Beiträge von wschmeiser im Thema „Top5: Strompreis abhängig vom Stromangebot“

    Zitat von hfrik


    Weil es vielleicht volkswirtschaftlich und technisch hochgradig sinnvoll ist? Das Problem ist nicht der Anbieter, sondern dass der deutsche Gesetzgeber sinnvolles Verhalten bestraft, und schädliches Verhalten fördert. Das uss abgestellt werden.
    Was bedeutet dass man die EEG-Umlage auf alle Brennstoffe gleichmässig (je kWh) erhebt und Umlagen und Endgelte entweder relativ zum Börsenstrrompreis erhebt, oder in die Grundgebühr verlagert. Dann wird nützliches Verhalten finanziell belohnt, und schädliches Verhalten kostet extra.


    Die Großverbraucher nutzen das schon lange sinnvoll aus. Das richtet allein der Markt.


    Ja, das große Problem ist der Gesetzgeber, das ist richtig. Durch unsinnige HT/NT-Zeiten, Steuern, Regulierungen, EEG-Umlage und der Schnapsidee, durch hohe Strompreise den Stromverbrauch zu senken, so dass WPn etc. unwirtschaftlich bleiben/werden.


    Dein weiterer Vorschlag, EEG-Umlage gleichmäßig auf alle Brennstoffe zu erheben, scheitert an der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb ja auch die Aussnahmen beim EEG.


    Zitat

    Dann wird nützliches Verhalten finanziell belohnt, und schädliches Verhalten kostet extra.[


    Das ist der Schlüsselsatz. Niemand regelt das aber besser als der Markt selbst. Greift man hier aber ein, in dem man z.B. Braunkohle und Steinkohle verbietet (warum nicht), dann muss sich das eine Volkswirtschaft halt auch leisten können.


    Der Markt regelt dann auch im internationalen Maßstab, was wo produziert wird.


    Und bei variablen Stromherstellungskosten von 3-4 ct/kWh derzeit, und Endverbraucherpreisen von 30 ct/kWh macht es wirklich keinen Sinn, im Haushaltsbereich flexibel auf Börsenstrompreise zu reagieren. Und wie schon gesagt, im industriellen Bereich wird dieses Potential überall voll ausgeschöpft, denn wer das nicht tut, verschwindet vom Markt.

    Zitat von Poeggsken

    Jetzt will awattar auch auf den deutschen Markt kommen.
    Wie schaut es dann mit dem Eigenverbrauch von der PV aus? Lohnt das dann noch wenn die hier auch den Strom zu Börsenpreisen anbieten?
    Wie funktioniert deren Geschäftsmodell überhaupt? Die müssen doch auch mit irgendetwas Geld verdienen.


    Auf den Börsenpreis werden dann ja noch alle anderen fixen Kosten wie Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Netzgebühr, EEG-Umlage und USt draufgeschlagen.


    In Summe lassen sich dann vielleicht Stromkosten von 1-2 ct/kWh einsparen, wenn man zum richtigen Zeitpunkt den Strom bezieht. Kann vielleicht für den einen oder anderen Gewerbetreibenden, der seinen Strombezug flexibel steuern kann, interessiert.


    Bei einem Haushalt dürfte das wegen vielleicht 50 bis maximal 100 € im Jahr kaum Sinn machen.