Beiträge von PeterHawaii im Thema „Konzept für KfW40 Plus Neubau“

    Zitat von Seevetaler


    Korrekt!


    Von daher ist diese Aussage falsch:


    Doch das geht! Die Mindestnutzkapazität für den Speicher errechnet sich nur aus den Werten der Mindestanforderung (also 500kWh/a plus 10kWh/a m² berechneter Wohnfläche) und nicht daraus, was du tatsächlich an PV-Leistung auf dem Dach installierst.


    OK, Danke für die Info. Im Dokument Energieeffizient Bauen (153) /Technische Mindestanforderungen steht:


    Technische Mindestanforderungen
    Der Stromspeicher muss gemäß Herstellerangabe mindestens eine nutzbare Speicherkapazität
    aufweisen, die der Leistung der stromerzeugenden Anlage (z. B. Peakleistung P pk der
    Photovoltaikanlage) multipliziert mit einer Stunde entspricht. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei die
    Leistung, die zur Sicherstellung des geforderten Mindestertrags der stromerzeugenden Anlage für
    das Effizienzhaus 40 Plus erforderlich ist. Bei netzeinspeisenden, stromerzeugenden Anlagen muss
    diese und der Speicher über eine geeignete und offen gelegte Schnittstelle zur Fernparametrierung
    und Fernsteuerung verfügen.


    Ich habe mich auf den ersten Satz bezogen. Vielleicht habe ich auch das mit der Bemessungsgrundlage falsch verstanden. Die KfW-Leute hatten diese Frage auch nicht explizit beantwortet.


    PS: Danke für die Korrektur, ich gelobe Besserung was die Einheiten angeht ;)

    So, nach genauerer Recherche und Telefonaten/Emails mit der KfW bin zumindest etwas schlauer. Hoffe ich zumindest :)


    1) Finanziere ich meine neue PV-Anlage (mit Speicher für KfW 40+) mit Mitteln aus dem KfW 153 Kredit, darf ich mit dieser Anlage nicht einspeisen.
    2) Finanziere ich das Haus mit 153, und kaufe die PV-Anlage (mit Speicher für KfW 40+) mit Eigenkapital, darf ich max. 60% einspeisen.
    3) Finanziere ich das Haus mit 153 und die PV-Anlage mit Speicher separat über KfW 275, darf ich max. 50% einspeisen.
    4) Möchte ich in den Genuss von 15% Tilgungszuschuss bei 100k€ Kreditsumme kommen, d.h. 15.000€ bei KfW 40+ anstelle 10.000€für KfW 40, gelten die Mindestanforderungen gemäß KfW 153, egal wie finanziert. Diese Mindestanforderungen sagen: mindestens 10kWh/m²*a bezogen auf die Gebäudenutzfläche (macht exemplarisch pi mal Daumen 2000kWh pro Jahr bei einem 150m² Haus) und wichtiger: der Speicher muss eine nutzbare Kapazität der Peakleistung/h haben, d.h. die Kombi große Anlage und kleiner Speicher geht nicht bei KfW 153.
    5) Bzgl. Förderung via KfW 275: die Dame am Telefon sagte: der Speicher wird ab 2018 mit 10% anteilig gefördert, genau wie die Installationsdienstleistung für den Speicher. Grundlage seien die auf der Rechnung des Anbieters aufgerührte Einzelpositionen. Anders wurde die Frage per Email von der KfW beantwortet: es gilt die Berechnung gemäß "Handreichung zur Ermittlung des Tilgungszuschusses" - hier wird leicht anders gerechnet (falls ich mich nicht vertan habe).
    6) Eine Kombination von KfW 275 und progress.NRW ist möglich (von beiden Parteien bestätigt)


    Alle Angaben ohne Gewähr ;)


    Das bedeutet für mich entweder:


    a) KfW 40 (ohne plus) bauen, auf 5000€ TG verzichten und eine große PV-Anlage ohne Speicher zu bauen (und diesen eventuell später nachzurüsten)


    oder


    b) KfW 153 40plus mit KfW 275 und progress.NRW kombinieren und irgendwo ein Optimum auszuloten zwischen 2kWh PV-Anlage + 2kW Speicher (kleinstmögliche Anlage gemäß 153) und 10kWh (mehr passt wohl nicht aufs Dach) und 10kW Speicher, wobei letzteres vielleicht zu "Stromwegwerfen" führt wegen der max 50% Einspeisung.

    Laut KfW gilt:


    Nicht aus Mitteln dieses Programms (teil-)finanziert werden Anlagen zur Stromerzeugung (zum Beispiel Photovoltaik, Windkraftanlagen, Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Anlagen) oder Stromspeicherung, die nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (Einspeisevergütung) sowie in den KfW-Programmen "Erneuerbare Energien - Premium (271) und - Speicher (275)" gefördert werden. Diese Anlagen sind separat von der Förderung eines Vorhabens zum KfW-Effizienzhaus zu finanzieren.


    und:


    Im Zuge der Errichtung oder des Ersterwerbs werden Anlagen zur Stromerzeugung (zum Beispiel Photovoltaik, Windkraftanlagen, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)- Anlagen) und Stromspeicherung für die Eigenstromversorgung mitgefördert. Das heißt für diese Anlagen darf keine Förderung beziehungsweise Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien- oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz in Anspruch genommen werden.


    Quelle: https://www.kfw.de/KfW-Konzern…B6rderprogramme-(Inlandsf.)-(D-EN)/Barrierefreie-Dokumente/Energieeffizient-Bauen-(153)-Merkblatt-ab-04-2016/


    Ich verstehe das so:


    1) Wenn ich mit KfW 153 meine PV-Anlage finanziere, darf ich nicht einspeisen bzw. bekomme keine Vergütung.


    3) Wenn ich mit KfW 153 nur das Haus an sich (ohne PV-Anlage/Speicher) finanziere kann ich die PV-Anlage mit Speicher über KfW 275 finanzieren oder eben separat mit Eigenkapital, wenn ich auf KfW 275 verzichten will zu Gunsten der höheren Einspeisung.

    Super, Danke schon mal für Eure Antworten.


    eba: Das Thema Generatorleistung vs. Strommenge kannte ich noch gar nicht, gut zu wissen.


    alterego: Zumindest hat mir progress.nrw bestätigt, dass eine Förderung mit Bundesmitteln wie KfW kumulierbar ist. Wird seitens KfW auch nicht explizit ausgeschlossen.


    Speicher ist ein Muss bei 40+, sonst würde ich direkt anders planen - aber 5000€ Tilgungszuschuss sind einfach zu reizvoll. Das Haus kann ich nicht drehen. In die 70% Thematik muss ich mich einlesen - auch mit dem Steuerthema muss ich mich auseinandersetzen, Danke für den Hinweis.


    Fernwärme ist ein Muss, da die Abnahme an den städtischen Grundstücksverkauf gekoppelt ist - daher kommt ein WP nicht in Frage. Brauchwassererwärmung via Heizstab ist in der Tat wohl sinnfrei.


    Ralf: Wirklich stromintensive Anwendungen habe ich nicht, aber wer weiss, ob in 10 Jahren das E-Auto schon ansteht. Hatte heute morgen auch die Eingebung, einfach mal durchzurechnen, auf die KfW 275 und progress.nrw Förderung zu verzichten, den kleinstmöglichen Speicher für KfW 153 zu nehmen,und das Dach vollzumachen, alles via Eigenkapital. Wäre zumindest eine zusätzliche Alternative.


    Besten Gruß

    Servus,


    ich stecke in den Anfangsplanungen für ein "3 Liter"-Haus gemäß KfW40 Plus Standard und beginne mich gerade in das Thema PV einzulesen - manch Unwissenheit sei mir daher an dieser Stelle bitte verziehen.


    Meine Grundidee:


    - PV-Anlage mit Speicher bauen und möglichst viele Förderungen mitnehmen: KfW 153 + 275 (geht laut KfW Typ am Telefon) & progress.nrw
    - Speicher wirtschaftlich dimensionieren. KfW 275 (Kredit + Zuschuss) und progress.nrw (Zuschuss) geben jeweils 10% Zuschuss auf den Speicher - und zwar nur auf den Speicher wenn ich es richtig verstanden habe (KfW 275 Kreditsumme aber auf gesamte PV Anlage)
    - Auflage der Förderungen: max. 50% Einspeisung erlaubt, daher: 50% Einspeisung/50% Eigenverbrauch im Idealfall, oder Eigenverbrauch entsprechend höher falls machbar
    - Zielsetzung: wirtschaftlicher Mix aus Eigenverbrauch und Einspeisung, möglichst wenig zugekaufter Strom


    Rahmendaten:


    -154m² Fertighaus, sehr gut gedämmt, nah am Passivhaus
    - 3 Personen (eventuell +1) Haushalt, Stromverbrauch ca. 3500kWh aktuell in der Mietwohnung (BJ 2014), im Haus sicherlich ein bisschen mehr
    - Dachfläche Südseite ca. 65m², ca. 40 Grad Neigung, Ausrichtung fast "optimal" nach Süden, keine Verschattung
    - Wärmeversorgung über Fernwärme, Kosten pro kWh noch unbekannt zum jetzigen Zeitpunkt


    Fragen zur PV-Anlage:


    -Wie würdet Ihr dimensionieren? Speziell: Ergibt es unter der Auflage "max. 50% Einspeisung" Sinn, sein Dach "vollzumachen"?
    -Gemäß Auflagen muss der Speicher bei ein 150m² Haus wohl mindestens 2 kWh haben - ich finde leider den Thread nicht mehr hier im Forum auf Anhieb. Wie groß würdet Ihr diesen dimensionieren, die Förderungen im Hinterkopf. Ein größerer Speicher heißt ja nicht direkt zwingend steigenden Eigenverbrauch im gleichen Maße - hatte ich zumindest mal gelesen.


    Noch eine allgemeine Frage zum "Heizen mit Strom". In unser jetzigen Wohnung (laut Energieausweis 58 kWh) heizen wir so gut wie gar nicht, da sehr gut isoliert. Die Kosten für Warmwasser zu Heizung verhalten sich ca. 3:1. Idee daher: da wir theoretisch noch weniger heizen (<= 35 kWh/m²), entstehen fast nur externe Kosten für Warmwasser (über Fernwärme) - wieso daher nicht die PV-Anlage in Kombination mit Heizstab/Boiler oder ähnlichem nutzen und somit den Eigenverbrauch ein Stück weit erhöhen (bevor durch max. 50% Einspeisung Strom "weggeworfen" wird). Ist das generell Quatsch oder valide? Klar, sollte die Einspeisung noch nicht ausgeschöpft sein, ist das Quatsch, zumal die kWh über Fernwärme wohl =<13 Cent kosten wird.


    Besten Dank für Euren Rat!