Beiträge von pauleontologe

    Zitat von alterego

    Den größten Effekt wirst du haben, indem du den WR überbelegst. 100% (also 3kW WR an 6kWp) bringen gerade mal (je nach Ausrichtung und Neigung eher weniger) ca. 15% des Jahresertrags an Verlust (das glauben hier viele zwar nicht, aber sowohl theoretische Berechnungen als auch Zahlen aus der Praxis bestätigen das für Deutschland).


    Hallo Alterego,


    ich glaube es, habe es aber trozdem mal zahlenmaessig mit der Anlage meines Vaters, Gott hab ihn seelig, nachgerechnet.


    Code
    WR       118.5%	111.1%	103.7%	96.3%	88.9%	81.5%	74.1%	66.7%	
    Ertrag   100.0%	100.0%	100.0%	100.0%  99.9%	99.6%	98.5%	95.9%	
    
    
    WR        59.3%	51.9%	44.4%	37.0%	29.6%	22.2%	14.8%	7.4%
    Ertrag    91.9%	86.7%	80.2%	72.5%	63.3%	52.4%	39.2%	22.5%


    (Bayern, Sued, DN 28 Grad, 5min PAC Werte ueber 5 Jahre, 6750KWp)
    Sekundaere Effekte wie Wirkungsgradverschiebung nicht mitgerechnet.
    In meinem Fall sollte es sogar noch guenstiger sein, Belgien, O-W, 10..15 Grad.


    Erstaunlich, wie gut Deine Faustformel (50% Wechselrichter -> 15% Ertragsverlust) gilt, allerdings waere das in der Tat etwas zu weit gegangen. Bei den obigen Werten, und angenommen ein Ertrags-% weniger kostet 15 EUR und ein WR-% weniger bringt 5 EUR, dann waere der wirtschaftlich optimale WR so bei 70-71%. Diese Zahl kommt mir irgendwie bekannt vor.


    Zitat von alterego


    Wie der "Speichergegner" Einstein schon angedeutet hat, bringt dir ein Speicher (egal welcher) bis dahin gar nichts, kannst froh sein, wenn der Mehrertrag dessen Verluste deckt.
    1kW WR bei 6kWp dürfte etwas knapp sein, aber mal kurz überschlagen: 2kW gespart, sind 200€/a oder in 10 Jahren die die Batterie hält (manche versprechen zwar mehr, geben aber trotzdem nicht mehr Garantie, man denke sich seinen Teil) also 2000€. Rechnen wir mal steigende Abgaben und Speicher hält länger von mir aus 5000€, machbar wenn du viel selbst machst, aber wird schon eng.


    Ihr habt ja recht.
    Teures Hobby.


    Zitat von alterego


    Geschickt wäre es vermutlich trotzdem, wenn du einen Teil der Verbraucher im Sommer vom Netz nimmst und direkt (mit oder ohne Insel-WR) an die Batterie hängst.


    Kann man handelsuebliche Wechselrichter im Menu auf beliebige Werte drosseln?
    Gibt es spezielle Wechselrichter, welche die dann ueberschuessige Leistung an einem eigenem Inselnetz bereitstellen?

    Servus Seppelpeter,


    Zitat von seppelpeter


    Wird die 95,- pro KVA Abgabe aufgerundet auf glatte Zahlen?


    Genau weiss ich es nicht, ich glaube nicht, habe eine offizielle Beispielrechnung gefunden mit 4,5KWac, also wenn ueberhaupt dann wird hoechstens in 500Wac Schritten aufgerundet.


    Zitat von seppelpeter


    Hast Du einen Belegungsplan zu Angebot 2?


    ja logisch:



    Hier ist noch ein Foto vom Dach:



    Im O ist so ein Gitter als Rankhilfe, das kann weg. Im N ist eine Satschuessel, die kann auch weg.
    Im W ist die Entlueftung (mit Nachbardach geteilt).


    Im O und S geht es senkrecht 8-9m nach unten. Im N 2,50m auf einen Balkon. Das Dach ist so leicht zu erreichen (fuer Kontrollgaenge).


    Wie weiter oben geschrieben, will Solateur 2 die Aufstaenderung um 15cm erhoehen, um somit auf Attikaebene zu kommen, und bei Bedarf ein paar cm auf diese ausweichen.

    Servus Seppelpeter,


    Zitat von seppelpeter


    Du musst also jedes Jahr diese 95,- pro KVA WR Leistung zahlen?
    Das Paradies bekommt dunkle Schatten. :(


    So ist es. Siehe auch meinen parallelen Thread dazu. http://www.photovoltaikforum.c…konstanter-e-t111749.html


    Zitat von seppelpeter


    Das Angebot 2 den hächsten Jahresertrag liefert verwundert nicht ... es ist ja auch mit Abstand die größte Anlage.
    In Angebot 2 musst Du aber 6*95,- zahlen und hast einmalige Kosten für den Drehstromanschluss!
    Hast Du bis jetzt nur einen 1-phasigen Hausanschluss?


    Deswegen will ich ja den 6KWac weg haben und dafuer einen 4KWac haben, auch wenn ich bewusst peak-Leistung abschneide. So lange diese entgangenen Ertraege weniger sind, als die 2kwac*95 "reinhauen" wuerden. Bin zwar prinzipiell bereit, den Netzausbau mit zu tragen, aber nicht unendlich.


    Zitat von seppelpeter


    Bei einer südlichen Lösung mit rund 6KWp und z.B. einem SMA SB500TL-21 (das entspräche einer 70-hart Lösung in DE) müssten nur 4,6 bzw. 5 Mal die 95 entrichtet werden und der Jahresertrag wäre aufgrund der südlichen Ausrichtung nicht viel schlechter, als bei der größeren Anlage in Angebot 2. Der WR wäre ein 1-phasiges Gerät.


    Bin ja nicht prinizipiell gegen S, aber wie wuerdest Du denn die 6kWp mit Suedausrichtung bei dem Dach hinkriegen? Vlt als lange "Rampe" statt mehrerer Reihen.


    Zitat von seppelpeter


    Bei dem Dach, Höhe Dachunterkante 8,5m würde ich nach wie vor eine Südanlage bauen ... dachparallel ohne Aufständerung.


    Sorry, da ist evtl ein Missverstaendnis. Das Dach ist flach (0 Grad). In der Form habe ich 10 Grad eingetragen, da dort die geplante Generatorneigung gemeint ist (steht so in der Kontexthilfe). Oder meinst Du wirklich ich soll die Module einfach so flach auf das Flachdach legen? Ohne Metallgestell? Wie sieht es da mit Wind und Dreck und Regen aus? Muss man die Rahmen in dem Fall alle einzeln erden?

    Zitat von seppelpeter

    Wie ist das noch gleich bei euch in Belgien ... ihr habt Netmeetering über das Jahr, oder?
    Wenn ja, kann man recht einfach errechnen, wie groß die Anlage werden sollte.


    Ja. Es gibt nur 1 Zaehler, der vorwaerts und rueckwaerts kann. Evt. Ueberschuss verfaellt nach der Abrechnungsperiode von 1 Jahr. Ich brauche also nicht ueber meinen Jahresverbrauch (6000kwh) plus Reserve (e-Auto) zu Dimensionieren, da ich nie als Stromanbieter auftrete.


    Zitat von seppelpeter


    Wenn bei WR >5KVA Zusatzkosten anfallen, sollte man sich das vielleicht sparen.
    Wie hoch sind die Kosten


    Drehstromanschluss: 577 EUR+MWST einmalig.
    Wg. Ueberfoerderung bzw. Netzausbau wird jetzt seit neustem die Wechselrichter-Nennleistung linear belastet (dzt. ca 95 EUR/KVA/Jahr, Tendenz steigend). Der Wechselrichter sollte daher grosszuegig unterdimensioniert werden, was bei OW nicht so viele Verluste einfaehrt wie bei S.


    Zitat von seppelpeter


    Wenn möglich würde ich eine Anlage mit Ausrichtung nach Süden bauen.
    Nicht zu steil aufständern wegen Selbstverschattung ... einen langen String mit 20-23 Modulen bilden, wenn es ein 3-phasiger 1000V WR wird oder werden muss ... ansonsten geht auch 1-phasig z.B. mit einem SMA SB5000TL-21 und 5-6KWp auf dem Dach.


    Bisher liefert Angebot 2 immernoch den hoechsten Jahresertrag zum besten Investitionspreis und ist trotzdem OW. Naja, es nutzt das Dach halt auch bis zum Rand aus. Wenn ich nur die Jahres-Daten fuer eine vergleichbare Anlage haette, dann koennte ich abschaetzen, wie viel Unterdimensionierung noch Sinn macht. (5kVA oder 4kVA Wechselrichter). Muesste ich dann wg. Leerlaufspannung O+W parallel verstringen?

    Hallo!


    mein PV-Projekt ist fuer ein Flachdach mit umlaufender Attika von 10..15cm Hoehe. NS Kante ca 10,05m, OW Kante ca 4,95m. Es ist noch ein 50cm hohes Entlueftungsgebilde wie auf dem Bild vorhanden:


    Von den bisher 8 Angeboten hab ich mal nur 2 eingestellt. Beide sind fuer OW 10 bzw 15 Grad aufgestaendert. Ansonsten sind die Solateure sehr unterschiedlich:
    1) sehr konservativ; will nicht in die Ecken gehen wg. Turbulenzen und Schatten, und kriegt daher nur zwei Zeltreihen a 5 Zelte (Zelt=2 Module), wobei bei der einen Reihe 2 Zelte fehlen wg Entlueftung. Also 16 Module.


    2) will sogar das Ganze 15cm hoeher bauen und damit quasi auf die Attika (Breite 30cm) bauen. Das ermoeglicht 2 1/2 Zeltreihen a 6 Zelte, wieder -2 Zelte, also 26 Module.
    Wuerdet Ihr sowas machen? Ich weiss noch nicht ob ich ueberhaupt noch einen Fuss zwischen die Reihen kriege (zwecks Reinigung/Wartung), so dicht ist das belegt. Koennte ich bei der Loesung eigtl. noch einen 5KW Wechselrichter nehmen, zwecks Minimierung der Peakeinspeiseleistung? (In Belgien kostet diese Gebuehren) Ausserdem ist bei >5kW mit Kosten verbundene Umstellung auf drei Phasen notwendig.


    Besten Dank fuer die Inputs

    Also, Ihr habt es erraten! Es geht um Belgien. Hier gibt es ja bei neuen PV-Anlagen nicht drei Zähler wie in Deutschland, sondern nur einen Zähler, der sich dafür rückwärts antreiben lässt. Die Stromrechnung basiert dann auf dem aufgelaufenen Differenz-KWh Betrag eines Jahres. Bislang konnte jeder das Netz so quasi als große Batterie gebrauchen. Es gibt auch keine direkte extra-Vergütung für den Eigenverbrauch. So weit, so einfach.


    Das hat aber die Netzbetreiber benachteiligt, sodass im Jul. 2015 ein sog. Prosumententarif eingeführt wurde. Jeder Haushalt, der einspeist, wird mit jährl. ca. dzt. 95EUR/KWac belastet (regional unterschiedlich, in meiner Region zuletzt sogar mit ca. 4% Steigerung/Jahr). [zur Info, auch bestehende Anlagen trifft es, und es gibt schon die ersten Klagen dagegen]
    Hier ist der Unterschied zu DE. Bei der Berechnung zählt einzig und allein der auf dem WR AC-seitig aufgedruckte Wert der Einspeiseleistung, aber wie viel Strom tatsächlich eingespeist wird, ist für diese Netzgebühr egal. Eigenverbrauchsoptimierung bringt daher nichts, weil ja dadurch der netzgekoppelte WR dadurch nicht kleiner wird.


    Unterm Strich bleibt man so auch mit optimaler WR Unterdimensionierung und einer Anlage, die mindestens den gesamten Jahresverbrauch eigentlich decken würde, trotzdem immer auf ca. dzt. 1/3 der jährl. Stromkosten ohne PV-Anlage sitzen (Einspeisung, die darueber hinausgeht verfaellt ohne Verguetung zugunsten des Netzbetreibers).


    Mit Auslegung der Anlage auf niedrige Spitzen kann man vlt. schon was erreichen, z.B. bei Flachdach Ost-West statt Süd, weil dadurch der WR großzügiger unterdimensioniert werden kann. Siehe auch demnaechst meine geplante Anlage unter Angebote. Zwischenfrage, wuerde sich da dann nicht auch TFT anbieten?


    Aber gescheiter wäre wohl doch ein Pufferspeicher. Das Ganze ist nicht meine Vision, sondern mein Versuch, diese Gebuehr zu minimieren. Mit der eingangs beschriebenen Idee muesste ich lediglich einen Tag Ertrag gleichmaessig verteilt einspeisen, saisonal waere weierhin das Netz meine Batterie, die ich weiterhin kostenlos im Sommer mehr "laden" darf und im Winter mehr "entladen" darf.


    Z.B. suche ich ein System mit 1KWac, dann maximale Ladeleistung der Batterie = DCpeak(PV) - Eigenverbrauch - 1kW, max. Entladeleistung baulich gedrosselt, so klein wie möglich, aber noch so groß, dass im Maximalfall der Ertrag von einem spitzen Junitag bis zum nächsten Tag an das Netz abgegeben wird, im Beispiel mit 1kW. Im schlimmsten Fall kann ich im Sommerurlaub auch mal was verschwenden, aber dafuer werde ich dann auch nur mit 1x95EUR jaehrl. belastet.


    Gibt es sowas? Die existierenden Inselwechselrichter / Halbinsel-Lösungen auf dem Markt sind eher nicht für diese Methode der Abrechnung (geringe Wechselrichterausgangsleistung) entwickelt, oder ich kenne sie nicht. Damit es sich wirtschaftlich rechnet, müssten auch die Kosten im Rahmen bleiben. Vielleicht aus Komponenten aufbauen, MPP-tracker+Lader, Batterie, und Batterie->230V netzgefuehrter Wechselrichter mit 1KW. Halten die Batterien so hohe Ladeleistungen aus? Halten die Batterien 1kW Dauerentladeleistung aus?

    Hallo in die Runde,


    gibt es Pufferspeichersysteme zur Minimierung der Einspeiseleistung, d.h. moeglichst gleichmaessige Verteilung der PV Gesamt-Tagesertraege auf 24h? Bisher scheint alles fuer die Optierung der Eigenverbrauchsquote optimiert zu sein, die in meinem Fall aber egal ist. Es kann parallel beliebig aus dem Netz verbraucht werden. Mein Problem ist, dass ich linear mit der WR peak-ac power belastet werde, egal ob sie momentan ausgereizt ist oder nicht. Mein Ziel waere ein Saldo von null (Bezogen minus Eingespeist) bei Minimierung der Einspeisekosten also Minimierung der Einspeiseleistung. Gibt es Systeme, die man so konfigurieren kann? Zahlenmaessig koennte man z.B. grob annehmen, es sei eine 6KWp Ost-West Anlage vorhanden, mit 6000KWh/a Ertragsziel und im Sommer maximal 36kWh/Tag.


    Dank Euch,