Beiträge von JanR

    Dieses Produkt nicht.


    Aber wir hatten ja festgestellt, dass das letztlich eine Kombi aus Booster und PWM ist.


    Sowas habe ich mir in den letzten Wochen selbst gebaut. Basis war ein DCDC aus China (schon vor Corona billig gekauft), mit dem man irgendwas zwischen 20 und 60V auf einen einstellbaren Wert bis 86V bringen kann. Angeblich 20A Eingang, also bis zu 1200W. Dazu ein 90V PWM mit 0-5V Ansteuerung, der hinter dem DCDC hängt.


    Wenn man den PWM hochdreht, geht die PV-Spannung runter, um dann schlagartig zusammenzubrechen, weil der Regler seine 86V nicht mehr schafft und voll aufdreht, was das Modul dann nicht mehr schafft.


    Das ganze steuere ich seit einigen Wochen mit einem Arduino Nano. Geht prima, allerdings nur bis maximal 12,5A Eingang, dann bricht die Regelung des DCDC soweit ein, dass man den PWM beliebig aufdrehen kann und nicht über diese 12,5A kommt.


    Ist aber kein Problem... meine Software kennt 3 Modi: Nacht, "MPP"-Regeln durch langsames Rantasten an den Abschaltpunkt und Minimierung der Eingangsspannung in dem Bereich, wo man die PWM beliebig aufdrehen kann.


    Funktioniert sehr gut... bei ordentlich Sonne ziehe ich damit jene 12,5A über Stunden aus den beiden parallel geschalteten Modulen. Es ginge noch etwas mehr (Kurzschlusstrom um 15-16A wegen unterschiedlicher Ausrichtung), aber das Ding regelt nach mehreren SW-Anpassungen jetzt ziemlich gut.


    Ohne viel Sonne verhindert es die Abkühlung und mit viel Sonne habe ich auch schon 45->50C für die obere Hälfte des 500l-Puffers geschafft.


    Viele Grüße,


    Jan

    Die hier verbaute Ochsner GWWP arbeitet im Vorlauf Bereich von 30-45Grad sehr effizient mit ca. 4,2kw (incl Tauchpumpe) - im Bereich von 45-52 Grad immer noch gut mit ca. 5,1kw und im Bereich von 52-60Grad geht das massiv hoch bis 7,2kw


    Bei welcher Heizleistung? Das wäre wegen AZ interessant.


    Um etwas zum Effizienzverlust durch den Mischer sagen zu können, müsste man die AZ bei möglichst eng beieinander liegenden Temperaturwerten wissen.


    Fakt ist, dass der Carnotwirkungsgrad mit steigendem VL sinkt. Die meisten WP liegen um oder unter 50% des Carnotwirkungsgrades, so dass die reale AZ mit steigendem VL auch sinkt. Ob das nun zu relevantem Mehrverbrauch führt, kommt selbstverständlich auf die WP, ihren Betriebspunkt und die Höhe der Überhöhung durch den Mischerbetrieb an.

    Hallo,

    Daher werden zu den Zeiten zu denen PV-Energie in ausreichendem Maß zur Verfügung steht, sozusagen die „Schleusen auf gemacht“ und so viel wie möglich/nötig Wärme für WW und Heizung erzeugt.

    Was glaubst du, wie oft das an den Tagen, an denen du wirklich viel Wärme brauchst, passiert? Das ist maximal in der Übergangszeit der Fall, aber wenn du dafür optimierst (Puffer!), dann hast du im Kernwinter mit Bezahlstrom (wenn zu wenig Sonne) ein sehr ineffizientes System. Das lohnt nicht!


    FBH, minimale Temperaturen, kein Puffer, keine hydraulische Weiche, keine Einzelraumregelung, modulierende WP.


    Um auf 60C zu kommen, muss auch ein modulierendes Gerät schon ordentlich hochdrehen.


    Um es mal anders zu sagen: Meine Nibe F1155-6 läuft jetzt im Übergang mit 20 Hz (ca. 200W für den Kompressor) mit einer AZ von ca 6-7 vor sich hin und liefert ca. 24-26C VL für die FBH. Falls sie dabei taktet, dann haben die Takte Längen von 8-16 Stunden wegen der großen Masse an Estrich und dessen thermischer Trägheit. Würde ich sie statt dessen auf 60C hochjagen, wäre ich in der AZ vermutlich bei 2-3, wenn überhaupt so gut (habe das nie versucht). Ich verbrate also mehr als das doppelte an elektrischer Energie und belastet die Maschine. Selbst wenn man das mit Solarstrom täte, ist es sinnvoller, ihn einzuspeisen und zu mehr als dem doppelten Preis zurückzukaufen, denn davon braucht man dann weniger als die Hälfte.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    Zumindest die Stringspannung des Ost-West-Strings liegt jetzt mit den 2 Extra-Modulen immer über 160V und nicht mehr unterhalb des MPP-Minimums.


    Ja... weil es KALT ist! Lass im Sommer da mal die Sonne draufknallen und schau, wo die Spannungen bei 70 Grad Modultemperatur liegen. Ich habe die Konfig nicht mehr ganz im Kopf - waren das 5 oder 6 Stück?


    Bei 5 landest du im Hochsommer bei 135V, mit 6 Stück bei 162. Ein kleines bisschen Schatten und alles ist vorbei.


    Wir haben uns darauf geeinigt die Anlage erstmal ein paar Wochen laufen zu lassen


    Cleverer Solarteur... natürlich wird der Ministring in der kalten Jahreszeit halbwegs laufen... und wenn es warm wird, sind die paar Wochen vorbei.


    Wenn du keine Verschattung einzelner Module hast bringen die Tigos nichts bei dir.


    Wenn du Verschattungen einzelner Module hast, bringen die Tigos auch nichts (bzw. rentieren sich erst nach mehr als 20 Jahren). Sie sind (beschränkt - siehe @Broadcasttechniker) nur sinnvoll, wenn es unterschiedliche Ausrichtungen gibt. Mehr Details dazu siehe den Link in meiner Signatur.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    Würde der Einsatz von Tigos bei mir etwas bringen oder reicht das MPP vom WR?


    Letzteres. Lies bitte den Link in meiner Signatur. Optimierer bringen nur etwas, wenn man in EINEM String verschiedene Ausrichtungen/Neigungen kombiniert.


    Bei dir würden die Tigos nach dem, was @Broadcasttechniker schreibt, vermutlich sogar zu weniger Ertrag führen.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,

    Was spricht denn gegen die Variante mit den 3 Wechselrichtern, nur damit ich das verstehe

    Dass es drei WR sind :-)


    Mehr Ausfallrisiko, mehr Komplexität, mehr Platzbedarf...


    ich würde mich aber dann von einer 14,57 kw anlage auf eine 13er zurückreduzieren


    Nicht wirklich. Deine WR-Dimensionierung wäre geringer, aber dank Norddach dürfte das mehr als irrelevant sein. Du hast dann 14,57 KWp an 13 KVA (11,7 KW mit berücksichtigter Blindleistung). Macht ca. 80%... das dürfte quasi keine Verluste bringen, es sei denn, die Sonne steht gleichzeitig in Nord und Süd.


    Anders gesagt... du hättest dann 11470 Wp an einem 10 KVA-WR. Ich habe derzeit 12600 Wp an einem 10er WR und auch das läuft gut und quasi verlustfrei. Es kommt so gut wie nie vor, dass die Leistung des WR die Begrenzung ist. Fast immer schlägt die 70%-Begrenzung vorher zu.


    Deine Anlage war ja original schon etwas älter und vermutlich wurde das Netzanschlussbegehren VOR April gestellt. Damit gilt zudem noch die alte 4105, von daher also CosPhi 0,95 und nicht 0,9, wie es die neue Norm fordern würde. Das wären dann bei 13 KVA sogar 12,35 KW.


    Viele Grüße,


    Jan

    Hallo,


    da Specki666 mich gebeten hat, hier auch was zu sagen: Ich stimme dem hier voll und ganz zu:


    Entweder

    - baut man PV-Anlagen (Edit: auf Privathäusern) mit einem oder mehreren String-WRs mit vernünftigen Schattenmanagement (SMA, Fronius, eventuell Kostal)

    Oder

    - mit Solaredge und dann an jedem Modul eben einen Optimierer (ein zusammengehöriges System, das auch harmoniert)


    ...wobei ich die SE-Lösung nur dann nehmen würde, wenn es so viele verschiedene Ausrichtungen und Neigungen gibt, dass man da keine vernünftigen langen Strings draus bauen kann.


    Im Fall von Specki666 also: möglichst lange Strings, möglichst nicht parallel, mit Schattenmanagement, KEINE Optimierer.


    Schattenmanagement klappt prima:


    MPPT1: 3229 W 639 V 5050 mA

    MPPT2: 2490 W 609 V 4090 mA


    String 1 hat 20 Module, String 2 hat 22 und ist flacher geneigt (25 Grad vs. 46 Grad), was man auch gut am niedrigeren Strom sieht. An der Spannung von MPPT2 sieht man, dass hier ein paar Moduldrittel weggeschaltet sind. Ich bin gerade nicht zu Hause, sonst gäbe es da auch noch ein Bild dazu, das den Schatten zeigt, aber die Spannungen zeigen ganz gut, dass String 2 aktuell mit ca. 19 Modulen (+- ein Drittel Modul) läuft.


    Viele Grüße,


    Jan