Beiträge von protractor im Thema „SMA Sunny Island 4.4M Warnung Batterieüberspannung“

    Laut dem Beitrag hier ist die Produktion aufgegeben worden. Was sie dort schreiben macht auf jeden Fall Sinn.


    http://www.manager-magazin.de/…r-zu-hause-a-1205742.html


    Ich hatte gestern noch ein paar Gedanken zu dem Überspannungs-Problem. Und werde noch eins, zwei Dinge versuchen auszuschließen.


    1. Wenn es an einer Zellüberspannung liegt, die sehr gering ist, dann müsste das Problem weg sein (zumindest ein paar Tage), wenn man manuell eine Ausgleichladung mit dem Sunny Island triggert.


    2. Sollte es an einer Messungsdifferenz (ich habe ja nie mehr als 53,32V gemessen an meiner Batterie und die obere Grenzspannung sollte erst bei 54V überschritten sein) zwischen Batterie und Sunny Island liegen, so müsste das Problem dauerhaft weg sein, wenn ich die Ladeendspannung auf 53,2V oder so setze, also minimal unter der aktuell höchsten gemessenen Spannung.


    Leider ist das Manual der Mercedes Batterie sehr sparsam mit Informationen und es gibt keine Informationen über Fehlermeldungen die über den Bus gesendet werden, vielleicht hat hier jemand ja mehr Informationen und kann helfen. Laut dem englischen Manual (nicht im deutschen zu finden) vom Sunny Island sollte es diese Warnung sein, die vom mercedes BMS geworfen wird: W 937 XW02DcHiVolt 1 Warning via SiCom: Battery overvoltage.

    Hallo ElektroRudi,


    ich habe das gleiche Problem/Symptom und konnte noch keine Lösung finden.


    Ich hatte als erstes einen falsch eingestellten Leitungswiderstand im Verdacht, denn das BMS versucht auf Grund der eigenen Spannung und des angegebenen Leitungswiderstands die Batteriespannung zu errechnen, wenn ich das richtig verstanden habe. Ich habe den errechneten Leitungswiderstand einmal um 1mOhm erhöht und siehe da, der Fehler tritt eindeutig häufiger auf.


    Als zweites hatte ich eine unterschiedliche Spannung am Sunny Island und der Mercedes-Batterie im Verdacht. Hier habe ich aber auch mit dem Messgerät nie höhere Spannungen gemessen, als 53,28V, was völlig in Ordnung ist.


    Da ich auch Erfahrungen mit anderen Batterien habe weiß ich, das wenn einzelne Zellen einen etwas höheren Innenwiderstand haben diese langsamer aufladen, andere Zellen können dann "ausbrechen", denn die Summenspannung ist dann ja trotzdem 53V. Beispiel: ich habe eine Batterie mit 3S mit je 3,6V Zellspannung und einer Zell-Maximalspannung von 4,2V eine Warnung würde über 4,15V Zellspannung ausgegeben. Die Maximale Summenspannung beim Laden sollte also 12,45V nicht überschreiten. Jetzt habe ich zwei gute Zellen mit z.b. einem Innenwiderstand von 5mOhm und eine schlechte, die 10mOhm hat. Wenn ich alles richtig verstanden habe würde es dazu führen das diese Zelle viel schlechter lädt und z.b. erst 3,8V hat, während die anderen beiden die 4,15V schon erreicht haben. Der Laderegler hat dann aber erst 12,1V Ladespannung und wird weiter vollen Strom geben, bis die 12,45V erreicht sind. Bis die Summenspannung dann 12,45V erreicht hat haben die beiden guten Zellen aber vielleicht 4,25V und die schlechte Zelle 3,85V. Hier kommt dann aber der Balancer ins Spiel, der versucht zusätzlichen Strom auf die schlechte Zelle zu leiten und von den beiden anderen Zellen runter zu nehmen, um das auszugleichen. Das ist aber nur begrenzt möglich.


    Ich vermute also auch bei meiner Batterie (Mercedes 5.0) ein solches Problem, denn alles andere habe ich denke ich inzwischen ausgeschlossen. Ohne Böse sein zu wollen, ich glaube auch nicht, dass Mercedes die Herstellung von Batteriesystemen aufgegeben hat, weil es nicht rentabel war. Ich glaube, dass es nicht rentabel war, weil sie die Qualitätsanforderungen an solche Batteriezellen unterschätzt haben.


    Viele Grüße
    Thomas


    P.S. wenn ich Mist geschrieben habe, gern korrigieren, all zu lange beschäftige ich mich noch nicht mit diesen Dingen