Beiträge von JanR

    Ich würde jetzt ungern die Module noch einmal runternehmen, wenn es nicht unbeding sein muss. Hat jemand von euch eine Idee, wie ich das ohne Demontage noch verbessern könnte?

    Ich würde es so lassen. Viele Anlagen sind so gebaut und meist geht es gut. Vielleicht hast du ja irgendwann einen Defekt oder einen anderen Grund, um umzubauen.


    Wenn du wirklich was ändern willst: Du musst ja die Schleife aufbrechen. Das geht am einfachsten mit den Anbindeleitungen. Also eine davon deutlich verlängern und entlang der anderen Kabel zum anderen Ende des Feldes führen, so dass sie dann dann parallel zur anderen Anbindeleitung zum WR geht. Hmm... war das verständlich?


    Klappt aber nur, wenn du da wirklich noch drankommst, zumal das Kabel unter den Modulen auch vernünftig befestigt werden muss.

    Und wer weiterhin an den zerstörerischen Kurzschlußstrom glaubt

    Deiner Meinung nach sind also die Angaben vieler WR-Hersteller in den Datenblättern, die den maximal zulässigen Kurzschlussstrom des angeschlossenen Modulfelds begrenzen (bei Fronius z.B. 150% des maximal erlaubten Betriebsstroms) ebenso wie die Angaben eines maximalen Betriebsstroms eigentlich vollkommen überflüssig und nicht nötig?


    Ich bin mir da nicht so sicher.


    Wenn es nur um die Kühlung gehen würde (ein DC-seitig deutlich überbelegter WR sieht viel öfter und viel länger Vollast als einer, der nicht überbelegt ist), dann würde es ja vollkommen ausreichen, die DC-Leistung zu begrenzen. Dem ist aber nicht so... die Hersteller begrenzen den DC-Strom UND sehr oft auch die DC-Leistung.


    Die genannten technischen Argumente sind durchaus nachvollziehbar, aber schließt das bei extremer Überbelegung SICHER aus, dass der MPPT beim Scannen des Arbeitsbereichs nicht in einem Arbeitspunkt landet, in dem der Strom schneller hochgeht, als er das begrenzen kann? (ich kann dazu nachher noch ein Beispiel nachreichen... jetzt muss ich aber erstmal weg)

    Servus, was ist das denn für eine lustige Diskussion?

    Kommt halt auf das Ziel an. Die Frage von saugnapf war ja längst nicht die einzige.


    Das solche Bastellösungen nicht für Systeme geeignet sind, die auch während der eigenen Abwesenheit stabil und zuverlässig laufen müssen, dürfte allen klar sein.


    Es gibt aber auch noch das Setting "man ist da, Haus läuft im Notfall mit dem Strom aus dem Akku und es wäre nett, wenn man den ein bissel nachladen könnte (wenn es nicht klappt, ist aber auch nicht schlimm)". Das sind dann ganz andere Anforderungen und statt "must have" gibt es ein "nice to have".


    Von daher waren obige Ideen eher alternativen zu dem hier:

    Falls man einen einbinden möchte, dann entweder per zusätzlichem Ladegerät (ESS-System) oder per Schützschaltung (USV-System). Die kleinen Dinger machen meiner Meinung nach aber nur Sinn, wenn man selbst auch zuhause ist.

    ...also für Settings, die nicht 100% von selbst und immer laufen müssen.

    Fronius Symo Gen24 in der 10 kVA-Version. Sollte das können, was du haben willst (inkl Hybrid). Der WR kostet vermutlich ähnlich oder sogar mehr, dafür sparst du aber die Optimierer. Das Schattenmanagement funktioniert bei Fronius sehr gut. Wenn du doch keinen Hybrid-WR willst, dann den "normalen" Symo 10.

    Der WR hat intern ein hartes Leistungslimit, dh. selbst wenn die Panels richtig im Saft stehen und überdimensioniert sind wird er nie mehr Strom ziehen als das Leistungslimit hergibt. Außerdem gibt es aus rein technischer Natur einen maximalen DC Strom den er überhaupt intern aufgrund des Übersetzungsverhältnis stellen kann.

    Vorsicht!


    Das kann so sein, muss aber nicht. In vielen Datenblättern ist zusätzlich der maximal zulässige Kurzschlussstrom des angeschlossenen Modulfelds angegeben, der dann nicht überschritten werden darf. Hintergrund sind schlagartige Wechsel der Einstrahlung. Wenn die Regelung den Strom dann nicht schnell genug runterregeln kann, zerschießt es die Eingangsstufe, weil deren zulässiger Strom überschritten wird.


    In diversen Threads zum Betrieb eines Modul-WR an Akkus wird dieses Problem immer wieder betrachtet. Falls der Eingang tatsächlich maximal 12A ziehen kann, die Kurzschlussleistung aber egal wäre, dann müsste der WR auch ohne jedes Problem (ausgenommen Kühlung bei Dauervollgas) an einem Akku laufen (Kurzschlussstrom extrem hoch). Das ist aber nicht immer der Fall und kann zur Zerstörung des WR führen.


    Beim YC600 steht: Maximale Eingangsstromstärke 2x12A. Ich würde das schon so interpretieren, dass je Eingang der maximale Kurzschlussstrom des Modulfelds eben diese 12A betragen darf.

    Klick mal auf den Link in meiner Signatur. Dann findest du heraus, wie das Schattenmanagement funktioniert und was der Unterschied zu Moduloptimierern ist.


    Kurzform: In den allermeisten Fällen lohnen Optimierer nicht und bringen nur zusätzliche Fehlerquellen ins System.

    Ein 110V-Stromerzeuger sollte doch eigentlich einfacher zu beschaffen sein als ein DC-Stromerzeuger.


    Könnte man den nicht über einen Gleichrichter (Brückengleichrichter + entsprechende Kondensatoren) an einem MPPT-Laderegler für 48V-Akkus laufen lassen? Gleichgerichtet dürften das etwa 155V sein, was in einem Bereich liegt, in dem es durchaus auch hochwertige MPPT-Laderegler gibt.


    Diese Konstruktion kann nicht unendlich Strom liefern, so dass ein MPPT mit ausreichender Strombelastbarkeit auf der sicheren Seite sein sollte.

    An der Unterseite eher weniger. Solarkabel sind meines Wissens bis 95 Grad zertifiziert, sodass selbst bei direkter Berührung der Modulunterseite oder des Modulrahmens die Kabel keine Probleme machen sollten. Wie seht ihr das?


    Das ist nicht der Punkt.


    Bei einem Blitzeinschlag in der Nähe gibt es für einen ganz kurzen Moment ein extrem starkes Magnetfeld. Das induziert Spannungen in alle Metallteile. Besonders gefährlich sind dabei grosse Leiterschleifen. Deine Variante 1 bildet ja letztlich eine Art riesengroßen "Rahmen" aus den zusammengesteckten Modulkabeln. Da werden dann gewaltige Ströme induziert.


    Das Risiko ist nicht, dass da auf dem Dach was wegbrennt, sondern irgendwo im Haus irgendeine Stelle des Kabels nachgibt und umliegende Teile in Flammen aufgehen, denn die Ströme und Spannungen, über die wir hier reden, liegen weit jenseits von allem, was im normalen Betrieb passiert.


    Dass das wirklich passiert, ist extrem unwahrscheinlich, denn viele achten da nicht drauf und es geht meist trotzdem gut.


    Erratika hat natürlich recht, dass Variante 2 ebenfalls nur kleine Schleifen beinhaltet, aber ich würde tatsächlich genau das bauen, was Guenni182 gezeichnet hat. Gegenüber Variante 2 sorgt das ganz nebenbei auch für eine viel saubere Kabelführung.

    Beides schlecht.


    Die Idee ist, dass die DC-Leitungen keine zu grosse Fläche "umspannen" sollen. Wenn du also nur die DC-Leitungen malst, darf darin nur eine möglichst kleine Fläche sein.


    Grund sind Induktionen bei Blitzeinschlag in der Nähe (das braucht dann keinen Volltreffer, um hohe Spannungen einzubringen).


    Das beachten aber auch manche Solarteure nicht.


    Bei uns wurde es so gebaut, dass die Module alle miteinander verbunden sind, es am Ende aber nicht direkt auf kürzestem Wege zum WR geht, sondern parallel zu den Verbindungskabeln wieder zurück und erst dann zum WR.


    Cleverer (ich wusste das damals nicht und der Solarteur anscheinend auch nicht) ist es, wenn man die Länge der Verbindungskabel nutzt und beim Verbinden je ein Modul überspringt. Du verbindest also 1-3-5-...n und kehrst am Ende dann um, wobei du dann die restlichen Module einbindest n-1....6-4-2. Damit hast du EINEN Leitungsstrang und so gut wie keine Fläche innerhalb davon. Beim Wechsel der Reihe muss man dann halt ein etwas längeres Kabel dazwischenstecken.

    Ich kenne jetzt keinen WR an dem man den MPPT ausschalten kann

    Das kann sogar ein alter Symo ohne Hybridmodus (also zum Batterieladen nur nützlich, wenn er in einem Netz hängen würde, das von einem Insel-WR erzeugt wird)... MPPT aus und Festspannung an. Geht per Menü.


    2x 48V Meanwell LED Netzteile mit 150W in Serie gehn auch. Liefern dann 300W...


    Hast du das mit der Serienschaltung real getestet? Klappt das mit deren Stromregelung? Theoretisch sollte das schwächer eingestellte Netzteil (das sind ja letztlich Konstantstromquellen) den Gesamtstrom definieren, denn ganz genau gleich werden sie nicht eingestellt sein.


    Auch das eventuelle abklemmen eines von PV belegten Wechselrichtereinganges ist nur mit höchster Vorsicht und entsprechenden Vorkehrungen zu machen.

    Wenn man das häufiger braucht, sollten zwei Dioden das auf Kosten von ein ganz klein wenig Verlust eigentlich dafür sorgen, dass man das so angeklemmt lassen kann. Das per Diode entkoppelte Modulfeld parallel zur Stromquelle sollte nachts nicht stören und tagsüber stört das per Diode entkoppelte Netzteil auch nicht.