Beiträge von SmartPanel im Thema „PV-Anlagenplanung mit Wärmepumpe und Batterie (Solarwatt??)“

    Hallo Frozen,
    eine BWWP ist ausgesprochen eine BrauchWasser-WärmePumpe.


    Hier findest Du mehrere Umsetzungen und Meinungen (zumindest aus PV-Sicht :wink: :(
    http://www.photovoltaikforum.c…rmepumpe-bwwp-t93430.html


    Allgemein nimmt eine BWWP Kellerluft, trocknet diese und kühlt Sie ab und macht daraus Warmwasser (z.B. zum Duschen).
    Die gibt es mit 80 l - Tank ab 650 EUR bis 250 l Tank für ca. 2000 EUR.
    Im alten Haus wie bei mir sinnvoll weil ich sonst tagsüber wie früher Entfeucher laufen lassen müsste.


    Wenn Dein Keller trocken ist, ist vermutlich eine große außenstehende Wärmepumpe (WP) besser, da effektiver.
    Schau Dir die aus einem Betreiberforum mal an:
    http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Hauptseite


    Betrieb der WP eigentlich ohne Pufferspeicher (da modulierend 500Wel/2kWth bis 2,5kWel/5kWth). Da Du irgendwann Warmwasser (WW) machen musst unterbricht die WP aber die Wärmeversorgung des Hauses für ca. 1h, heizt auf 60°C auf um einen WW-Tank (empfohlen 200-300 l) über Heizschlange zu beaufschlagen.
    Mit Fußbodenheizung aufgrund der schieren Estrichmasse kein Problem, Deine und meine Radiatoren (Heizkörper) sind aber bald kalt. Also doch das WW mit BWWP getrennt warmmachen um nicht unterbrechen zu müssen ? Oder einen effienzvermindernden Heizwasserpuffer einbauen ? Deine Entscheidung. Jeder hat eine andere Meinung dazu, ist wie beim Autokauf.


    Aus PV Sicht ist der Vorteil, dass die BWWP nur ca. 300-500W elektrisch braucht, die große WP auch oft nur 500-1000W. In der Übergangszeit somit hoher PV-Eigenverbrauch (bei z.B. 7kWp Ost-West oder Süd)

    Meine bald zu ersetzende Ölheizung ist ähnlich groß, 18kW.
    Selbst an Eistagen mit max. ca. -5 bis min -15°C hat diese summiert nur ca. 5-8h Betriebszeit innerhalb 24h. Sie taktet also selbst dann (!!). Somit Wärmebedarf ca. 90-150kWh/Eistag.


    Die Wärmepumpe würde 5kW*24h=120kWh täglich liefern, passt also ungefähr :-? . Da lege ich dann gerne noch ein paar Scheite Holz in den Kachelofen nach wenns nicht warm genug ist. Auch weil die Arbeitszahl (TAZ) der WP (Panasonic) an so einem Tag zugegeben bei nur noch 1,7 bis 2 liegt.


    Zum Vergleich:
    Wärmepumpe 5kW ca. 2000 EUR nach Förderung (ca. 3000EUR mit Handwerker), BWWP 250 l ca. 1000-1500EUR, Kaminofen ca. 500-1000EUR (Kachelofen ist natürlich teurer), 2 neue Heizkörper (zusammen 800EUR) oder 2 Heizkörpergebläse (zusammen 350EUR)

    Reden wir doch den Vorteil der PV nicht schlecht.
    Die Winterzeit gibt es nur einmal im Jahr, die Übergangszeit zweimal. Und da ist die Deckung durch PV ziemlich gut.


    Ich habe bei der Panasonic WP mit COP 3,5 gerechnet, obwohl die eigentlich 4,5 hat. Grund sind bei mir die Heizkörper (keine FBH vorhanden) und die resultierende Vorlauftemperatur von ca. 45°C an Eistagen. Den Rest macht ggf. der Kachelofen (11kW)..


    Im Extremfall wird gegenangedämmt bzw. in einzelnen Räumen ein größerer Heizkörper installiert bzw. nochmal ein Heizungsgebläse von unten mit Magnet an den "schlechtesten" Heizkörper gehängt, anschließend der hydraulische Abgleich leicht nachjustiert.

    Zitat

    Erste Priorität ist immer die Reduzierung des Bedarfs


    Richtig Jodl,
    in meinem Haus Bj. 1936 bin ich jetzt mit Dachdämmung, neuen Fenstern, BWWP und Kachelofen auf 1200 l Öl heruntergekommen. Die BWWP macht nebenbei noch den Keller trocken.


    Als nächstes steht der Ersatz des 25 Jahre alten Ölers durch eine Heizungswärmepumpe an,
    Panasonic 5KW Monoblock "Geisha" für ca. 2000-3000EUR nach Förderung ist der Plan.
    Bei 1200 l Öl = ca. 12.000kWh Heizbedarf würden ca. 3500kWh Strom benötigt = ca. 800-900EUR Stromkosten, je nach PV-Anteil.
    Günstiger als Öl+Schorni+Wartung.


    Könnte beim Threadstarter auch funktionieren wenn er wirklich zwei Kaminöfen für die wirklich kalten Tage einbaut.