Beiträge von JanR

    Klar... aber es geht ja nicht darum, zu schauen, ob die Dinger noch das können, was im Datenblatt steht (werden sie nach 20 Jahren sicher nicht), sondern um Ausschuss auszusortieren.


    Wenn man die potentiellen Kandidaten so nebeneinander legt, dass sie die gleiche Einstrahlung (von was auch immer... gleich eben) abbekommen, sollte das genügen, um sie gegeneinander zu vergleichen. Vermutlich werden nicht alle Ausschuss sein, so dass man dann schnell ein Gefühl bekommt, was ein noch verwendbares Modul liefern kann. Vor allem sollte man auf diese Weise gut zueinander passende Module finden.

    "Do comply with the requirements of VDE-AR-N 4105:2011-08"


    Die gilt aber nicht mehr. Wir haben jetzt die VDE-AR-N 4105:2018-11, die die obige Norm ersetzt.


    Die 2018er AR habe ich bisher nur beim Multiplus 2 gefunden.


    Zudem scheint dieses Dokument einen externen NA-Schutz zu fordern ("in combination with an external network and system protection device (ge: NA-Schutz)"), während es beim MultiPlus 2 ein Dokument zum NA gibt:


    https://www.victronenergy.com/…2018_NAS_de_19-118-01.pdf

    Habe ich das richtig verstanden

    Nein.


    Das Fronius-Dokument beschreibt eine LEISTUNGSABHÄNGIGE Kurve. Bis 50% wird mit Cos Phi 1 gefahren, ab 50% bis 100% geht es dann auf -0,9. Du brauchst eine FESTE Einstellung.


    WIe man das aber einstellt, ist mir auch nicht klar. DE2F legt Cos Phi 1 fest laut Doku... das willst du nicht. DE2P ist oben dargestellt und ist variabel in Abhängigkeit von der Leistung und DE2U ist ebenfalls variabel abhängig von der Netzspannung.

    Rentabilität:


    Nehmen wir mal an, du bekommst 7 Cent Einspeisevergütung und du bezahlst 28 Cent für den Bezugsstrom (jeweils pro kWh). Wenn du nun 4 kWh mit deinem Heizstab verheizt, dann sind dir 28 Cent Vergütung entgangen. Speist du diese 4 kWh hingegen ein und kaufst NACHTS eine kWh teuren Bezugsstrom, um mittels einer Brauchwasserwärmepumpe Warmwasser zu machen, dann brauchst du 1 kWh Strom und erzeugst 4 kWh warmes Wasser. Das ist also selbst in dieser denkbar ungünstigen Konstellation ein Nullsummenspiel. Sinnvoller wäre, von den 4 kWh am Tage drei einzuspeisen und die vierte mit der BWWP zu verwenden. Dann hast du deine 4 kWh warmes Wasser UND zusätzlich noch 21 Cent Vergütung.


    Es ist sinnfrei, den EV-Anteil nach oben zu drehen. Das kannst du auch damit erreichen, dass du deinen WR auf 0% Einspeisung stellst. Dann hast du 100% EV. Sinnvoller ist, zu schauen, was insgesamt an Nutzen herauskommt. Zudem solltest du bedenken, dass jede kWh, die du einspeist, auf dem Strommarkt hoffentlich eine kWh aus irgendeinem fossilen Kraftwerk verdrängt.


    Technik:


    Schau mal in die TAB deines Netzbetreibers. Ich habe arge Zweifel, ob man 6 kW mit Phasenanschnitt steuern darf. Pulspaket, was das Ding auch kann, vielleicht schon eher, aber besonders nett zum Netz ist beides nicht.

    Hmm... rechnen wir mal:


    Laut Datenblatt hat das Teil 8,75 kWh nutzbar. Zur Anzahl der möglichen Vollzyklen schweigen sie, aber es gibt eine Garantie auf 10 Jahre bis 80% Kapazität. Wenn wir von großzügigen 300 Zyklen im Jahr ausgehen (es werden weniger sein), sind das 3000 Zyklen. Das macht zusammen 23625 kWh Strom bei durchschnittlich 90% Kapazität (am Anfang 100%, am Ende 80%)


    Wenn du also kostenlosen (!) Strom in den Speicher lädst, kostet dich die kWh 63 Cent. Wenn du mehr Zyklen und mehr Zeit annimmst, wird es billiger, aber ich denke nicht, dass du mit so einem Speicher auf wesentlich über 5000 Zyklen kommst (das wären dann 38 Cent pro kWh bei durchschnittlich 90% Kapazität, aber die ist ja nach den 10 Jahren vermutlich geringer als 80%, also kostet die kWh dann sicher über 40 Cent).


    Zudem ist der Strom, den du einspeicherst, ja nicht kostenlos. Er kostet dich mindestens die Einspeisevergütung, die du ohne den Speicher bekommen würdest.


    Von daher würde ich sagen, dass das Ding deutlich überteuert ist. Bei einem Drittel (!) des Preises könnte man anfangen, drüber nachzudenken.