Beiträge von nosol

    Zitat von Braun1

    Der Sinn darin erschließt sich mir aber nicht so richtig.
    Die Module bringen die Leistung also werden Sie auch zur Bemessung herangezogen.


    Aber die Nennleistung der Module ist nicht der Wert der tatsächlichen erzeugten Leistung sondern abhängig von vielen Faktoren.
    Mein Verständnis des Regelwerks ist u.a. die Netzstabilität zu gewährleisten. Und da interessiert, was tatsächlich vom Wechselrichter generiert wird/werden kann. Was nützt da ein theoretischer Modul-Wert?


    Zitat von Braun1

    Dann müsste man jetzt das EEG so umändern das die Module keine Rolle mehr spielen und nur noch der WR entscheidend für Anlagengröße, Einspeisevergütung, Abregelung, ... ist.


    Nur noch WR müsste ja auch nicht sein. Aber zumindest würde die Wechselrichter-Größe eine feste konstantere Bemessungsgröße für die maximal mögliche Einspeise-Leistung (!) sein als die Wp-Nennleistung der Module.


    Wenn jemand an einem größeren WR erst mal nur weniger Module anschließt und dadurch die mögliche maximal eingespeiste Leistung durch die Summe der Modul-Nennleistungen einen niedrigeren Gesamtwert hat als die WR-Leistung spricht ja auch nichts dagegen diesen niedrigeren Wert zu nehmen.

    Zitat von kalle bond

    Dir fehlen einfach die Grundkenntnisse! Was ist jetzt an der 70% Regelung falsch?.


    Aha - mir fehlen die Grundkenntnisse. Gut, dass es hier Allwissende gibt!


    Ich sage ja nicht, dass eine Begrenzung der Einspeise-Spitzen falsch ist! Das ist aber ein ganz anderes Thema!

    Zitat von Braun1

    Eine Anlage mit 11 kWp Modulen und 10 kVA WR erzeugt ja auch ca.11000 kWh und nicht nur 10000 kWh.


    kWh über irgend welche Zeit sind ja noch weniger für die Netzbemessung interessant als kW oder kWp.


    Zitat von Braun1

    Und wenn man jetzt den WR zur Leistungsbemessung hernimmt, müsste eine Anlage mit 11 kWp Modulen und 10 KVA WR z.B. auf 7 kW abgeregelt werden ?
    Das kann doch auch nicht richtig sein.


    Das würde aber Sinn ergeben. Gerade bei der Abregelung geht es doch um die (maximal mögliche) eingespeiste momentane Leistung ins Netz - und nicht um kWh. Wie sinnvoll eine pauschale Begrenzung auf 70% ist wäre wieder ein anderes Thema.

    Zitat von kalle bond

    [Also plädiert doch lieber darauf, dass man die NOCT Werte zu Grunde legt!
    Das wäre gerechter.


    Das wäre wohl auch eine mögliche gerechtere Bemessungsgrundlage! Wie gesagt: warum entscheidet nicht der Wert, der "hinten raus kommt"?
    Welche Persönlichkeiten stecken denn hinter dem Regelwerk?

    Zitat von alterego

    Und wie ist das jetzt, wenn man die Module doch tauschen muß und man blöderweise keine 08/15-60-Zeller hat?


    Genau. Beispielweise man hätte 9,995 kWp montiert. Ein Modul hat Glasschaden und man bekommt jetzt nur noch eines, das 10 Wp mehr hat. Dann wäre man plötzlich über der Bemessungsgrenze...


    Als ich mich noch nicht so mit den Details befasst hatte erzählte mir ein Betreiber mit 10 kW Wechselrichter irgendwas von 10 kWp und optional (doch?) 11 kWp. Da hatte ich noch keine Ahnung, was er damit meinte - und jetzt meine ich natürlich, dass das natürlich keiner macht :wink:

    Zitat von michaell

    Definiere Intelligent :lol:


    Das kann ich dir aus fachkundiger Sicht genau erklären: Intelligenz ist das, was der Intelligenztest misst :mrgreen:


    Und ich habe ja noch die Hoffnung, dass politische Entscheidungen zumindest teilweise aus nachvollziehbaren Gründen erfolgen. Und mir erschließt sich der Sinn der Bemessung nach Modul-Nennleistung einfach nicht!
    Ist vielmehr nicht die (mögliche einspeisbare) Leistung entscheidend - oder wie vielleicht der Dicke gesagt hätte: das, was hinten raus kommt?

    Hallo allerseits,


    bei der 10 kWp Bemessungsgrenze zählt doch nur die gesamte angegebene Modul--Nennleistung? Ist das gerecht?


    Wenn ich jetzt 10 kWp Modulleistung flach auf dem Dach montiere habe ich von Haus aus eine über 10% niedrigere Ertragsprognose als bei optimaler 35% Dachneigung. Gerechter fände ich es, wenn bei der Bemessungsgrenze auch die Wechselrichter-Ausgangsleistung einbezogen werden würde. Dann könnten z.B. 11 kWp Module (oder noch mehr) montiert werden um tatsächlich auch mit einem entsprechenden Wechselrichter maximal 10 KW produzieren zu können.


    Sehe nur ich diese Bemessung als ungerecht?