Beiträge von Stenis

    Hm, ist das eine Art und Weise auf eine Frage zu antworten?


    Willi : Es ist zurzeit noch so, daß sich Speicher an einen dreiphasigen SE-Wechselrichter nicht direkt anschließen lassen. SE arbeitet dran, aber das zieht sich wohl noch hin. Ich bin selbst dran interessiert, aber erst in einigen Jahren, wenn die Anlage in die Kleinunternehmerregelung fällt, es bis dahin eine Lösung gibt und die Speicher selbst langsam in einen Bereich gerutscht sind, wo es wirtschaftlich wird.


    Alternativ gibt es nur die Möglichkeit über eine AC-Kopplung, d.h. man benötigt einmal einen zusätzlichen Batteriewechselrichter und entsprechenden Akku, aber das wird so oder so eine teure Tasse Tee. Es gibt da zwar auch was von SE, aber das läuft auf diverse zusätzliche Komponenten hinaus, die dann auch noch eine Hochvoltbatterie verlangen.


    Akku's sind eben nur die eine Seite einer Speicherlösung, die andere sind Batteriewechselrichter und anderes Zeug. Selbst da was zusammen zu frickeln ist eher keine gute Idee.


    Also am besten erstmal Erfahrungen mit der neuen Anlage sammeln, Markt beobachten und hier immer fleißig mitlesen, Speicher läuft nicht weg.

    Heizkreise abgleichen bedeutet prinzipiell, daß durch alle Rohre die gleiche Menge Wasser fließt, sprich daß bei Kreisen, die näher an der Heizung liegen, der Durchfluss etwas reduziert wird und weiter entfernte offener sind. Dadurch kommt dann auch hinten noch was an.


    Zur Frage Heizstab: Ja, trotzdem nicht ganz sinnlos - wenns kalt ist, dann friert die Kiste auch mal ein und dann braucht man den Heizstab zum Abtauen.


    Frage WP: Jein - zumindest bei Geräten vom gleichen Hersteller und der gleichen Baureihe geht's eher um die Kapazität, also welche Wärmemenge erzeugt werden kann. Umgekehrt gibt es Geräte von unterschiedlichen Herstellern, die mit tiefen Temperaturen unterschiedlich gut umgehen können. Solls also was für den tiefen Winter sein, muss man ggf. tiefer in die Tasche greifen. Läßt sich also nicht generell sagen und man muss eben in die Datenblätter schauen.

    Förderung muss man halt schauen. Ich hab's ohne Förderung gemacht, bei WPn wird zur Förderung m.W. auch noch ein separater Wärmemengenzähler benötigt.


    Wichtiger Punkte sind auch:

    - habe ich überhaupt einen geeigneten Aufstellungsort?

    Zum einen macht so ein Ding einen gewissen Lärm (auch an die Nachbarn denken) , zum anderen ist je nach System auch einiges an Platz notwendig. Am besten mal irgendwo in der Nachbarschaft schauen, ob irgendwo so ein Ding läuft.


    - Welches System hätte ich denn gern, z.B. single oder split?

    Single ist einfacher und günstiger, aber dafür muss man eben die Heizungsrohre auch nach außen verlegen, ggf. noch über einen Wärmetauscher koppeln. Split ist teurer, dafür im Winter sicherer und man ist variabler in der Außen-Aufstellung, erstens ist das Außengerät kleiner und zweitens hat man nur relativ dünne Kältemittelleitungen. Drinnen braucht man aber auch Platz für das Innengerät.


    - Welche Größe ist sinnvoll?

    Wie kommen mit der 5KW Aquaera sehr gut hin, die läuft so den ganzen Tag mit aktuell 300W vor sich hin.


    - Brauche ich vielleicht noch Puffer oder ist mein System ausreichend groß, um Taktungen zu vermeiden?


    - Wieviel kann ich selbst machen?

    - Wofür brauche ich evt. Hilfe und wo bekomme ich die?


    Insbesondere die Integration in ein bestehendes Heizungssystem ist keine Kleinigkeit, weder hydraulisch noch elektronisch.


    COP sollte schon gern über 4-5 liegen, sonst macht das im Vergleich zur Gastherme wenig Sinn. Brauchwassererwärmung ist dabei tödlich, erstens braucht das über WP sehr lange und zweitens ist der COP dann im Keller.


    Normale Heizkörper sind problematisch wegen der hohen Vorlauftemperatur, ggf. könnte man eine WP mit Puffer aber auch im Rücklauf einbauen und damit die Temperatur bis zur Therme anheben.

    Wir haben Gasheizung, Wärmepumpe, Kaminofen, FB und nun auch neue Fenster.


    Wärmepumpe läuft tagsüber, wenn die Sonne scheint (halbe Stunde nach Sonnaufgang bis halbe Stunde vor Untergang) Vorlauf zurzeit so bei 29 Grad. Gasheizung erzeugt tagsüber nur Brauchwasser und hängt sich abends zum Heizen mit rein, aber mit annähernd gleicher Heizkurve. Schaltet sich dann gegen 22:00 Uhr ab. Kaminofen bedarfsweise, aber mehr für die Gemütlichkeit. Mal sehen, wo ich noch nachsteuern muss, wenns kälter wird, aber bisher bin ich ganz zufrieden.

    Ich erwarte, dass die weitere Umstellung von Energieerzeugung, des Transports und der Speicherung hohe Investitionen erfordern, die noch relativ lange zu weiterhin deulich über der Inflationsrate liegenden Preissteigerungen führen müssen. Klar kann der Staat die Finanzierung der nötigen Investitionen auch auf neu erdachte Steuern verlagern. Teurer wird es aber auf jeden Fall.

    Kaum. Der Strompreis ist schon länger in Regionen angekommen, wo er politisch diktiert wird. Würden alle Faktoren eingerechnet, wäre er schon explodiert. Subventionen für fossile und atomare Brennstoffe werden hintenrum über Steuergelder bezahlt. Genauso die Atommüllentsorgung, Suche nach Endlagern - sogar die Haftung bei einem GAU ist betreiberseitig auf einen lächerlichen Betrag begrenzt. Ja, teurer wird's auf jeden Fall - wird aber nicht großartig am Strompreis zu merken sein. Die Krux ist natürlich, daß EE hier voll eingepreist werden, der Rest eher weniger.

    Eher nicht. Batterieboxen sind, wie der Name schon sagt, für Batterien und wenn doch die eine oder andere Li-Zelle da rein wandern soll, dann bitte vorher die Pole abkleben. Da steckt ja doch meist noch Power drin. Li-Akku gehören aber eher in den Sondermüll, am besten direkt beim zuständigen Entsorger abgeben. Die haben spezielle Behälter genau für diese Akkus's, damit die nicht noch hochgehen und in Brand geraten.

    Was wird das - German Angst? Was hält Dich davon ab, einen Speicher zu kaufen, wenn es soweit ist?

    Die Frage nach der Anzahl der Vollzyklen ist nicht unbedeutend sondern massgeblich. Falls sie in den Jahren relativ konstant bleibt, ist und bleibt sie trotzdem ein limitierender Faktor. Die Frage , welche Strombezugskosten sich einsparen lassen hängt ja direkt an der entnehmbaren Menge, die sich wiederum schlicht und einfach aus Anzahl VZ mal entnehmbare Kapazität ermittelt.


    Letztlich ist aber auch das nicht ganz korrekt - die entnommene Menge muss natürlich auch zur entnehmbaren Menge passen - liegt man da unter, wird die Batterie nicht nach ihren Möglichkeiten genutzt und trägt weniger zu ihrer eigenen Wirtschaftlichkeit bei. Optimalerweise sollte die Batterie an jedem Morgen eines Tages leer sein, das impliziert konsequenterweise daß sich die Kapazität nach dem Nachtverbrauch bemisst und die PV mindestens so groß ist, daß sie auch in der Übergangszeit das Ding voll bekommt.


    Wenn eine Batterie drei Tage entladen werden kann - dann läuft da was falsch...