Beiträge von Kaefermicha

    Das würden sie vermutlich nicht, ändert aber nichts an der Rechtmäßigkeit. Das ist ein Grundpfeiler der Rechtsstaatlichkeit.


    Auch die A40 mitten durch Essen wäre so nicht mehr Genehmigungsfähig.


    Ich bin aber dabei dass man kritisch hinterfragt ob Genehmigungen noch zeitgemäß sind. Beispiel Tagebau Hambach. Der wurde 1974 bis 78 geplant und genehmigt.


    Mit über 80 Jahren Betriebsdauer.


    1974 hatten wir die Ölkrise und den kalten Krieg. Deutschland hatte nur Steinkohle. Vor dem Hintergrund war der Aufschluss damals verständlich. Man darf das im Jahr 2020 natürlich hinterfragen. Das muss aber rechtsstaatlich und mit einem Masterplan erfolgen.

    und um auf das Thema zurück zu kehren: Vermummt in Tagebaue einzudringen, Rangeleien mit der Polizei und Sachbeschädigung sind für mich kein legitimer Protest sondern bleiben kriminelle Handlungen die außerhalb der freiheitlich demokratischen Grundordnung stehen. Auch wenn ich zugeben muss dass Politik nur mit starken Symbolen funktioniert.

    Da bin ich bei allem voll dabei. Mich stört nur extrem dass bei jeder (falschen) Sachentscheidung gleich die Systemfrage gestellt wird.


    Man muss die Groko nicht mögen, ich hätte auch lieber Jamaika gehabt, aber sie hat nun mal eine demokratische Mehrheit.


    Und es ist eben nicht alles falsch am Klimapaket. Es ist zu wenig zu langsam, aber die grundsätzliche Ausrichtung ist trotzdem nicht falsch.

    Nur damit man mich nicht falsch versteht: Ich bin strikt gegen 1000m Abstand und strikt gegen 10h und mich stört die deutsche Energiepolitik auch.


    Dennoch sehe ich die Braunkohle zu Unrecht am Pranger. Ich weiß nicht was an einem modernen Block schlecht sein soll der nahezu 45 Prozent Wirkungsgrad hat. Man sollte so fair sein und die Transportaufwände z.B. des Erdgases mal vom Feld bis zum KWK Block genau betrachten bevor man wieder gegen die Braunkohle hetzt.


    Außerdem sind wir immer noch im Jahr 2019. Man kann heute nicht über Nacht aus der Braunkohle raus. Es ist legitim der Meinung zu sein dass 2038 zu spät ist. Realistisch sollte man aber bleiben. Und dazu gehört es auch gesellschafts und strukturpolitische Fragen mit einzubeziehen. Es ist ja nicht so dass das 2 Grad Ziel davon abhängt ob die Braunkohle 2030 oder 2038 aus dem Netz geht.


    Die Energiewirtschaft hat immerhin einen Fahrplan. Wann kommt der für Gebäude und Verkehr?