Beiträge von joule

    Es werden weiterhin Volleinspeiser, sogar auf Freiflächen gebaut. Gut dass die sich nicht dort beraten lassen. Traurig so einen Unsinn dort zu lesen.

    Dasselbe liest man auf unzähligen Webseiten, wie z.B.

    Adé Einspeisevergütung - hallo Eigenverbrauch


    Unter Berücksichtigung der Inflation sind diese Aussagen im übrigen auch absolut zutreffend.


    Eine 9 kWp Anlage dürfte ca. 13000 EUR kosten.


    Sie erzeugt ca. 8000 kwh/a


    Ab 1.10.2021 beträgt die Einspeisevergütung nur noch 7,14 Cent/kWh


    Im Jahr erwirtschaften wir 571 EUR. (ohne Berücksichtigung des EV.)


    in 20 Jahren erzielen wir lediglich 11.424 EUR. Das ist weniger als die 13.000 EUR, die wir investiert haben.

    Berücksichtigen wir dann noch die Inflation, sieht die Rechnung noch wesentlich schlechter aus.

    Bei Überangebot werden die Preise negativ - das ist in deiner Grafik nicht der Fall


    Schau ins Agorameter - wir haben noch viel dreckigen Strom zu ersetzen.

    Negative Preise treten an manchen Tagen durchaus auf.


    Und weil hier gerade AGORA erwähnt wird. Dort lesen wir bsw.


    "Die Alternative zum Eigenverbrauch wäre die Einspeisung des Solarstroms ins Stromnetz. Doch wie erwähnt: Eine solche Volleinspeisung ist inzwischen kaum noch oder gar nicht mehr wirtschaftlich, da sich die Förderung nur nach der Größe der Anlage richtet, aber nicht nach der Art ihrer Nutzung. Ob sich die Anschaffung einer PV-Dachanlage rechnet, ergibt sich damit nur aus der Differenz der vermiedenen Kosten für den Strom vom Stromvertrieb auf der einen Seite und den Kosten der Solarstromerzeugung auf der anderen Seite. Die Vergütung für die Resteinspeisung stellt hingegen nur noch eine Rückversicherung dar, aber keinen Investitionsanreiz wie früher."


    https://www.agora-energiewende…er-eigenverbrauchsklemme/


    Und wenn wir die Inflation berücksichtigen, arbeitet unsere PV-Anlage vermutlich sogar defizitär.


    Ich mach also lieber Krypto-Mining :)

    Auch im Jahr 2031 oder 2041 ändert sich der Preis Deiner 2021 installierten Anlage nicht. Auch ein eventuell abgeschlossener Kredit ändert sich nicht.

    "Bei einer krass hohen Inflation (Hyperinflation) könnte man denken, dass grundsätzlich der Kreditnehmer aufgrund des gezeigten Effekts profitieren würde.


    Allerdings kann es in einer solchen Situation auch einen gesetzlichen Anpassungsanpruch zugunsten des Kreditgebers aus Störung der Geschäftsgrundlage (§ 313 BGB) geben. Danach könnte je nach Einzelfall nachträglich höhere Zinsen verlangen."


    https://anwalt-kg.de/insolvenzrecht/schulden-und-inflation/


    "Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
    § 313 Störung der Geschäftsgrundlage

    (1) Haben sich Umstände, die zur Grundlage des Vertrags geworden sind, nach Vertragsschluss schwerwiegend verändert und hätten die Parteien den Vertrag nicht oder mit anderem Inhalt geschlossen, wenn sie diese Veränderung vorausgesehen hätten, so kann Anpassung des Vertrags verlangt werden, soweit einem Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere der vertraglichen oder gesetzlichen Risikoverteilung, das Festhalten am unveränderten Vertrag nicht zugemutet werden kann.
    (2) Einer Veränderung der Umstände steht es gleich, wenn wesentliche Vorstellungen, die zur Grundlage des Vertrags geworden sind, sich als falsch herausstellen.
    (3) Ist eine Anpassung des Vertrags nicht möglich oder einem Teil nicht zumutbar, so kann der benachteiligte Teil vom Vertrag zurücktreten. An die Stelle des Rücktrittsrechts tritt für Dauerschuldverhältnisse das Recht zur Kündigung.

    Fußnote

    (+++ § 313: Zur Nichtanwendung vgl. § 10 Abs. 5 KredWG +++) "

    In den PV-Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die ich gesehen habe, bleibt die immer stärker werdende Inflation unberücksichtigt.


    Es stellt sich daher die Frage, ob sich Einspeisung überhaupt noch lohnt, wenn nach 10 Jahren die EEG-Vergütung nur noch die Hälfte wert ist.


    Eigenverbrauchsanlagen - auch mit Speicher - profitieren dagegen von der Inflation, da die Erträge mit der Inflation ansteigen.


    Siehe auch: https://www.destatis.de/DE/The…erpreisindex/_inhalt.html

    Von der Installation eines Speichers sollte ich absehen, auch wenn es hier in Niedersachsen gefördert wird, richtig? Die 800€ Bonus der NBank sollten aber Sinn machen, oder?

    Ein Speicher dürfte sich aufgrund der zwei Elektroautos lohnen, wenn die täglichen Fahrtstrecken ein Nachladen von etlichen kW erfordern und der Eigenverbrauch dadurch signifikant ansteigt.


    "Förd­er­höhe:

    • Max. 40 % der Netto­in­ves­ti­ti­ons­kosten für einen Batte­rie­spei­cher­system (max. 50.000 €)
    • Bonus Lade­sta­tion: 500 € je Vorhaben, sofern ein neuer last­ma­nage­ment­fä­higer Elek­tro­fahr­zeug­la­de­punkt instal­liert wird
    • Bonus Photo­vol­ta­ik­an­lage: 800 € für Vorhaben, deren instal­lierte bzw. ergänzte PV-Anla­gen­leis­tung über 10 kWp liegt^."

    https://zuhause.hager.com/de/s…fz2UBO9E3ZAAaAotwEALw_wcB


    Noch detaillierter sind die folgenden Infos: https://www.solarwatt.de/ratge…derung-von-stromspeichern

    (die Steuergeschichten usw. ist schon richtig nervig).

    nervig ist dass so viele Anfänger meinen, sie hätten einen nennenswerten Vorteil durch die 10-kWp-Liebhaberei.

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    Ist Steuerberater Stefan Mücke auch ein Anfaenger ?