Beiträge von PV-Starter1343x

    PV-Berlin, Bin auch kein Steuerberater aber ein paar Sachen kann ich richtigstellen.


    Erstmal sind USt und ESt komplett getrennt zu betrachten. Bei der Umsatzsteuer gibt es keinen Liebhabereibegriff. Und es ist richtig das dort ein erfolgloser Musiker mal mehr Vorsteuer aus Anschaffungen geltend machen kann als er Umsatzsteuer aus Umsätzen generiert.

    Ob das im Gesamtbild noch so bleibt wenn er die Instrumente irgendwann verkauft und hier die korrekte USt abführen würde ist die nächste Frage.

    Nun könnte der erfolglose Musiker aber jederzeit einen Zufalls Hit landen - lass es ein paar Millionen Klick auf Youtube sein mit entsprechenden Werbeeinnahmen. Die allerwenigsten Menschen gehen ambitioniert einer selbstständigen Beschäftigung nach ohne zumindest zu hoffen das es mal was wird. Umsatzsteuerlich ist das aber egal.


    Für die Einkommensteuer reicht hoffen & träumen eben nicht aus. Eine kaufmännisch begründbare Gewinnerzielungsabsicht muss her.

    Aber mal im Ernst - 90% aller Solaranlagen werden doch zumindest mit dem Ziel eines Gewinns geplant & realisiert. So richtige Öko „ich zahl drauf aber Hauptsache weniger Kohlestrom“ Projekte sind in der Realität eher selten. Zumindest in meinem Bekanntenkreis kommt regelmässig die Frage „lohnt sich das“.


    Und wenn Du einen Überschuss über die 20 Jahre anstrebst (der nicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist) dann sollte da auch eine steuerliche Gewinnerzielungsabsicht vorliegen.


    Muss man natürlich unter vorsichtiger kaufmännischer Schätzung des zu erwartenden Ertrags aus Einspeisung und Eigenverbrauch inkl. Degrarionsverlusten & Instandhaltungsrücklage rechnerisch belegen. Meinem Finanzamt reichte dann eine entsprechende Kalkulation auch aus um den VdN ab Jahr 1 zu löschen.


    Ich finde das wichtig. Weil heute gehe ich von gewinn aus. Ich hab keinen Bock das Morgen ein Gesetz erlassen wird das jährliche kostspielige Wartung vorsiegt, Zählermiete sich unerwartet exorbitant verteuert und drei Jahre wenig Sonne scheint und Bumms haut das Finanzamt die Anlage mangels Gewinnen raus. Am besten noch Rückwirkend dank VdN.


    Dabei lag zur Realisierung eine absolute Gewinnerzielungsabsicht vor. Deshalb bin ich gegen den VdN betreffend Gewinnerzielungsabsicht in widerruf gegangen.


    Die Kunst ist es dann eigentlich den Gewinn auf einen Apfel und ein Ei zu begrenzen wie mein Vorredner sagte. Ich bin noch in den hohen Abschreibungsjahren da macht die Anlage eh nur Verluste. Aber irgendwann kommt dann der erste zu versteuernde Gewinn. Mal sehen...


    ...hauptsache die überwiegend betrieblich gebutzte Internetleitung (dauerhafte Echtzeitübermittlung an den Server von der PV Anlage) wird nicht teurer.:juggle: auch den Standby Stromverbrauch des WE Nachts kann man sich ausrechnen und anteilig. Naja ich schweife ab.

    hab grade Spaßeshalber ma nen Zinsrechner bemüht - selbst bei mageren 3% Zinsen werden 5.000 Euro innerhalb von 20 Jahren zu 9.030 Euro.


    Wenn man also 5.000 in eine Solaranlage investierr lohnt es sich erst als Geldablage, wenn man 9.030 Euro raus hat nach 20 Jahren.

    Kann klappen muss aber nicht.

    Nein, abgezinst keine positive Bilanz bedeutet ja beiweitem nicht das es im Absoluten keine positive Bilanz ist.


    Aber jetzt mal ganz realisitsch - viele Anleger erwirtschafteten in den letzten Jahren und Jahrzehnten mit Aktienbasierenden Geldanlagen zwischen 5-7 % Zinsen im Schnitt.


    Das muss eine PV Anlage ersteinmal schaffen. Viele werden das Schaffen, viele nicht.


    PV ist als reine Geldanlage per se nicht zwingend das Beste.

    Besonders wenn man keine Lust hat sich auf PV einzulassen - z.B. den Eigenverbrauch bewusst zu Erhöhen mit einem an der Sonne ausgerichteten Lebensverhalten kann es schnell eher zugunsten einer klassischen Geldanlage ausschlagen.

    Wer weiss was da alles einfließt. Könnte mir vorstellen das man es bei einer Schule sehr genau nehmen würde mit der Statik = ev. Erhöhung Baukosten. Versicherung spart man sich als Öffentlicher Träger wohl auch nicht.

    Ausserdem weiss ich nicht ob Schulen rechtlich überhaupt Energieversorger sein können ohne Probleme (z.B. Umsatzsteuer).

    Vermutlich würden sie das Dach verpachten an eine Tochterfirma und alleine der Verwaltungsaufwand Pachtabrechnungen zu erstellen dürfte kaum ins Personalbudget einer Schule passen.

    Und dann muss jede Reparatur ausgeschrieben werden und kostet wieder Verwaltungsaufwand wo unsereins einfach seinen Solateur anruft...