Beiträge von Christoph5

    Hallo zusammen,


    nachdem ich google gequält habe und nicht schlau genug geworden bin, frage ich mal hier im Forum. Es geht um ein Modul mit der Bezeichnung "B.LINE PRO L-G3 317" von "Hanwha Q.Cells GmbH". Details, Datenblatt und Fotos hier:


    http://www.secondsol.de/handel…-Pro-L-G3-317-B-Grade.htm


    Ich möchte die Module gern selbst beschaffen und installieren, die Elektroarbeiten macht ein Fachnammn. Der meint aber, er kennt das Modul nicht und findet keine Unterlagen (insbesondere TÜV und Recycling), um sie Avacon vorzubereiten.


    In der Moduldatenbank hier finde ich das Modul auch nicht (nur ohne "L" und mit geringerer Leistung).


    https://www.photovoltaikforum.…00&sort=&search_results=0


    Ich rate mal:
    "B.LINE" bedeutet "B-Ware" (wie der Verkäufer ja auch sagt) - klar
    "L" könnte "long" bedeuten (sind 1972x992 mm^2 Module).


    Weiß einer was konkretes?


    Vor dem Kauf würde ich natürlich gern wissen, ob mir der Netzbetreiber bei fehlenden Unterlagen den Betrieb untersagen kann...


    Vielen Dank!


    Christoph

    Hallo liebe Antwortenden,


    nach einem einstündigen Gedankenaustausch mit dem PV-Guru meines Netzbetriebers habe ich ein paar sehr wertvolle Hinweise erhalten, die ich mit euch teilen möchte:
    * grundsätzlich ist es möglich, nach 4105 netzparallel minimal einzuspeisen, Nulleinspeisung ist aufgrund Ungenauigkeit und möglicher Ausfälle der Messtechnik aber nicht rechtssicher darstellbar
    * jeder Speicher muß gemeldet werden
    * Grundproblematik Staplerbatterien:
    * Elektrolytumwälzung mangels Batteriebewegung zwingend erforderlich
    * Staplerbatterien sind speziell für den Anwendungsfall entwickelt und taugen nur bedingt für PV-Anwendungen
    * Batterielagerraum nach Richtlinie erforderlich (Wohngebäudeversicherung!): Knallgas, Säureleck usw...
    * auch bei angenommenen Null Kosten für den reinen Speicher Wirtschaftlichkeit zweifelhaft (Batterielagerraum, Umrichterkosten, Wartung...)
    * bei Netzausfall lieber eine kleine USV für die Zentralheizung beschaffen und "Kerzen anmachen"


    Also "nix basteln", schade.


    Für mich das individuell schmerzhafte, aber wirtschaftlich darstellbare Resultat:
    * neuer Zählerschrank
    * PV-Anlage mechanisch in Eigenleistung errichten, elektrisch machen lassen
    * Volleinspeisung mit Teil-Eigenverbrauch (20..25% realistisch)
    * Steuerkram lernt man auch ohne Berater


    Nochmals besten Dank für euere Gedanken!


    Frohes Fest,


    Christoph

    Hallo Ralf,


    vielen Dank für deine Hinweise, da werde ich mal recherchieren.


    Zitat

    Ohne EEG geht nur dann, wenn Du den Stromanschluss Deines Hauses kappst, sonst gilt auch für Dich das EEG, sobald Du eine Strom erzeugende Anlage in Betrieb nimmst, egal ob Du einspeist oder nicht.


    Ich verstehe nicht ganz, warum Du "ohne EEG" zum Oberthema machst.
    Mit EEG hast Du so viele Vorteile, dass sie die wenigen Nachteile deutlich überwiegen.



    "Ohne EEG" habe ich missverständlich geschrieben, weil ich weder eine Förderung noch eine Einspeisevergütung haben möchte. Ich möchte einfach unbürokratisch eigenen Strom erzeugen, speichern und verbrauchen und nur dann Strom vom EVU beziehen, wenn mein eigener nicht ausreicht. Ich möchte auch keine Kosten und keinen Papierkram für selbst erzeugten und verbrauchten Strom haben. Meine aktuelle Zähleranlage ist recht alt und soll weiterhin Bestandsschutz geniessen (obwohl ich hier noch einmal rechnen muß, ob die PV-Elektrik nicht gleich in einen großen neuen Schrank integriert wird, in den dann auch ein neuer Zähler passt).


    Ich habe mit verschiedenen Solarteuren, Kredit, Förderung usw. gerechnet, das kann mit Glück eine schwarze Null werden. Ich sehe die mögliche Wirtschaftlichkeit vor allem in der Bestandserhaltung, im gebrauchten Akku, in der Eigenleistung/Wartung und der Abwesenheit von Dienstleistungen (Steuerberater).


    Die Vorteile des "EEG" würde mich interessieren, kannst du das genauer ausführen? Danke!


    Grüße, Christoph

    Hallo zusammen,


    zuerst möchte ich kurz meine Motivation zusammenfassen, bevor es technisch und juristisch wird:
    - Papa in Elternzeit (viel Zeit), bezahltes Eigenheim, Geld für PV-Anlage verfügbar
    - Abstand suchend zu Paragraphen (Zwischenruf eines Politikers bei der Diskussion um Stromtrassen "Na dann ändern wir die Kirchhoff'schen Gesetzte halt!")
    - Elektroningenieur und handwerklich begabt (Dachstühle errichten, Plomben öffnen und Gasleitungen löten lasse ich machen)
    - Keine Affinität zu Krediten und vermeidbaren Steuern


    Zum Thema:


    Ich möchte in Eigenleistung eine PV-Anlage mit Speicher errichten. Das Scheunendach hat SSW-Ausrichtung, unverschattet, 50 m2 bei 45° Neigung. Gute Voraussetzungen. Ein frostfreier Hausanschlussraum im EG ist vorhanden.


    Meine Gedanken gehen in diese Richtung:
    - Errichtung der PV-Anlage in Eigenleistung (rund 5 kWp)
    - Beschaffung einer guten gebrauchten 20-40 kWh Pb-Batterie (persönliche Verbindung vorhanden)
    - Leitungsverlegung, Schaltschrankbau und Kaltinbetriebnahme in Eigenleistung
    - automatische Notstromfähigkeit (nicht! USV) bei Netzausfall (passiert hier im Winter wg. Freileitungsproblemen gelegentlich)
    - Keine Änderungen am Zählerschrank (ohne EEG, Oberthema)
    - kein Modell nach SENEC, fenecon o.ä. (freie Energieversorgerwahl, keine Vertragsbindung an Hardware-Lieferanten)
    - Anschluss und Abnahme durch eine befähigte Fachkraft


    Derzeitiger Stromverbrauch ca. 5200 kWh/a, Heizung über Flüssiggas


    Natürlich könnte ich auch einfach 40h/Woche arbeiten gehen und den Strom aus der Portokasse bezahlen. Will ich aber nicht.


    Den "Leitfaden zur Eigenversorgung Juli 2016" von der Bundesnetzagentur habe ich angelesen, daraus kann ich aber kein zulässiges technisches Konzept ableiten.


    Kann mir jemand helfen, wie ich die Anlage technisch so ausgestalte, dass Avacon mir vorab grünes Licht für die Umsetzung gibt? Hat vielleicht sogar jemand im Umkreis (zuständiges Büro Avacon Schöningen/Helmstedt) eine Referenzanlage?


    Ich bedanke mich für eure Zeit!


    Grüße, Christoph