du lieber Biogas Grundlast oder Kohle/Gas/Atom Grundlast?

    Biomasse läuft aber hingegen 24/7 "dumm" durch. Gibt es hier keine Möglichkeiten die zu regeln? Die scheint ja noch unflexibler zu sein als Braunkohle und Atomkraft.

    Ich vermute daß die Gase (Klärgas, Deponiegas, Biogas) kontinuierlich anfallen und ohne Zwischenspeicherung verfeuert werden. Wenn man regeln will bräuchte es Gasspeicher und dann auch größere BHKW um die größere Gasmenge in kürzerer Zeit zu verfeuern. Das denke ich lohnt sich grundsätzlich nicht, und wenn dann nur gegen Subventionen für die Betreiber.