Beiträge von akleber

    Nach der Abkündigung der Batteriemodule von Fronius und dem aktuellen Ausfall von zwei relativ neuen Batteriemodulen bei dukerider33 , hab ich mir die Frage gestellt, ob ich irgendwie messen kann, wie gut es meinen Batterien geht. Die drei sind nämlich gerade über ihre 700 Zyklen drüber.

    Bei meiner Zoe kann ich einen SoH State-of-Health Wert auslesen, der den Gesundheitszustand und damit indirekt auch die verbleibende Kapazität beschreibt. In der Fronius API habe ich jedoch nichts in diese Richtung gesehen.

    Gibt es Werte und Formeln mit denen ich mir einen SoH errechnen kann?

    Oder sollte ich bestimmte Wert wie z.B. Zellspannungen langfristig protokollieren um einen Trend oder Änderung erkennen zu können? Welche Werte sollte man sich da speichern.

    Für Ideen oder Lösungen wäre ich sehr dankbar!

    Ich nutze die Zeitsteuerung, die Fronius letztes Jahr rausgebracht hat. Damit wird die Batterie nicht zu früh voll und kann die PV-Leistungen über 5kW länger aufnehmen. Der Hybrid-Wechselrichter ignoriert die Limits, wenn er dadurch Abregelung vermeiden kann. Im Sommer muss ich die Lade-Limits wohl runterdrehen, im Winter habe ich keine Beschränkung.


    Ich wollte/mußte eine komplexere Steuerung umsetzen, da meine Batterie nur 3,5kWh hat.

    Im Augenblick schaue ich mir die Vorhersagen zur erwarteten Tagesenergie von https://forecast.solar an um das evt auch noch in meinen Algorithmus einfließen zu lassen. Der Algorithmus ist keine Raketenwissenschaft sondern einfach sehr auf meine Anforderungen zugeschnitten.

    Die Idee ist für meine Hausautomation/Energiemanagement als einheitliche Schnittstelle/API das MQTT Protokoll zu verwenden. Die einzelnen Programme sind dazu da, die interessanten Werte von verschiedenen Geräten abzuholen und auf meinem MQTT Server zur Verfügung zu stellen. Die Skripte rufen also periodisch die Werte von den Geräten über deren spezifisches API ab und publishen die Werte dann nach MQTT.

    So hab ich z.B. auf meinem Smartphone ein Dashboard das nur MQTT können muß um mir einem Überblick zu liefern. Auch gibt es ein Script das alle Werte die in MQTT landen in eine InfluxDB schreibt. So hab ich ein Archiv mit den Werten und kann sie einfach mit Grafana visualisieren.

    Zum Schluß hab ich auch noch ein Script das aufgrund verschiedener MQTT Werte die Ladeleistung meiner Hausbatterie optimiert steuert (auch wieder über MQTT).

    Auf Consumer Seite muß ich mich also immer nur um MQTT kümmern und nicht um jedes Gerät einzeln.

    Für das beschrieben Setup schien mir MQTT am geeignetsten und mir gefällt MQTT immer besser :-)

    Zitat von Juraj

    etwas zu beginnen: mein Arduino Heizung Power Regler mit BattSett Funktionen. https://github.com/jandrassy/Regulator


    Schönes Projekt. Ich habe ein Tool in Python geschrieben, mit dem ich die Batterie Ladeleistung per MQTT Steuern kann https://github.com/akleber/mqtt-connectors. Dazu hab ich mich mit deinem battsett code schlau gemacht. Danke dafür. Woher hast Du eigentlich die entsprechenden Register her? Ich hab keine Doku mit diesen Werten gefunden.

    Zitat von wadoe

    Dein WR kann nun mal nicht mehr als max. 3000 und geht in die Abregelung/Begrenzung


    Das ist nicht richtig. Der WR kann 5kW PV Eingangsleistung, aber nur max 3kW AC Ausgangsleistung plus (ich schätze) max 2kW DC Leistung zum Laden der Batterie.

    Da mein 4,06 kWp Generator meinen Fronius Symo Hybrid 3.0-3-S im Augenblick AC seitig gerne überfordert, würde ich gerne alles >3 kW in meine 3,6 kWh Batterie laden. Da sie ja recht klein ist, auch wirklich nur den Teil über 3kW.
    Die vorhandene Funktion zum Starten der Ladung ab einem bestimmten Zeitpunkt ist mir zu grob, damit ist dann meine Batterie in 1,5h voll.
    Dazu möchte ich ein Programm auf ein Raspberry Pi laufen lassen, der folgende Steuerung umsetzt und kontinuierlich per Modbus die Ladeleistung der Batterie anpasst. Da der MPP Tracker die Leistung des Generators so anpasst das AC <= 3000 und die eingestellte DC Ladeleistung nicht überschritten wird, kenne ich die Tatsächlich Leistung des Generators nicht. Deshalb halte ich die mögliche Ladeleistung 100 W höher als nötig. Dann hat der MPP Tracker Regelungsspielraum nach oben.
    Die Ladeleistung, die minütlich aktualisiert werten soll, ist dann einfach: Ladeleistung = PV Leistung - 2900W.
    Bsp: PV Leistung ist 3400W, dann wird die Ladeleistung auf 500W gestellt und 2900W stehen AC zur Verfügung.
    Meint Ihr dieses Vorhaben macht Sinn?

    Da ich meinen Fronius Symo Hybrid ohne Solar.web betreibe und somit auch deren App nicht nutzen kann, mir aber die Website des Wechselrichters zu langsam lädt, habe ich ein kleines Python Script (https://github.com/akleber/fronius-mqtt-bridge) geschrieben, das die Realtime Data der Fronius API abruft und an einen MQTT broker published. Dazu läuft bei mir auf einem Raspberry Pi ein Mosquitto MQTT broker und dieses Script.
    Die Daten auf dem MQTT broker visualisiere ich mit "IoT OnOff".
    Zukünftig möchte ich dort noch das MQTT interface von meiner Wallbox integrieren. Aber das dauert noch ein bisschen....

    Ich vermute, die Funktion um die Kalibrierung zu verzögern ist eigentlich nur für den Service gedacht und deshalb nur per Service Kennwort zugänglich. Wenn also irgend ein Service (lokal oder remote) gemacht werden soll, ist es evt störend, wenn die Batterie gerade kalibriert, dann könnte man es mit dem Button verzögern.

    Zitat von Stefanfischl


    ohne solar.web registrierung? wie läuft das dann mit den Garantie Zertifikaten? bekommst ja nur bei registrierung im solar.web oder irre ??


    Hab ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken zu gemacht. Hoffe das System hält auch so ;-)
    Mir ist es aber eher wichtig, das nicht jedes Gerät Verbindung zur Cloud hat, vor allem wenn mir der Nutzen zweifelhaft erscheint.
    Mir ist keine Funktionalität von solarweb bekannt, die nicht auch nur lokal gehen könnte.
    Netzdienliche globale Steuerung gibts ja nicht von Fronius, oder?