Beiträge von GOETSCHHOFER im Thema „Sonnenbatterie (Wirkungsgrad Akku und Eigenverbrauch)“

    Huch, hatte jetzt erst gesehen das Du die aktuelle Speicherinspektion verlinkt hattest.:thumbup: Kannte ich noch nicht. Da zeigt die Sonnenbatterie eco 8.0/6 doch super Werte! 9W Standby-Verbrauch - IMHO völlig ok, da läuft immerhin ein Rechner + diverser Switche in den Batteriepacks + WR. Das sind 78,84 kWh/a = 3,54€/a für die Bereitschaft der gesamten Batterie. N.d.R.w.! :)

    Was nur wundert, dass nur 3kW Lade-/Entladeleistung angegeben sind. Die 6kW macht doch auf 3,3kW oder ist das reduziert?? Habe mich nie kleiner 10kWh informiert. Auch ist die nutzbare Kapa mit 5,8kWh angegeben. Why?

    Hallo Mackson,


    9 W ist in Anbetracht der anderen Speicher nicht super, sondern Durchschnitt, wenn die Spitzenwerte bei 1 - 2 W liegen.


    Aber schau dir mal die mittlere stationäre Abweichung bei der Lade- und Entladeleistung an.

    Beim Laden zieht er 38 W aus dem Netz und beim Entladen speist er 38 W ein.


    Speicherladung jährlich ca. 1.500 Std., Entladung ca. 2.000 Std., dann sind dies 3.500 Std. x ca. 38 W, ca. 133 kWh, welche beim Laden- und Entladen nicht energieeffizient verwendet werden.

    Bei einem Speicherdurchsatz von ca. jährlich 200 Voll-Ladzyklen x 5 kWh = 1.000 kWh sind dies ca. 13 %.


    Da ist noch viel Luft nach unten. :)


    LG



    Karl

    Auf der einen Seite ja, denn die Erhaltungsladung ist nicht für den Betrieb selbst nötig. Sie sorgt nur für die längere Lebensdauer der Batterie. Auf der anderen Seite nein, weil der Umstand das die Batterie im Ladezustand 10% die meiste Zeit wartet die Erhaltungsladung zwingend nötig ist.


    @GOETSCHHOFER

    Punkt 1, 2 und 5 (Eigenschaften effizientes Speichersystem) treffen auf die SB für sich betrachtet zu. Hier bleibt Raum zur Interpretation.

    Hallo Mackson,


    wenn du dir die Quellen genau liest, dann wirst du erkennen, dass es sehr wenig Raum für Interpretation gibt. :)

    Überfliegen reicht nicht aus.


    Warum glaubst du wohl, warum sonnen nur Teile aus der Prüfung zum Effizienzleitfaden veröffentlicht und nicht die gesamten Kennzahlen ! ?

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    Der Effizienzleitfaden für Stromspeicher





    LG



    Karl

    Heute habe ich von Sonnen eine Antwort bekommen auf meine Anfrage, warum der Wirkungsgrad am 21. 1. nur 70 % war, obwohl an diesem Tag laut Verlaufdiagramm nur mit hohen Leistungen geladen als auch entladen wurde.

    Die Differenz aus geladenen zu entladenen KWh bezeichnen sie als Eigenverbrauch und teilen diesen durch 24 Std.

    Das Ergebnis von 28 W sei niedriger als der Verbrauch einer normalen Glühbirne.

    Das ist doch eine interessante Erklärung, die jeder Laie verstehen muss. Dass der Eigenverbrauch in Wirklichkeit durch den zusätzlichen ständigen Netzbezug noch höher ist, verschweigen sie natürlich.

    Hallo Klaus44,


    ich hätte mir jetzt nicht gedacht, dass Fa. Sonnen, High-Tech-Unternehmen, immer noch Glühbirnen im Einsatz hat.

    Sind die nicht schon verboten ? :ironie:

    Wenn man dies mit einer LED mit 5 Watt vergleicht, dann brennen permanent 5 LED`s mit 5 Watt .

    27 Watt x 24 Std. sind im Zeitalter der Ökodesignrichtlinie einfach zu hoch.


    https://pvspeicher.htw-berlin.…icher-Inspektion-2018.pdf



    LG



    Karl

    Zitat von Klaus44

    Hallo Goetschhofer,


    Hat Herr Schröder von Sonnen auf Deine Mail geantwortet? Du wolltest ja wissen, ob es gute Gründe gibt, nur Fragmente aus dem Effizienzleitfaden zu veröffentlichen.


    Hallo Klaus44,


    natürlich nicht.
    Habe ich auch so erwartet.


    Also haben die doch was zu verbergen ! :wink:


    Ich sehe dies aber gelassen.


    Es wird in 2018 wieder eine Handvoll Ergebnisse aus Prüfungen im Detail nach dem Effizienzleitfaden von anderen Speicherprodukten geben und dann schaut natürlich die Optik nicht wirklich gut aus, wenn man mit Detailinformationen selbst hinter dem Berg hält.


    Spätestens zur nächsten Intersolar 2018 im Juni (ist ja bereits in 6 Monaten) wissen wir sicherlich mehr.



    Karl

    Zitat von Klaus44

    Hallo in die Runde,


    die Tabelle des KIT mit den 16 verschieden Speichersystemen ist enorm aufschlussreich. Es ist mir aber ein Rätsel, welcher Hersteller hinter der Spalte 6 der Tabelle steckt. Mit der schlechten Regelzeit könnte ich leben. Bei einem Eigenverbrauch von kleiner 3W frage ich mich aber schon, wie's um die Lebensdauer des Akkus bestellt ist. Bei der Sonnenbatterie wurde, meiner Meinung nach, alles für eine lange Lebensdauer und eine gute Autarkie getan mit dem Nachteil eines schlechten Wirkungdgrades.
    Bevor ich mir die SB zulegte, habe ich mit einem Eigenbauspeicher, bestehend aus einem 640 Wh Pedelecakku, einem effizienten Ladegerät, einem Modulwechslrichter und einer Leistungsregelung, Erfahrung gesammelt. Da hatte ich einen relativ guten Wirkungsgrad, aber natürlich keine wesentliche Autarkiesteigerung. Nach dem Motto "Spezialisten leisten etwas Besonderes", habe ich mir dann die SB gegönnt und damit ein neues teueres Hobby.



    Hallo Klaus44,


    was hat der Eigenverbrauch < 3 Watt mit der Lebensdauer einer Batterie zu tun ?
    Ich schließe aus so einem geringen Eigenverbrauch, dass das System in einen Standby oder Ruhemodus fährt und aus meiner Sicht höchst effektiv und effizient ist.


    Klaus44: Mit der schlechten Regelzeit könnte ich leben: Spalte 6 im KIT-Schaubild:
    Eine Reaktionszeit von ca. 10 Sekunden und eine Ausregeldauer von ca. 41 Sekunden wäre für mich auf jeden Fall
    ein K.O. Kriterium für ein Speichersystem.


    Schau dir mal folgenden Beitrag von mir zum Thema erforderliche Regelgüte eines Batteriespeichersystems zur Bedienung der Lastanforderung für ein Cerankochfeld an:
    https://www.photovoltaikforum.…stausch-t116314-s300.html


    Das untersuchte System 6 im KIT-Schaubild könnte die Lastanforderung eines Ceranfeldes keinesfalls effektiv und effizient bedienen.
    Ein Ceranfeld hat eine pulsierende Lastanfoderung von ca. 10 Sekunden mit ca. 2000 Watt und anschließend eine Ruhepause von ca. 40 Sekunden fast gegen Null. Bei einem Induktionskochfeld ist die Herausfoderung nochmals um eine Stufe höher.
    Hier würde man nach deinen akzeptierten Kriterien regelmäßig systematisch daneben schießen.


    Gleiches Problem bei pulsierendem Anlaufstrom eines Kühlschranks für ca. 5 Sekunden.


    Ich befürchte bei solchen Werten für Reaktionszeit und Ausregeldauer wird, meines Erachtens, ein Batteriespeichersystem zur Energievernichtungsmaschine. :wink:




    Karl

    Zitat von matthiasroeschinger


    Hallo Mathias,


    darüber hat das KIT den großen Mantel des Schweigens gebreitet.


    Dem KIT geht es meines Erachtens vor allem darum, den interessierten Käufer von Batteriespeichersystemen für die
    technischen Einflussfaktoren zu sensibilisieren um diese bei der Kaufentscheidung berücksichtigen zu können.


    Dann ist hoffentlich in den meisten Fällen der Überraschungs- und Aha-Effekt vermieden.


    Anbei ebenso das anonymisierte Ergebnis aus einer Untersuchung von 16 Batteriespeichersystemn, welche im Rahmen der Intersolar 2017 publiziert wurde.


    Solarakkus fürs Gewerbe: Strom möglichst effizient speichern
    https://www.photovoltaik.eu/Ar…effizient-speichern-.html
    Die genaue Interpretation des Schaubildes ist im Artikel der Zeitschrift photovoltaik.eu nachzulesen.



    Karl

    Zitat von Klaus44

    Man sieht einerseits sehr schön, daß der Wirkungsgrad stark lastabhaengig ist, andererseits aber auch, daß der Eigenverbrauch mit zunehmendem Wirkungsgrad steigt. Ich komme nach wie vor zu dem Ergebnis, daß die Hauptursache für meinen schlechten Jahreswirkungsgrad von 63% am viel zu hohen Eigenverbrauch von bis zu 0,94 KWh pro Tag liegt. Dass der 6 KWh Speicher von Secret so viel besser sein soll, kann ich gar nicht glauben.


    Hallo Klaus44,


    anbei die Sichtweise des KIT(=Karlsruher Institut für Technologie) zum Thema Standby-Verluste und Performance von Batteriespeichersystemen:


    Flyer Intersolar 2017 Vergleich von Heimspeichern (Zusammenfassung der Ergebnisse)
    https://www.competence-e.kit.e…gleichHeimspeicher_dt.pdf


    Karl

    Zitat von wadoe

    Vor allem sollten die Speichersysteme die z.T. sehr niedrigen Eigenverbrauchsgrundlasten, wegen den dabei
    entstehden miserablen Etas, aussparen und lieber in diesen Zeiten das Netz nutzen.
    Der Gesamtwirkungsgrad der Anlage würde sich deutlich verbessern. Es macht keinen Sinn niedrige Lasten,
    mit dem gleichen Anteil oder mehr, an Verlusten auszugleichen.
    [b]Mir ist bis heute keine Anlage bekannt, die dies auf ihren eigenen Wirkungsgrad bezogen, bei kleinen Lasten
    in einem sinnvollen Hysterese Bereich, berücksichtigt und entsprechend abschaltet.


    Hallo wadoe,


    meines Wissens ist dies beim Piko BA System so. Herr Köhle-Kostal hat dies mal bei einem Webinar zum Piko BA System erwähnt, dass erst Entladungen ab 100 oder 200 Watt bedient werden.
    An den genauen Wert kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber dies denke ich kann man einstellen.


    Solche Feinheiten werden auch noch kommen.


    Spätestens wenn kritische Konsumenten hier den Finger in die Wunde legen.



    Karl

    Zitat von smoker59


    Wobei die von Klaus44 genannte "Nachladung aus dem Netz" im Schaubild noch nicht mal mit drin ist :idea:


    Hallo smoker59,


    da hast du natürlich vollkommen recht.
    Wenn ein Prüfinstitut ein Batteriespeichersystem z. B. 48 Stunden oder bis zu einer Woche natürlich auch mit einem synthetischen Ertrags- und Verbrauchsprofil simuliert, dann kommt dieser Fall eben nicht vor.


    Diesen Fall lernt man erst in der Realität beim "Aha-Effekt" nach 12 Monaten kennen,
    und eben diesen nicht unwesentlichen Vorgang wirst du auch in keinem Marketingprospekt finden. :wink:


    Gab es so etwas ähnliches nicht auch vor einiger Zeit mit Autos ? :ironie:



    Karl