Beiträge von webwanze im Thema „Einspeisung dem Netzbetreiber schenken?“

    Lt. Solateur ging man bei dem Zahlungsausfall nicht als Freunde auseinander. Da werden dann wohl die entsprechenden Unterlagen fehlen.


    Beim Umbau/Wiederaufbau wird die alte Einspeisevergütung übernommen. Ist jetzt schon ein paar Tage her dieser Fall. Hat sich wohl damals noch gerechnet, die 2-jährigen Module ,defekt‘ zu schreiben und gegen neue, günstigere zu ersetzen. Denke ich mir zumindest.


    Thomas

    Ich habe seit ca. 9 Jahren eine Solarthermieanlage. 22 qm Vakuumröhren an ca. 2000 ltr. Puffer mit Frischwasserstation und natürlich Heizungsunterstützung. Das Ding deckt ca. 50% meines gesamten Wärmebedarfs. Allerdings ist‘s bei dieser Auslegung im Sommer immer massiv zuviel. Wirtschaftlich ist das unter dem Strich nicht, wenn du das Ding aus eigener Tasche zahlst.


    Wenn die ST-Anlage wieder mal muckt, fliegt sie vom Dach. Dafür dann PV ohne EEG drauf. Ich habe zufällig auch 2,4 KWp auf dem gleichen Dach. Fast identische Fläche bei 100% gleicher Ausrichtung. Im Sommer (wenn ich‘s nicht brauche...) ist die ST ganz klar im Vorteil. Bringt 3-4x mehr als PV. Bei schlechten Bedingungen ist die PV (auf niedrigem Niveau) leicht vorne.
    Aber wie du schon schreibst: PV braucht keine Rohre, Fluid und Pumpen. Und mit Strom ist man flexibler als mit warmem Wasser.


    Mein Solateur hat mir auch schon neuwertige PV Module mit Garantie angeboten. Beim Kunden montiert und angemeldet - nicht bezahlt - rückgebaut - übrig/nicht mehr für EEG benutzbar.


    Waren auch schon 2-jährige Module dabei. Demontiert weil Dachsarnierung mit Gauben etc. Deshalb mit anderem Modulformat wieder aufgebaut.


    Es gibt also solche Schnäppchen. 10 Ct/Wp. Neu wurde mir aber auch schon um 22 Ct/Wp angeboten.


    Thomas

    Eine Frage hätte ich aber auch:


    Jetzt kann man ja diese Mini-PV Anlagen bis 600 VA Anschlussleistung installieren und vereinfacht anmelden. Bei der Anmeldung verzichtet man auch auf Einspeisevergütung.


    Warum geht das hier so einfach? Hat sich da was verändert im letzten Jahr?


    Thomas

    Ich betreibe solch eine sinnbefreite Anlage. 7,4 KWp Terrassendach mit 10 KWh Lithiumspeicher und Heizstab etc.


    Strom kannst du nicht so einfach verschenken. Der Netzbetreiber muss den PV-Strom bilanzieren. Der gehört ihm ja eigentlich gar nicht. Also muss auf alle Fälle mal ein Zähler rein. Auch bei Zero-Export und solchen Späßen.


    Ich habe schriftlich auf EEG und Vergütung jedweder Art verzichtet. Geht nicht. Also habe ich vergessen meine Bestätigung auf 70% Einstellung beim Netzbetreiber einzureichen. Jetzt bin ich nach dem EEG sanktioniert und bekomme erst Geld, wenn ich das Dokument nachreiche. Anders ging es vor einem Jahr nicht.


    Warum habe ich das gemacht:
    Anlage wurde bis auf ein paar Euro von KfW und Bayer. Innenministerium bezahlt. Somit hat sich das Ziehen der Umsatzsteuer auf die paar eigen bezahlten Kröten nicht rentiert. Außerdem hätte ich sonst Umsatzsteuer auf den Selbstverbrauch zahlen dürfen.
    Durch den Verzicht auf Einspeisevergütung - also Verzicht auf Förderung durch EEG - wurde die Anlage voll Förderfähig bei der KfW. Da habe ich lieber die Sofortzahlung von ein paar Tausendern genommen und dafür auf EEG verzichtet. Hätte auch nur wenig an AfA usw.


    In Summe bei mir deutlich wirtschaftlicher so. Die Anlage ist im 2. Jahr im Plus und erspart mir mehr als 3500 KWh Stromkauf im Jahr. Außerdem totaler Privatspass. Also bitte nicht immer gleich pauschal Leute als Idioten abstempeln, nur weil sie keine Einspeisevergütung haben wollen. Lieber mal diverse Förderprogramme und deren Bedingungen ganz genau lesen.


    Thomas