Beiträge von Casamatteo71 im Thema „around the world - Energiewende weltweit“

    Schönes Beispiel für manipulative Skalierung, denn nur der Ausschnitt von $4 bis $2,50 ist dargestellt (und auch noch mit $2,75 falsch beschriftet). Da sieht ein Preisverfall von $3,80 auf $2,67 aus wie von $1,30 auf $0,17, also auf fast Null.


    Zudem schwanken die Preise regional stark, selbst bei benachbarten Staaten, $2,25 pro Wp in Arizona, $3,15 in Colorado. Warum das so teuer ist verstehe ich nicht. Für die Komponenten werden sicher diesselben Weltmarktpreise gelten, die Planung und Arbeit schient deutlich teuerer als bei uns zu sein, vermutlich weniger Anbieter und größere Distanzen, zudem ein kleiner Markt nur mit zahlungskräftigen Kunden, kein Massenmarkt wie bei uns.


    PV und vor allem Speicher wird angeschafft wegen konkreter Stromausfälle, bei uns sind die Notstrom-Speicher eher für Ängste.

    Mittags-Überschuss und speichern? Wir wissen alle was jeder hier gesagt bekommt der mit 9,9 kWp plus Speicher daherkommt.

    Ja, derzeit kann das (deutsche) Netz noch fast jede 70%-PV-kWh aufnehmen, und die wird auch mit 7,x Cent vergütet, aber das wird sich ändern wenn wir auf 100 oder 150 GWp kommen, was im 20 Jahre langen Kalkulationsleben einer neuen PV-Anlage passieren sollte. PV-Export in eine Europäische Kupferplatte ist auch keine auf Dauer tragfähige Lösung, denn wenn Südeuropa mit PV halbwegs Ernst macht wird diese mittags zur auch preislich glühenden Herdplatte die wir mit unseren teuren Nordeuropa-PV-Fingern nicht mehr anfassen können. Sechs Stunden früher und später ist es andersrum, kaum PV-Angebot, aber hoher Strombedarf.


    Pro Kopf wird in D zwischen 1000 und 500 Watt erzeugt und verbraucht, sagen wir 10 kWh am Tag und 8 kWh in der Nacht. Das sind Werte die einen der heute üblichen recht teuren 5,7 kWh Hausspeicher überfordern, aber ein E-Auto wie ein VW ID.3 mit 58 kWh locker wegsteckt, auch wenn man bedenkt dass ein PKW eher auf 2 Köpfe kommt. Bis Millionen E-Autos über PV-WR netzgekoppelt zweistellig GWh bereitstellen können wird es aber noch Jahre oder Jahrzehnte dauern.

    Wien-Bregenz seien 600km, und das über München, laut Google. Wer da abends wieder in Wien sein will wird eher nicht zum E-Auto greifen.

    Bei solchen Statistiken ist auch fraglich wie alt die Dienstwagenflotte ist. Heuer gibt es Auswahl, vor zwei Jahren oder älter quasi nur Tesla Model S oder nichts.

    Hausdächer sind eh Kleinkram gegenüber den riesigen Hallen die etwa für Logistik neu auf die grüne Wiese an der Autobahn gebaut wurden/werden, und praktisch alle blank. Und da redet man nicht mehr vom beliebten Maßstab "Fußballfeld", das geht schon Richtung "Saarland". Da läuft was schief!


    Bin mal gespannt was Tesla in Grünheide so "auf dem Kasten hat" wenn der fertig sein soll.


    Übrigens kommen schwimmende PV-Anlagen immer mehr in Mode, zumal die sich nachführen lassen. Ganz besonders clever bei Pumpspeichern mit zwei Becken.

    Der Arbeitsaufwand für die Installation von 10GWp heute ist somit eher etwas geringer wie der für die 8,1 GWp 2012

    Auf Freifläche, ja.

    Auf Häusern dagegen ist zu vermuten dass die guten freien Süddächer schon vor 10 Jahren belegt wurden, und nun die krummen Hütten mehr Aufwand für Planung und Montage benötigen, mit Ost-West, Gauben, Dachfenstern, Verschattung.


    Mein Bruder hat seit 2009 PV auf Süd in fast optimaler Konstellation, bei meiner Bude hat man wegen Baum, Südost-Nordwest, Gauben, kein Platz für Gerüst, Schornsteine erst gar nicht darüber nachgedacht.

    Wenn jeder der 33.420 E-Auto-Käufer vom Juni 2021 auch gleich 10 kWp zubaut sind das 334 MWp. Dazu noch die 31.314 PHEV Käufer mit sagen wir 1 kWp , dann kann man im Jahr 3-4 GWp Zubau nur aus dem E-Auto-Absatz postulieren. Stellt man sich vor dass 2- 3 Mio. Autos pro Jahr zugelassen werden würde dies bei 100% E-Anteil satte 20 GWp Zubau nur für die EV bedeuten.

    Übrigens braucht ein E-Auto 2 bis 3 MWh pro Jahr, dafür würden 2 bis 3 kWp rechnerisch reichen, passt auf manche Garage, oder auf den Stellplatz am Arbeitsplatz.


    Ich sage ja immer: gegenüber E-Autos werden Atomkraftwerke zu Glühwürmchen.

    Eine Mio davon kann mit 11 kW 11 GW laden, in Akkus die ca. 50 GWh groß sind. Wenn bidirektional V2G endlich kommt könnten diese 1 Mio mit sagen wir 5 kW über bei Dunkelflaute arbeitslose PV-Anlagen auch wieder 5 GW ins Netz einspeisen, und das bis zu 10 Stunden, eine Nacht hindurch. Hybride können noch länger Sprit verstromen wenns nötig ist.

    Mit 10 Mio BEV wie für 2030 geplant wäre man mit der Stromversorgung von ganz Deutschland quasi auf Augenhöhe. Alle 48 Mio PKW elektrifiziert "rocken" halb Europa. Dazu noch Nutzfahrzeuge, oder Spaßfahrzeuge wie Wohnmobile, Cabrios, Motorräder die noch mehr herumstehen als Alltags-PKW und daher mit Akku beim Überwintern sinnvoll mithelfen könnten.