Beiträge von Stenis

    Natürlich hat die KUR was damit zu tun. Da ein Speicher den Eigenverbrauch erhöht, erhöht sich damit auch die Wertabgabe. Angesichts dessen, daß der Hebel, den der Speicher leisten kann, jährlich nur bei ein paar hundert € liegt, macht sich der zusätzliche Anteil ans Finanzamt deutlich bemerkbar.


    Was die Speicherverluste angeht, hoffe ich, daß die in ein paar Jahren nicht mehr so krass ausfallen. Auch das ist natürlich ein Argument dafür zu warten.

    Bis vor ein, zwei jahren war das Verfahren, nach einem Jahr eine zweite Anlage anzuschließen und dadurch die EEG-Umlage eizusparen (und nur darum geht es bei dieser Jahresfrist und der 10 kWp Grenze) durchaus adäquat - einfach deswegen, weil die Vergütung lange Zeit sehr stabil lag. Mittlerweile sinkt diese aber monatlich sehr deutlich und man bewegt sich auch mit Riesenschritten auf den Deckel zu. Deswegen heute am besten alles was geht installieren. Insbesondere bei über 12 kWp macht die anteilige EEG-Umlage den Kohl nicht mehr fett.


    Von Speichern wird nur wegen derzeit noch fehlender Wirtschaftlichkeit abgeraten, nach Umstieg auf die Kleinunternehmerregelung nach ca. 5 Jahren sollte das dann auch allmählich anders aussehen. Speicher dürften dann deutlich günstiger sein und zweitens fällt dann auch die unentgeltliche Wertabgabe weg.

    Wieso? "Hart" hat er doch schon, da braucht er nix mehr auswählen... Noch härter geht nicht :)

    Die Frage wurde schon beantwortet:

    Was gehen würde ist die sogenannte dynamische 70 % Regelung. Dabei misst ein zusätzlicher Zähler die Einspeisung am Netzverknüpfungspunkt und begrenzt dort (und nicht schon direkt im Wechselrichter) auf genau 70%. Alles was an Erzeugung über die 70% hinausgeht darfst du zeitgleich selbst verbrauchen. Schaffst du es nicht alles über 70% zu verbrauchen so wird auch hier die Erzeugung abgeregelt.

    Du brauchst also mindestens einen zusätzlichen Zähler (entweder dort wie beschrieben oder alternativ im Verbrauchspfad), der WR muss mit dem Zähler "reden" und die Leistung so begrenzen können, daß die Einspeisung nicht größer als 70% wird.


    Daher würde ich an Deiner Stelle die 70% hart wählen und Du sparst eine Menge Geld

    OK, das ist doch mal eine Aussage.

    Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie ich das wähle.

    Sparen tust Du gar nichts, Du hast ja schon einen völlig überdimensionierten WR in Betrieb. Immerhin läuft der so aber auch nicht ständig am Leistungslimit, was letztlich wieder gut für die Lebensdauer ist.


    Die Einstellung "hart" fährst Du ja bereits und die Anlage läuft seit einiger Zeit. Immerhin müsstest Du aufgrund der Daten erkennen können, ob der WR in die Abriegelung läuft (Erkennbar daran, daß die Tageskurve mittags abgeschnitten wird)


    Je nachdem, wie stark und häufig diese Abriegelung ausfällt, ist das dann ein Hinweis darauf, ob sich der zusätzliche Aufwand für eine dynamische Regelung überhaupt lohnen könnte.

    Was den Speichertyp angeht, bin ich dabei einen der ersten Redox Flow Speicher zu installieren. Nach nunmehr knapp 8 Jahren mit ausreichend Zahlenmaterial versehen, "muss" einfach ein Speicher her. Schön wäre es natürlich, wenn sich das System über Zusatztanks in seiner Kapazität erweitern lassen würde. Bei "Voltstorage Smart" ist das nicht vorgesehen.

    Also solls ein Voltstorage sein? Sehr schön, das ist sicherlich für viele hier interessant und ich bin gespannt auf den ersten Bericht, auf jeden Fall eine innovative Technik, insbesondere für den Hausgebrauch. Bisher liest man zu dem Thema außer den Lobhudeleien des Herstellers ja leider noch nichts. Preislich aber vermutlich um die 7000€ und damit deutlich außerhalb meines persönlichen Limits...

    Das BIP steht schon länger in der Kritik, nicht nur wegen der oben beschriebenen positiv gezählten Schadensaufwände sondern auch, weil hier "nur" bezahlte Arbeit enthalten ist. Alles, was nicht bezahlt wird - ehrenamtliche Arbeit, Freizeit, Hausarbeit usw. ist nicht enthalten. Schlimmer ist das Schäden an Umwelt, Klima etc. ebenfalls nicht enthalten sind und damit nicht betrachtet werden. Sie werden erst dann betrachtet, wenn es zu Ausgaben kommt, die diese Schäden vielleicht irgendwie beheben...

    Was ist das denn für ein Quatsch? Hier geht's ziemlich eindeutig um Einspeiseanlagen mit/ohne Speicher, weder um Inseln, die nicht anders können oder wollen und ganz bestimmt nicht um Leute, die ihr Geld vielleicht anderswo besser investieren. Und es geht auch nicht um Anlagen, die unter ganz bestimmten Umständen dann vielleicht mit einem Speicher, weil Papi den ganzen Tag schläft und nachtaktiv ist, irgendwie vielleicht etwas besser da stehen. Keine Sonderlocken sondern 08/15 Tralala, hier gehts um die Regel, nicht um die Ausnahme.

    Ja, "german angst" was zu verlieren. Damit läßt sich immer trefflich argumentieren. Natürlich gibt es diese Verluste, diese treten je nach Ausrichtung mehr oder weniger stark auf. Genauso kann man aber auch unattraktivere Ausrichtungen zusätzlich belegen und kommt damit schon gar nicht mehr so häufig in die Abregelung. Da man heute aufgrund der günstigeren Systempreise und der immer noch guten Vergütung relativ schnell in die steuerliche Gewinnzone rutscht, machen zusätzliche Ausgaben in nicht ganz so tolle Flächen auch über die erhöhte Abschreibung Sinn.

    Der Knackpunkt bei der Netzdienlichkeit ist folgender: Es handelt sich allenfalls um eine passive Netzdienlichkeit. Damit ist sie genauso brauchbar wie ein Backofen, der zur richtigen Zeit eingeschaltet, netzdienlich ist oder, eben zur falschen Zeit, es dann nicht ist. Eine Verbrauchsspitze ist dabei nicht schlechter oder besser als eine Einspeisespitze, es ist eine Spitze.


    Während sich die PV Einspeisung aus Netz-Sicht noch relativ gut prognostizieren läßt, fällt dies bei ungeregelten Speichern komplett weg. Im Prinzip kümmern sich die Speicher einen Scheiss um die Situation im Netz, sondern ziehen sich entweder sofort was sie aus der PV kriegen können oder prognosebasiert halt später. Auf jeden Fall saugen sie sich voll und spätestens dann ist es mit der Netzdienlichkeit auch schon vorbei. Sie dienen sich also maximal selbst und wenns gut läuft, dann hat das Netz auch was davon.


    Wären sie wirklich aktiv netzdienlich, dann würden sie die Situation im Netz kennen und darauf reagieren.

    Die einzigen Speicher oder besser Puffer, die heute das Prädikat netzdienlich verdienen, sind damit Speicher im Netzverbund.